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Internet vs. klassischer Handel: 2012 bringt dramatischen Wendepunkt

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Der Handel steckt in der Krise: Hiobsbotschaften von klassischen Handelsunternehmen verunsichern die Branche. Gleichzeitig florieren junge Online-Anbieter. Wie sich dieser Strukturwandel gestaltet, wer davon profitiert und wie sich der klassische Handel neu positioniert und überlebensfähig macht, zeigt Trendexperte Dr. Eike Wenzel in einem aktuellen Interview auf.

2012 wird ein dramatischer Wendepunkt für den klassischen Handel. Dies kündigte Dr. Eike Wenzel, Chefredakteur des Fachinformationsdienstes Zukunftsletter, bereits im vergangenen Jahr an.
Dass der renommierte Trendforscher mit seiner Einschätzung richtig lag, zeigen die aktuellen Schreckensnachrichten von Neckermann, Karstadt & Co.

Dr. Wenzel stellt Ihnen heute seine 6 Kernthesen zur Zukunft des Handels vor.

1. Das Warenhaus ist tot, der Versandhandel säuft ab

Der Handel erlebt die größte Strukturkrise seit dem Ende des zweiten Weltkriegs.Wir haben bereits in unserer Zukunftsletter-Prognose 2011 angekündigt, dass 2012 ein dramatischer Wendepunkt für den Handel wird.
Jetzt häufen sich die Hiobsbotschaften: Neckermann steht vor Massenentlassungen, Karstadt auch. In der Versandbranche hat sich ein ganz eigener Sarkasmus der Pressemitteilungen breit gemacht.
Ein unter Druck geratener Schuh-Retailer wie Görtz spricht von „historischem Strukturwandel“. Das hat eine komische Note. Fakt ist, dass das Warenhaus tot ist, der Versandhandel absäuft. Und das war alles schon seit rund zwei oder drei Jahren absehbar.

2. Der Handel wird Software-isiert

Die einfache Erklärung für die Entwicklung: Wir nennen es die Software-isierung des Handels. Amazon, ganz stark auch Zalando und spannende junge Unternehmen wie die Gilt Group oder Vente Privee oder auch AirBnB setzen durch neue Kundenansprache (Daily Deals, Social Commerce) den muffig anmutenden Versandhandel unter Druck.
Lagerhaltung und Filialsystem stellen verglichen mit diesen Unternehmen einen derartigen finanziellen Ballast dar, dass man sich die kommenden Jahre schon jetzt ausmalen kann.

3. Die kommenden zehn Jahre werden gekennzeichnet sein durch den endgültigen Durchbruch des digitalen Handels

Die Konsumenten tun den Handelsriesen und den Vertretern der saurierähnlichen Shopping-Center einfach nicht mehr den Gefallen und verhalten sich nach deren Vorstellungen.

4. Der oft beschworene Gegensatz zwischen genussvoll (klassischer Handel) und kalt (E-Commerce) ist eine Lebenslüge des klassischen Handels

Die Konsumenten (wir sprechen von Transumenten) finden den elektronischen Handel eben nicht kalt und den stationären Handel auch nicht so genussvoll, wie das die Verantwortlichen immer noch verzweifelt ins Feld führen.
Das eigentlich Dramatische an der momentanen Situation ist, dass dieser Gegensatz zwischen genussvoll und kalt einfach eine Lebenslüge des klassischen Handels ist, mit dem er seit Jahren versucht, sich die Lage schön zu lügen.
Aber Trends wie e-Commerce, SocialCommerce und dezentraler Konsum lassen sich durch Lebenslügen nicht verhindern. Das Ergebnis sehen wir jetzt. Der Handel erlebt die größte Strukturkrise seit dem Ende des zweiten Weltkriegs.

5. Konsumgewohnheiten haben sich geändert, wir konsumieren jederzeit und überall

Die Hiobsbotschaften, wie wir sie gerade von Görtz, von Neckermann, Karstadt, auch mit Abstrichen von Otto erleben, sind eine logische Konsequenz des Megatrends des dezentralen Konsums.
Wir konsumieren von überall und machen keinen großen Unterschied mehr, ob wir jetzt online am PC, mobil oder vor Ort im Laden einkaufen.

6. Klassischer Handel wird überleben - doch muss sich neu aufstellen

Das wird jedoch nicht bedeuten, dass wir alle Kaufhäuser schließen werden. Doch die ausgedünnten Karstadts 2.0, die überleben, werden über klare Innovationsentscheidungen funktionieren: Shop-in-Shop, selektive Preis-Aktionen nach dem Vorbild der Daily Deals, ein neues wochenmarktähnliches Zentrum, angelehnt an der Genius Bar in den Apple-Stores.
Dort findet dann der intensive Kontakt mit dem Kunden statt, dort wird beraten, gelernt (über die Produkte) und gekauft. Um dort hin zu gelangen, muss der Kunde durch das Warenangebot spazieren, das in Zukunft jedoch viel stärker auf Zielgruppen und spezielle Produktgruppen zugeschnitten ist.

Praxisbeispiel

Ron Johnson, der Erfinder der Apple Genius Bar und der Retail-Guru neben Steve Jobs, versucht diesen Wandel gerade bei dem muffigen US-Retailer J.C. Penney in die Wege zu leiten.
Dr. Eike Wenzel zur Zukunft des Handels: "Die Handelszukunft besteht aus der Fokussierung und Individualisierung der Zielgruppe und der Dezentralisierung der Kundenansprache. Ich halte es für kein Gerücht, dass im Zuge dieses turbulenten Wandels gerade auch Kaufhausformate getestet werden, die beispielsweise von Schwulen für Schwule konzipiert werden."

Über Dr. Eike Wenzel

Dr. Eike Wenzel ist Gründer und Leiter des Instituts für Trend- und Zukunftsforschung (GmbH) und Chefredakteur des Fachinformationsdienstes "Zukunftsletter". Das ITZ ist deutschlandweit das erste und einzige Trendforschungsinstitut, das Teil einer Hochschule ist (www.zukunftpassiert.de).

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