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Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

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Weizenpreise: Zwischen Berg und tiefem Tal

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Nach steilem Auf und Ab in den letzten 5 Jahren haben die Notierungen eine stabile Mittellage erreicht. Neuerdings mit fallender Tendenz. Der Grund: Alle großen Weizenexporteure (USA, Russland, Kanada, Australien u. a.) melden überdurchschnittlich gute Ernten. In den Vereinigten Staaten werden z. B. 701 Mio. t erwartet – gegenüber dem Vorjahr ein Plus von rund 45 Mio. t.

Die Misere von 2012 ist vergessen

Zur Erinnerung: Verheerende Dürreperioden (in den USA z. B. die schlimmste seit 1956) hatten die Ernteerträge in den wichtigen Anbauländern um rund 30 % dezimiert.

In diesem Jahr ein komplett anderes Bild: Trotz langem Winter und Überschwemmungen in Deutschland sowie in Westund Zentraleuropa rechnet die in Rom ansässige UN-Organisation für Ernährung und Landwirtscha? (FAO) mit Erträgen von 130 Mio. t in der Europäischen Union (+11 % zum Vorjahr). Die globale Weizenproduktion beziffert die FAO für dieses Jahr auf ca. 700 Mio. t (+7 % zum Vorjahr).

Beachten Sie: Diese Zuwächse haben bereits Spuren an den Märkten hinterlassen. So stehen die Notierungen für Brotweizen in Deutschland seit Wochen unter Druck und hatten Ende Juli rund 179 €/t erreicht – 24 € weniger als vor Jahresfrist.

Im Osten werden die Preise gemacht

Denn in den osteuropäischen und zentralasiatischen Flächenstaaten sind die Produktionszuwächse besonders kräftig ausgefallen. Russland und Kasachstan, die Nummern 3 und 10, melden jeweils ein Ernteplus von mehr als 50 %(!) und die Ukraine (Nummer 11 des globalen Rankings) immerhin noch +40 %. Für das Erntejahr 2013/2014 erwartet die FAO folgende Produktionszahlen:

  • Russland 56 Mio. t,
  • Kasachstan 22 Mio. t und
  • die Ukraine 15 Mio. t.

Solide Versorgungslage, solide Preise

Alles in allem überaus erfreuliche Nachrichten für Agrareinkäufer. Denn mit den gestiegenen Erträgen haben z. B. Russland und die Ukraine postwendend eine Erhöhung ihrer Exportzahlen angekündigt. Moskau will seine Ausfuhren von knapp 11 Mio. t (2012) auf 18 Mio. t steigern (2013) und Kiew um knapp 3 Mio. auf 9,5 Mio. t.

Damit nicht genug: Auch Kanada und Australien (Rang 6 und 7 der Weltrangliste) wollen wegen ihrer guten Ernten mehr Weizen exportieren (Kanada z. B. um +4 % auf rund 7 Mio. t).

Beachten Sie: Eine Unbekannte in der Rechnung könnte (wieder einmal) China sein. Ende Juli hieß es nämlich aus Peking, dass die Volksrepublik wegen Ernteausfälle ihre Importmengen drastisch erhöhen muss. 8,5 Mio. t Weizen will China auf den Weltmärkten einkaufen — so viel wie seit 18 Jahren nicht mehr.

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