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Per Handy rekrutieren: Prüfen Sie den Einstieg

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Von coupling-media,

Früher wurde das Schild „Aushilfe gesucht“ ins Schaufenster gehängt; in Zukunft werden Hilfskräfte per Handy rekrutiert. Wie das funktioniert, zeigt die Plattform www.aushilfe-direkt.de.

Ablauf: Unternehmen, die Aushilfen benötigen, tragen auf der Webseite ihre offenen Stellen ein. Die Plattform schickt dann eine SMS an alle Jobber aus der Region, die sich bei dem Dienst registriert haben. Die Kurznachricht enthält alle Infos zum Job: Ort, Bezahlung, Termin, Handynummer des Arbeitgebers. Interessenten rufen den Arbeitgeber direkt zurück. Erfahrung: Der Dienst halbiert bei Aushilfen die Suchzeit.
Rekrutierung per Handy: Diese Methode wird sich in wenigen Jahren auf dem gesamten Arbeitsmarkt verbreiten. Perspektive: In zehn Jahren läuft die gesamte Personalbeschaffung mobil ab - bis auf das Einstellungsgespräch.
Wichtig: Nicht für alle Unternehmer besteht sofortiger Handlungsbedarf. Fragen: Sind Sie in einer technologieaffinen Branche tätig? Sind die Bewerber überwiegend männlich? Dann sollten Sie sich jetzt mit dem Thema Mobile Recruiting beschäftigen - und zwar wenn es um die Besetzung von Einstiegspositionen geht. In nichttechnischen Branchen und gehobenen Positionen dagegen wird sich dieser Rekrutierungsweg erst allmählich durchsetzen.
So machen Sie Ihre Rekrutierung fit für das mobile Zeitalter: Die wichtigste Aufgabe zurzeit ist, Ihre Karriere- Homepage so umzugestalten, dass sie auch auf den kleinen Displays von Mobiltelefonen gut zu erkennen ist! Verzichten Sie auf komplizierte Navigationen, aufwändige Grafiken und mehrspaltiges Layout. Auf die mobilfunktaugliche Bewerberseite gehört nur das Wichtigste:
• aktuelle Stellenausschreibungen,
• eine Job-Suchfunktion,
• ein Job-Alarm (Bewerber können bestimmte Positionen/ Funktionen eingeben und erhalten dann per SMS eine Nachricht, sobald eine passende Stelle in Ihrem Unternehmen frei wird). Ein Beispiel: Schauen Sie sich die Karriereseite von Bertelsmann an - einmal am PC und einmal auf Ihrem mobilen Endgerät (www.createyourowncareer.de). Je nachdem, von wo Sie die Seite aufrufen, wird ein anderer Inhalt eingeblendet.
Zu den Kosten: Wenn Sie die Webseite von einer externen Agentur mobiltauglich machen lassen, fallen erfahrungsgemäß noch einmal 50 Prozent der ursprünglichen Gestaltungskosten an. Option 2: Ihre eigenen EDVMitarbeiter übernehmen die Neugestaltung (technische Hinweise dazu finden Sie hier:
www.w3.org/Mobile/ Specifications).
Was Sie noch tun können, um Bewerber mobil zu erreichen:
Schalten Sie Stellenanzeigen auf Job-Börsen. Vorteil für Sie: Viele große Plattformen wie Monster oder Stepstone bieten demnächst so genannte Apps (übers.: Applications, also Anwendungen) an. Das sind kleine kostenlose Handyprogramme, mit denen Bewerber von unterwegs auf die Datenbanken zugreifen können. Kürzlich hat die Stellenbörse JobStairs eine solche App vorgestellt. Sie zeigt freie Stellen sogar auf einer Landkarte an.
Nutzen Sie Twitter in der Rekrutierung. Firmen wie Deutsche Bahn, Otto oder Telekom schreiben offene Stellen auch über Twitter aus. Hintergrund: Viele Nutzer greifen mit ihrem Handy auf den Kurznachrichtendienst zu. Vorgehensweise: Setzen Sie einen jungen Personaler, der den Twitter-Stil beherrscht, auf das Thema an. Speisen Sie eine Mischung aus Information, kleinen unterhaltenden Meldungen und Links zu Ihren Stellenanzeigen ein. Wichtig: Der Link muss natürlich auf eine mobiltaugliche Webseite verweisen!
... und womit Sie warten sollten:
Mobile Tagging. Prinzip: Unter die Stellenanzeige in der Zeitung wird eine Art Barcode (QR-Code) gedruckt. Handynutzer können ihn mithilfe ihrer Kamera abscannen und werden mit ihrem mobilen Browser so automatisch auf eine bestimmte Webseite gelenkt. Urteil: zu kompliziert, da die Handynutzer eine spezielle Software brauchen.
Bluetooth. Wird vor allem auf Messen etc. angewendet. Prinzip: Bewerber laden sich über den Kurzstreckenfunk Bluetooth Zusatzinfos zur Stelle herunter (die nötigen Empfänger sind in vielen Handys eingebaut). Urteil: zu kompliziert, technisch zu unsicher.

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