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Location-based-Marketing und die Zukunft des 1:1-Marketings

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Location-based-Services, also die Ansprache des Kunden zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort, wird erst jetzt zur Zukunftschance. Allmählich bricht Goldgräberstimmung aus – nicht nur bei den mobilen Medien und den E-Commerce- Anbietern. Location-based-Services zeigen, dass die digitale Marketing-Zukunft auch für den klassischen Handel eine interessante Rolle bereithält.

Bis vor Kurzem galten Smartphones und Apps als gute E-Commerce-Instrumente. GPS-Navigation, Targeting und Location-based-Services öffnen vielen Marketers jetzt die Augen für völlig neue Wege. Mobiles Marketing ist plötzlich nicht mehr der Totengräber des stationären Handels. Ganz im Gegenteil: Ausgerechnet der als wenig zukunftsoffen geltende Handel beginnt den Nutzwert von online für das stationäre Geschäft zu entdecken. Location-based-Marketing heißt das neue Zauberwort dafür.

  • Location-Based-Marketing heißt: Der lebensweltliche Kontext des Konsumenten tritt endlich in den Vordergrund Kontext wird das große Trendthema sein, das Mobile-Marketing- Experten und vor allem den kriselnden Handel in den nächsten Jahren beschäftigen wird.

 

  • Kontext, das heißt: Dort, wo sich ein Konsument gerade (mit seinem Smartphone in der Tasche) befindet, wird er auf Sonderpreise, Einkaufs- und Essensmöglichkeiten etc. hingewiesen.

 

  • Communication – Content – Context: Der erste Schritt in der mobilen Revolution war in den 1990er-Jahren das mobile Telefonieren. Der zweite Schritt bestand in der Nutzung von mobilen Inhalten (Content) seit Ende der 1990er-Jahre. Die kommenden zehn Jahre werden geprägt sein von der Nutzung der Smartphones als Alltagseinkaufs- und -organisationsmaschinen.

In den lebensweltlichen Kontexten, in denen sich der Nutzer gerade befindet, wird er über Smartphone, iWatch, Google Glass, Augmented Reality usw. auf Einkaufsgelegenheiten hingewiesen. Marketing findet so gesehen nicht nur in hohem Maße personalisiert statt, sondern tatsächlich auch dann, wenn die Konsumenten am Point of Sale mit Kaufbereitschaft und Einkaufsplänen auftreten.

Location-based-Marketing funktioniert bereits Aus einer aktuellen Studie von Digby geht hervor, dass Location-based-Marketing in den USA bei den Verbrauchern bereits anschlägt. 22 % der Teilnehmer einer Umfrage haben ortsbezogene Angebote über ihr Smartphone geöffnet. Bei den Angeboten handelte es sich um Einladungen von Einzelhändlern, in deren räumlicher Nähe sich der Nutzer gerade befand. Von diesen 22 % besuchten anschließend tatsächlich 57 % den Laden.

Die Untersuchung führte darüber hinaus zu beachtlicher Aufmerksamkeit in der Weiterleitung der Einladung in den Social Media (Redemption Rate: 160 %).

Die renommierten Sozialforscher von PEW Research haben kürzlich belegt, dass 74 % der Amerikaner ihr Smartphone dafür nutzen, um in Realzeit, sozusagen vor Ort, Informationen einzuholen. Loyalty-Programme, Coupon-Aktionen, aber auch erweiterter Kundenservice werden auf diese Weise endlich zu einem realistischen Ansatz, der Mehrwert sowohl beim Kunden als auch beim Anbieter schafft. Wer beispielsweise von seiner Fluglinie frühzeitig über Verspätungen informiert wird, der wird auch vertrauensvoll andere Angebote seiner Airline in Betracht ziehen.

Rund 70 % der 18 Millionen deutschen Smartphone-Nutzer lassen sich von ortsbezogenen Digitaldiensten leiten. 36 % setzen ihr Gerät für Shopping-Apps ein, wie eine Studie von Universal McCannschon Ende 2011 zeigte.

