Gratis-Download

Dieser Gratis-Download erläutert die Rechnungspflichtangaben, damit Sie bei der Eingangskontrolle nichts übersehen. Aber auch bei der Erstellung...

Jetzt downloaden

Wie Sie private Gegenstände für den Betrieb absetzen

0 Beurteilungen

Von Gerhard Schneider,

Frage: Ich habe mich gerade selbstständig gemacht. Um möglichst viel Geld zu sparen, habe ich mein Büro mit alten Möbeln und Computern eingerichtet, die ich vorher privat genutzt habe. Einige Dinge habe ich auch gebraucht gekauft. Wie sieht das steuerlich aus? Kann ich solche gebrauchten Gegenständen irgendwie absetzen?

 

Antwort: Sie haben die Möglichkeit, den Wert von Gegenständen, die sie früher einmal privat gekauft haben und jetzt für die selbstständige Arbeit nutzen, als Betriebsausgabe abzusetzen.
Um diese Betriebsausgabe geltend zu machen, brauchen Sie nicht mehr als einen selbstgeschriebenen Beleg. Sie halten einfach auf einem Papier, das Sie zu Ihren Unterlagen nehmen, Folgendes fest:

  • das Einlagedatum und
  • den Wert des eingelegten Gegenstands.

Als Grund für den Eigenbeleg geben Sie an, dass Sie den Gegenstand ins Betriebsvermögen einlegen. Da für die Einlage kein Geld fließt, müssen Sie – anders als bei gewöhnlichen Eigenbelegen – keinen Zahlungsempfänger angeben.

So ermitteln Sie den Wert des eingelegten Gegenstands

Haben Sie den Gegenstand vor maximal 3 Jahren gekauft, berechnen Sie den Einlagewert vom damaligen Kaufpreis. Den Kaufpreis weisen Sie durch die Rechnung nach.

Davon ziehen Sie die bisherigen Abschreibungen ab – auch wenn Sie gar keine Abschreibungen geltend gemacht haben. Als Ergebnis erhalten Sie den Einlagewert.
Beispiel: Sie legen einen Computer ins Betriebsvermögen ein, den Sie vor einem Jahr für 1.200 € inklusive Umsatzsteuer privat gekauft haben. Der Computer wird über 3 Jahre abgeschrieben. Dann rechnen Sie so:
1.200 € Anschaffungswert
– 400 € fiktive Abschreibung
= 800 € Einlagewert

 

So gehen Sie vor, wenn Sie gebrauchte Gegenstände für den Betrieb aufen

Wenn Sie gebrauchte Gegenstände von anderen für Ihren Betrieb kaufen, setzen Sie einfach die Anschaffungskosten als Betriebsausgabe ab. Problem dabei immer wieder:
Es passiert häufig, dass private Verkäufer – aus welchen Gründen auch immer – keine Rechnung ausstellen wollen. Aber für Ihre Buchhaltung brauchen Sie einen Beleg, um die Kosten als Betriebsausgaben geltend zu machen.
Gehen Sie in diesem Fall einfach so vor:
Lassen Sie sich vom Verkäufer eine Quittung über den von Ihnen gezahlten Betrag ausstellen. Besorgen Sie sich dazu einfach einen Quittungsblock aus dem Schreibwarenhandel.
Darauf sollte stehen:

  • Namen und Anschrift des Verkäufers
  • Belegtext, der die Ware beschreibt
  • Kaufpreis
  • Datum der Zahlung

Weigert sich der Verkäufer auch, eine solche Quittung zu unterschreiben, oder meldet er sich nicht mehr, müssen Sie die Ausgabe immer noch nicht steuerlich in den Wind schreiben:
In diesem Fall stellen Sie einfach einen Eigenbeleg aus. Das heißt, Sie dokumentieren die Ausgabe mit den gleichen Angaben wie bei der Quittung. Dann fügen Sie das Datum hinzu, unterschreiben und nehmen den Eigenbeleg zu Ihren Unterlagen.
Wenn Sie nicht allzu viele solcher Eigenbelege haben, werden sie im Fall einer Prüfung in der Regel vom Finanzamt anerkannt.

Keine Vorsteuer!

Vorsteuer in Ihren Umsatzsteuervoranmeldungen können Sie aus Rechnungen von Privatleuten und aus Eigenbelegen nie geltend machen.

Steuern und Bilanzierung aktuell

Egal ob es um korrekte und günstige Abrechnung Ihrer Reisekosten, die Abschreibung und Besteuerung Ihres Firmen-Pkws, die richtige Vorgehensweise beim Führen eines Fahrtenbuchs oder anderer betrieblich genutzter Wirtschaftsgüter geht. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
13 Beurteilungen
17 Beurteilungen
1 Beurteilung
Produktempfehlungen

Ihr Excel-Lernsystem: Verständlich, kompakt, effektiv

Das Rundum-Wohlfühl-Paket im Rechnungswesen

Das praxisnahe und kompetente Nachschlagewerk für Ihren erfolgreichen Einsatz von Excel