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Wearable Computing, Perspektivmarkt und neuer Plattform-Krieg

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Was kommt nach dem Smartphone? Gibt es eine Zukunft in der Konsumelektronik, die nicht unmittelbar von den intelligenten Telefonen abhängig ist? Wearable Computing ist bereits ein ausgewachsener Markt. Mehr darüber präsentiert Ihnen heute der „Zukunftsletter” .

Laut Juniper Research wurden auf dem Wearable-Computing-Markt im Jahr 2012 bereits rund 800 Millionen US-Dollar verdient Bis 2014, so die Prognose der Forscher, werden sich die Umsätze verdoppeln.

Der Markt für Devices in Kleidungsstücken, mit deren Hilfe Apps gestartet werden können, wird laut Juniper von 18 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2013 auf 170 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren anwachsen.

Beispiele für tragbare Computer sind Armbanduhren, die ständig den Puls messen, Brillen, deren Innenseiten als Bildschirm dienen, oder Kleidungsstücke, in die elektronische Hilfsmittel zur Kommunikation und Musikwiedergabe eingearbeitet sind.

Wearable Computing, in den 1990er und 2000er Jahren oft Gegenstand von futuristischen Fantasien, wird sich ab 2020 als Massenmarkt etablieren.

Elektronische Geräte, die den Nutzer in beruflichen Situationen (Rotes Kreuz etc.) unterstützen und ein Patienten-Monitoring ermöglichen, gibt es schon länger.

Wearable Computing - Einsatzgebiete

Die Gerätegeneration, die jetzt mit Macht auf die Weltmärkte drängt, wird in den folgenden Situationen zum Einsatz kommen:

  • als Leistungskontrolle beim Sport (Nike plus, FitBit etc.),
  • als Alltagsnavigator bzw. als miniaturisiertes Smartphone (Bezahlen durch Abscannen einer iWatch),
  • als (muss man das noch erwähnen?) Erweiterung der Social- Media-Kanäle,
  • als Monitoring-Instrument bei Gesundheit und Pflege,
  • als nächster Sprung ("Was kommt nach der Wii?") auf dem Gaming-Markt.

Google Glass hat die Diskussion um Wearable Computing neu entfacht. Allerdings hat die verfrühte Ankündigung der Datenbrille (aus Marketing-Sicht wie aus ethischer Perspektive) wenig Konstruktives bewirkt: "Werden wir jetzt endgültig als datengesteuerte Aliens durch unsere Großstadtwelten irren?"

Offene Forschungsfragen zu Wearable Computing, die in den kommenden Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit gelöst werden, sind:

  • Kontexterkennung. Ein Wearable-Computing-System soll möglichst viele explizite Benutzereingaben durch eine automatische Erkennung des Benutzerkontexts ersetzen, beispielsweise den aktuellen Aufenthaltsort durch die Verwendung von Ortungssystemen.
  • Komplexes Verhalten interpretieren. Beispielsweise sollte ein Navigationssystem in der Lage sein, unterschiedliche Routen für einen Touristen oder einen Geschäftsreisenden zu empfehlen, und möglichst ohne eine explizite Konfiguration durch den Benutzer erkennen, ob er im Moment als Tourist oder Geschäftsreisender unterwegs ist.
  • Benutzerakzeptanz. Marktführer und Pioniere werden vor allem diese Fragen beantworten müssen: Ist die Verwendung eines Wearable-Computers, insbesondere seiner sichtbaren Benutzungsschnittstellen, im sozialen Kontext akzeptiert? Entsprechen die Vorteile, die durch die Verwendung eines Wearable Computers erreicht werden, den dadurch entstehenden Nachteilen (Kosten, Aussehen, Aufwand für das An- und Ablegen)?

Wachstumstreiber im Wearable Computing

Die Branchen, die diesen Wachstumssprung vor allem antreiben werden, sind natürlich die Konsumelektronik, der Fitness- und Gesundheitsmarkt sowie der Markt der mobilen Zahlungssysteme.

Die größten Sprünge werden zunächst auf den reifen Märkten in Nordamerika und Europa zu beobachten sein, Asien und Indien werden aber mit hoher Geschwindigkeit nachfolgen.

Die wichtigsten Unternehmen

Samsung hat seine neue Computer-Uhr "Galaxy Gear" am 9. September in Berlin im Rahmen der IFA vorgestellt. Mit dem Handgelenk-Computer (Bluetooth, NFC, Kamera, Bewegungssensoren, Lautsprecher) kommen die Südkoreaner den Apple-Technikern zuvor, die wohl im Frühjahr 2014 ihre iWatch vorlegen werden.

