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Leserfrage: Wann und für wen werden Abgaben an die Künstlersozialkasse fällig?

 

Erstellt:

Unternehmen sind unter bestimmten Voraussetzungen abgabepflichtig, wenn sie kreative Leistungen für ihre Öffentlichkeitsarbeit, für die Gestaltung oder Werbung nutzen.

Von folgenden 4 Faktoren hängt es ab, ob Abgaben an die Künstlersozialkasse gezahlt werden müssen – oder eben auch nicht:

1. Ist der beauftragte Dienstleister selbstständig oder angestellt? Abgabepflicht besteht nur bei natürlichen Personen, die freiberuflich arbeiten, also bei selbstständigen Kreativen. Nicht abgabepflichtig sind Sie, wenn Sie eine GmbH mit den Leistungen beauftragen.

2. Handelt es sich um eine 1-malige Auftragsvergabe, oder ist der Künstler wiederholt zu kommerziellen Zwecken für das Unternehmen tätig?

Eine 1-malige Arbeit ist abgabefrei. Allerdings gilt es als regelmäßig und wiederholt, wenn ein Kreativer jedes Jahr eine Leistung für Sie erbringt, etwa Ihren Geschäftsbericht gestaltet und textet.

Bei Vereinen kann eine 2. und unter bestimmten Konditionen eine 3. Aufgabe frei sein (hier gilt die Generalklausel). Das ist dann der Fall, wenn der Verein selbst besonders künstlerisch tätig ist. In der Praxis sind alle nichtkommerziellen Veranstalter und Vereine abgabefrei. Nicht abgabepflichtig sind übrigens auch Leistungen, die für interne Zwecke erbracht wurden.

3. Die Abgabepflicht für künstlerische Dienste oder Leistungen betrift Gagen, Honorare, Telefonkosten und Kosten für Material. Abgabefrei sind Reise- und Bewirtungskosten sowie die Umsatzsteuer.

4. Unter die Abgabepflicht fallen beispielsweise folgende Berufsgruppen: Fotografen, Lektoren, Grafiker, Journalisten, PR-Berater, Übersetzer, Musiker.

Sie sind jährlich in der Pflicht, der Künstlersozialversicherung die Aufträge zu melden, die Sie an selbstständige Kreative vergeben haben. Bei Verstößen gegen diese Pflicht drohen bis zu 25.000 Euro Geldbuße.

Nachzahlungen können bis zu 5 Jahre rückwirkend eingefordert werden. Der Beitragssatz lag bisher bei 3,9 % und wird 2013 auf 4,1 % steigen. Die Abgabe darf dem Kreativen nicht von seinem Honorar abgezogen werden.

Auch wenn jetzt vielleicht Ausgaben auf Sie zukommen, die Sie nicht einkalkuliert haben: Bedenken Sie, dass freiberuflich arbeitende Kreative in der Regel deutlich günstiger sind als Agenturen, die in der Geschäftsform der GmbH organisiert sind. Insofern stehen Sie immer noch besser da, wenn Sie die rund 4 % Künstlersozialabgabe zahlen.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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