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Handels-Trend: Aldi wird bürgerlich

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Die Mitte überlebt und wird zum Wachstumsmarkt! Sie kennen sicherlich die einschlägigen Schaubilder aus den 1990er Jahren, die zeigen, dass in der gesellschaftlichen Mitte mit Standardprodukten kein Geld mehr zu verdienen ist. Alles wandert ab in die Extreme: Aldi oder Armani, Discount oder Luxus, die Mitte stirbt.

Tatsächlich tritt jetzt genau die entgegengesetzte Entwicklung ein. Allen voran Aldi erhöht die Zahl der Markenartikel, baut schicke Design-Filialen und investiert in Backshops.

Ein weiterer wichtiger Trend: Die Kleinstaaterei ist zu Ende, Deutschland wird zum Wachstumsstandort für internationale Wettbewerber. Der Einzelhandel erlebt den nächsten Schritt der Globalisierung.

Discount ade: Aldi legt das Schmuddelimage ab

Aldi hat wieder einmal rechtzeitig reagiert und verpasst seiner Marke ein entspanntes Upgrading. Nur billig ist längst kein Kaufargument mehr. Und bei den anhaltend angespannten Rohstoffpreisen wird das Discount-Prinzip auch schon bald nicht mehr tragfähig sein. Doch der Einzelhandel in Gänze erlebt zurzeit einen dynamischen Strukturwandel.

Aldi verabschiedet sich vom Discount-Prinzip. Die neuen Konzeptläden, die bereits im belgischen Gent, in Lübeck und in Castrop-Rauxel am Start sind, lassen darauf schließen, dass Aldi an Rewe und Edeka anschließen möchte. Nachdem Rewe und andere mit ihrer Preispolitik in vielen Segmenten den Discountern ohnehin schon zum Verwechseln ähnlich wurden, dreht Aldi jetzt den Spieß um und wird bürgerlich. Die deutsche Einzelhandelslandschaft gerät damit ebenso in einen Veränderungstaumel wie die Märkte in Großbritannien und den USA.

Verzweifelter Aufbruch gen Osten

Die Tengelmann-Gruppe (mit Beteiligungen an Obi, Edeka und Kik) hat sich in den vergangenen Jahren vor allem in Online-Projekten wie Zalando engagiert. Jetzt versucht der Einzelhändler – noch einmal – den Aufbruch nach Russland. In einem ersten Schub sollen rund 150 „Plus“- Stores eröffnet werden.

Was alle deutschen Einzelhändler quält, ist auch das Problem von Tengelmann: Im eigenen Land werden keine Gewinne mehr erwirtschaftet. Tengelmann betreibt sein Russland-Engagement in Kooperation mit dem lokalen russischen Konsortium RosEvro Group.

Ahold: vom Supermarkt zu Convenience 2.0

Anfang September eröffnete der holländische Einzelhandelsgigant Ahold seine erste Filiale in Aachen. Die weiteren rund 10 Filialen sind alle zwischen 90 und 120 Quadratmeter klein und setzen auf den zeitknappen Unterwegskunden.

Entsprechend werden die Mitarbeiter auf Tempo und Freundlichkeit eingestimmt. Dank übersichtlicher Sortimentspräsentation (maximal 600 Artikel) sollen die Kunden schnell finden, was sie suchen. Ebenso sind kurze Laufwege und geringe Wartezeiten an der Kasse vorgesehen. Dabei soll es den Kunden, bei denen es sich häufig um Schüler, Studenten und Pendler handelt, innerhalb von 2 Minuten möglich sein, ihren Einkauf zu tätigen und an der Kasse zu bezahlen.

Die „Albert Heijn“-Stores sind bereits in den Niederlanden erfolgreich. Es handelt sich bei dem Format weniger um Convenience als vielmehr um ein „Ready-toeat“- Angebot. Convenience heißt Zeitersparnis durch mindere Qualität. Ready-to-eat verspricht Schnelligkeit und Frische. Die Angebote wechseln 3-mal täglich, sodass sie zur entsprechenden Tageszeit passen.

Morgens offeriert Ahold natürlich Backwaren. Mittags gibt es fertige Mahlzeiten wie zum Beispiel „Cuppy Cuppies“ mit Suppen oder Pasta. Abgerundet wird das stark von den „Albert Heijn“-Eigenmarken geprägte Sortiment durch Säfte und Smoothies sowie zahlreiche Salate, Tapas und Sandwiches.

Einschätzung des Fachinformationsdienstes „Zukunftsletter” : Künftig reicht billig nicht mehr aus. Der Einzelhandel dreht in Richtung cheap & chic, Preis & Premium. In dem Maße, wie sich die Discounter und die Klassiker einander annähern, vollzieht sich ein Wertewandel. Fest zementierte Grenzen werden eingerissen.

Das spiegelt sich auch bei den Akquisitionen wider: Migros steigt bei Tegut ein, Alnatura wagt den Aufbruch in die Schweiz, Tengelmann zieht es nach Russland. Der Einzelhandel verändert sich mit einer Dynamik wie schon lange nicht mehr.

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