Die Uhren werden den Mobile-Markt allein jedoch nicht revolutionieren. Sie zielen auf die jüngere Lifestyle-Gemeinde speziell in den Gadget-verrückten asiatischen Märkten.

Google möchte unser Leben, das wird mantramäßig von Larry Page verkündet, perfekter machen. Doch Google hat in den vergangenen Monaten mit seiner technoiden Sicht auf zukünftige Lebenswelten viele Kommunikationsfehler gemacht. Der Technogigant aus Mountain View wird aufgrund seiner offenen Plattform und der mittlerweile gigantischen Android-Verbreitung zweifellos in der ersten Reihe sitzen, wenn es drum geht, Wearable Computing massenmarktfähig zu machen.

FitBit: Das amerikanische Start-up entwickelt höchst erfolgreich Armbänder sowie andere Wearables für den Fitness- und Gesundheitssektor. FitBit erhielt gerade wieder eine kräftige Finanzspritze in Höhe von 43 Millionen US-Dollar.

In den USA läuft der Markt der Fitness-Gadgets allmählich heiß. Zu den Investoren gehören Qualcomm Ventures und SAP Ventures. FitBit möchte global aggressiv wachsen und expandiert gerade in Richtung Südostasien. In den USA war das neue FitBit-Flex-Armband vorübergehend ausverkauft.

Sony hat 1979 den Walkman erfunden – Wearable Computing. Die Japaner gehörten in den 2000er Jahren jedoch eindeutig zu den Innovationsverlierern. Lange Zeit hat sich Sony mit einer SmartWatch beschäftigt und sie im vergangenen Jahr auch auf den Markt gebracht. Der hübsche Minicomputer lässt sich via Bluetooth mit Android-Handys synchronisieren, sodass vom Handgelenk aus Facebook-Likes verteilt, E-Mails beantwortet oder Termine abgerufen werden können.

Technologisch ist das bislang nur ein Zwischenschritt, aber Sony hat weitere Entwicklungen angekündigt.

Dekko: Das US-Unternehmen aus Soma/San Francisco ist auf Augmented-Reality-Anwendungen spezialisiert. Für Google Glass hat es wichtige Entwicklungen geliefert. Dekko möchte den Alltag mit Sensoren und Bildschirmen pflastern: "Nano- Tattoos" an der Schlafzimmerwand informieren direkt nach dem Wachwerden über den Blutzuckerspiegel, wenn man mit dem Handgelenk an der Wand entlangstreicht usw. – in den kommenden Monaten ein interessanter Übernahmekandidat.

Apple hat sich sehr früh und mit entscheidenden Technologien an der Entwicklung des Nike-plus-Laufcomputers beteiligt. Alle erwarten von den Visionären aus Cupertino das Next Big Thing – und das könnte tatsächlich die iWatch sein. Apple gerät immer mehr unter Druck: Von keinem Unternehmen wird mehr erwartet, was bahnbrechende Innovationen angeht, wie von Apple. Doch die Kreativitätsmaschinerie stockt. Wearable Computing beispielsweise in Form einer iWatch könnte ein Befreiungsschlag sein.

Trendbriefing:

Die Technikgiganten bereiten sich auf die nächste große Welle vor. Wir gehen deshalb von einer beschleunigten Entwicklung aus, da sich die Wearables tatsächlich als nächste Schlüsselplattform – nach oder ergänzend zu den mobilen Endgeräten – abzeichnen.

Gerade hat ein Unternehmen wie Facebook (Nokia und Sony natürlich auch) erfahren müssen, welche Schieflagen entstehen können, wenn ein Großtrend wie das mobile Internet (fast) verschlafen wird. Der Innovations- und Patentwettstreit um die Zukunftsplattformen der Wearables hat längst begonnen – und das wird die technologische Entwicklung in den kommenden Monaten extrem beschleunigen.

Der Trend zu Augmented Reality (die Vermischung von realer und virtueller Welt) wird Wearable Computing ebenfalls antreiben. Das, was Google Glass als Quantensprung offeriert, nämlich die Erweiterung unserer Alltagswelt (Blick durch die Brille) durch Informationen (ergänzende Infos auf der Brille), wird Wearable Computing entscheidend antreiben. Wer in fünf Jahren durch eine fremde Stadt geht, wird über seine Datenbrille oder seine iWatch auf das günstigste Hotel in der Gegend oder das beste Restaurant im Umkreis aufmerksam gemacht und kann sofort einchecken. Eine neue Konsumwelt, ein neuer Zukunftsmarkt wird am Horizont sichtbar.

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