Location-based-Marketing und die Zukunft des 1:1-Marketings

Location-based-Marketing: Das Handy navigiert in die Filiale. Es gibt keine abgedroschenere Floskel im Handel als »Every business is local«. Ihr Wahrheitsgehalt erweist sich gerade jedoch als aktueller denn je. Und das ist insbesondere auf die Einkaufs-Onlinewelt, speziell: auf Location-based-Marketing, zurückzuführen.
Eine Untersuchung aus den USA legte vor Kurzem das folgende bemerkenswerte Ergebnis vor:


Location-based-Services, wahrlich keine taufrische Innovation der letzten Wochen und Monate, werden in den kommenden Jahren zu einer strategisch höchst wichtigen Klammer, die Online- und Offline-Erlebnisse immer übergangsloser verbindet. Handelszukunft besteht nicht aus einem Entweder-oder von Onlineund Offline-Welt. Handelszukunft ist die kluge Synthese aus beidem.

Location-based-Marketing: Best Practices


  • Sausalitos: Mit dem Handy zur Happy Hour. Die Texmex-Bar Sausalitos geleitet Interessenten per Augmented-Reality-Technik ins nächstgelegene Geschäft. Nutzer, die den Sausalitos-Channel auf dem Junaio- Browser ihres Smartphones öffnen, bekommen in das Live-Bild ihrer Handy-Kamera Zusatzinfos eingeblendet wie Wegbeschreibungen zum nächsten Restaurant sowie dessen Öffnungs- und Happy-Hour-Zeiten.

 

  • Vapiano: Rabatte mit Foursquare. Auch die Restaurantkette Vapiano nutzt das standortbezogene soziale Netzwerk Foursquare und will damit seine Kundenbindung stärken. Wer regelmäßig per SMS, App oder über mobiles Web in einer Vapiano-Filiale eincheckt, kann zum »Bürgermeister« avancieren und bekommt bei jedem Besuch eine Kaffeespezialität geschenkt.

 

  • GranataPet: Produktpröbchen direkt am Plakat. Der Tierfutteranbieter GranataPet hat unter dem Motto »Check in! Snack out!« Werbeplakate um ein interaktives Element erweitert. Hundebesitzer konnten sich im Umfeld der Plakatwand per Smartphone bei GranataPet über den Dienst Foursquare einchecken und erhielten dann aus einem direkt am Plakat installierten Dispenser eine Portion Hundefutter gratis.

 

  • Rhein-Main-Verkehrsverbund: Schnäppchenjagd mit Multichannel-Services. Auch der Rhein-Main- Verkehrsverbund (RMV) und die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main haben ihr Marketing um mobile Ortsdienste ergänzt. Fahrgäste können per QR-Code und Near Field Communication (kontaktloser Datenaustausch) per Handy direkt auf das Info-Portal gelangen. Dort finden sie die nächsten Haltestellen, den Anschlussverkehr, Sonderfahrpläne und Orte, an denen es mit der RMV-Kundenkarte gerade Schnäppchen zu schießen gibt. Fahrgästen im »Ebbelwoi-Express« werden als Zusatzservice auf dem Smartphone Hinweise und Bilder zu Points of Interest entlang der Fahrstrecke eingeblendet.


Trendbriefing


  • Das Mobiltelefon wird zum Point of Sale oder geleitet zum Point of Sale: Location-based-Services werden den Umgang mit Smartphones in den kommenden Jahren stark prägen. Personalisierung lässt sich dadurch endlich zielführend einsetzen, nämlich als Empfehlungs- und Unterstützungsmarketing für den konkreten Kunden vor Ort.

 

  • GPS-Marketing kann zu DEM digitalen Einkaufsberater für die reale Welt avancieren: Location-based-Marketing genießt momentan schon eine erstaunlich hohe Akzeptanz bei den mobilen Nutzern in den USA. Es zeigt sich, dass das Smartphone zukünftig nicht nur dazu dienen wird, über Apps und Browser E-Commerce zu betreiben. Ganz offensichtlich schätzen es moderne Kunden, das Smartphone als Konsumnavigator (auch) für die stationäre Einkaufswelt zu nutzen.

 

  • Location-based-Marketing ist die Schnittstelle, die Zukunft erschließt: Dem Handel und speziell dem Einzelhandel eröffnen sich durch Location-based-Marketing neue Perspektiven: Endlich können wir uns die langweiligen Diskussionen über den alsbaldigen Tod des klassischen Handels sparen. Durch GPS, Personalisierung und digitale Coupon-Systeme hat der Handel endlich eine operationalisierbare Schnittstelle zur digitalen Welt gefunden. Von nun an kann eine Handelswelt bis 2050 kultiviert werden, bei der der Gegensatz online versus offline bald kein Gegensatz mehr ist.
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