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QR-Codes: Allgegenwärtig sichtbar, aber noch wenig relevant

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Überall sieht man sie: kleine quadratische Pixelkästchen, die QR-Codes. QR steht dabei für Quick Response, also schnelle Antwort. Bereits 1994 wurden sie in Japan für die Autoindustrie entwickelt und 2007 zum ersten Mal in einer deutschen Zeitschrift verwendet.

Seit 2010 sind QR-Codes vor allem auf Werbeanzeigen und -plakaten nicht mehr wegzudenken. Auch auf Bahntickets, Visitenkarten oder in Museen findet man sie.

Seit Neuestem werden QR-Codes selbst in Kirchen und Gemeinden eingesetzt, um die aktuellen Gottesdienstzeiten bekannt zu geben und historische Fakten zum Kirchengebäude oder Predigten zum Download bereitzustellen.

Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch sinnvoll

Trotz ihrer großen Verbreitung stellt sich die Frage, ob die QR-Codes heute tatsächlich von der Masse der Smartphone- Nutzer abgerufen werden oder ob davon immer noch nur wenige Gebrauch machen.

QR-Codes sehen eintönig und „technisch“ aus

Sie bestehen lediglich aus kryptisch angeordneten schwarz-weißen Pixelkästchen. Doch es gibt die Möglichkeit, ein Logo oder ein Bild einzufügen. Das Erstellen eines solchen Codes mit einem QR-Code-Generator ist kostenlos und geht ebenso schnell wie einfach.

In Bezug auf Schrift und Grafik, die man mit einbauen kann, sind fast keine Grenzen gesetzt. Es können bis zu 30 % der Daten des Codes überdeckt werden, ohne dass es zu Störungen kommt.

Die Zahlen: QR-Codes nach wie vor eine Nischenanwendung

Das britische Unternehmen Comscore, nach eigenen Angaben „führend im Vermessen der digitalen Welt“, führte von Mai bis Juli 2011 und im selben Zeitraum 2012 eine Studie zur Nutzung von QR-Codes in den 5 größten Volkswirtschaften der EU durch.

Demnach verwendeten fast doppelt so viele Smartphone-Nutzer wie im Jahr zuvor ihr Gerät auch zum Scannen eines QR-Codes. In Deutschland lag die Steigerungsrate bei 128 %, in Spanien sogar bei 218 %. Insgesamt nutzte zwar erst knapp 1/5 aller deutschen Smartphone-User (18,6 %) QR-Codes, aber im europäischen Vergleich ist Deutschland damit Spitzenreiter.

In der Studie wurde außerdem ermittelt, welche Inhalte am häufigsten abgerufen werden. Den weitaus größten Posten stellten Produktinformationen dar, die über 70 % der Nutzer abfragen, gefolgt von Veranstaltungsinformationen mit rund 30 %. Überraschend hoch war mit 28,8 % der Anteil an QR-Codes, die von einem Desktop-PC abgescannt wurden. Mit gut 12 % lagen Visitenkarten oder Werbebroschüren an letzter Stelle.

Warum QR-Codes noch nicht überzeugend arbeiten

Obwohl hohe Steigerungsraten zu verzeichnen sind, stellen Smartphone-Nutzer, die QR-Codes verwenden, mit 14 % im europäischen Durchschnitt nach wie vor eine Minderheit dar. Die Gründe dafür sind vielfältig:

QR-Codes werden immer noch wenig sinnbringend eingesetzt

Zunächst einmal muss der Verbraucher erkennen, welchen Mehrwert er aus dem Abruf erhält. Ohne jeglichen Hinweis darauf wird natürlich auch kein Interesse erzeugt. Allein die Tatsache, dass ein QR-Code irgendwo abgebildet ist, weckt keine Neugier, die Ankündigung, ein Video schauen zu können oder an einem Gewinnspiel teilzunehmen, unter Umständen aber schon.

Viele Unternehmen verwenden QR-Codes nach dem Motto „weil es möglich und einfach ist“

Da kann es dann schon mal vorkommen, dass lediglich auf die „normale“ Webseite verlinkt wird, die auf dem kleinen Display eines Smartphones meist nicht optimal dargestellt wird.

Noch weniger sinnvoll ist, wenn es dem Nutzer überhaupt nicht möglich ist, einen QR-Code zu scannen, der etwa auf einem Werbeplakat angebracht ist, das man beispielsweise nur aus vorbeifahrenden Autos betrachten kann. Probleme ergeben sich auch, wenn für das Scannen des QR-Codes eine spezielle App benötigt wird.

Welcher Nutzer möchte sich schon die Mühe machen, die App vorher herunterzuladen? Da nützt häufig auch der Hinweis nichts mehr, was einen alles an Interessantem erwartet.

Einschätzung „Zukunftsletter” : Das Phänomen QR-Code ist medial zwar schon überall präsent. Bei der Mehrheit der Nutzer ist es allerdings (noch) nicht angekommen. Zu unklar ist momentan noch das Versprechen, das hinter der Technologie steht. Zu technologisch kommt QR daher – und geht zurzeit unter in einer Flut digitaler Neuerungen.

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