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Abmahngefahr für Ihre Werbung: Unverbindliche Preisempfehlung darf kein "Mondpreis" sein

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Von Astrid Engel,

Verwenden Sie in Ihrer Werbung Preisvergleiche mit der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers? Das ist beliebt und erlaubt, wenn die zitierte Preisempfehlung kein "Mondpreis" ist.

Verwenden Sie in Ihrer Werbung Preisvergleiche mit der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers? Das ist beliebt und erlaubt, wenn die zitierte Preisempfehlung nicht veraltet ist.

Anderenfalls riskieren Sie eine Abmahnung wegen unlauterer Werbung, zum Beispiel durch Wettbewerber. Die Rechtssprechung ist hier sehr streng! Richten Sie sich also unbedingt nach den aktuellen Preislisten des Herstellers.

Hersteller-Preisempfehlung kann als "Mondpreis" gelten

Trotzdem kann selbst eine aktuell noch gültige Hersteller-Preisempfehlung abmahngefährdet sein, wenn sie nämlich weit vom tatsächlich üblichen Marktpreis entfernt ist (OLG Köln, 2.3.2001, Az. 6 U 208/99). Sie gilt dann als "Mondpreis" - so bezeichnet man einen Preis, der nie oder nicht ernsthaft längerfristig gefordert worden ist.

Wann bei Ihrer Werbung "Mondpreis"-Gefahr besteht

Gegen den Vorwurf der Werbung mit einem Mondpreis müssen Sie sich auch immer wappnen, wenn Sie eigene alte, höhere Preise Ihren aktuellen Angebotspreisen gegenüberstellen. Bezeichnen Sie einen alten - z.B. durchgestrichenen - Preis nicht näher, darf der Kunde davon ausgehen, dass es sich um Ihren alten Preis handelt. Das muss dann auch stimmen.

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Über welchen Zeitraum Sie den alten Preis gefordert haben müssen, um damit werben zu dürfen, ist schwierig zu bestimmen. Das Gesetz (§ 5 Abs. 4 UWG) untersagt eine "unangemessen kurze Zeit". Behelfen Sie sich mit folgenden Faustformeln:

  • Bei Waren/Leistungen des täglichen Bedarfs sollten Sie den alten Preis für etwa einen Monat gefordert haben.
  • Bei langlebigen Wirtschaftsgütern sollte er länger Bestand gehabt haben; orientieren Sie sich daran, wie oft Ihre Mitwerber Preise senken.
  • Bei Waren, die starken Preisschwankungen unterliegen (z. B. PC-Speicherbausteine), darf der alte Preis auch kürzer - bis hin zu nur einigen Tagen - gültig gewesen sein.

Tipp: Entsteht Streit darüber, ob Sie in Ihrer Werbung einen "Mondpreis" verwenden, müssen Sie beweisen, wie lange Sie den Preis gefordert haben. Bewahren Sie deshalb alle Werbemittel mit Preisangaben, die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers sowie Ihre internen Preislisten gut auf.

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