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Zukunft des Handels: Diese 3 Schlüsseltrends geben den Ton an

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E-Commerce ist für den Kunden zur Normalität geworden. Statt im Kaufhaus oder im „Laden um die Ecke“ versorgen sich immer mehr Menschen im Internet mit Schuhen, Büchern und sogar mit Lebensmitteln. Der Trend zeigt weiter steil nach oben.

Dr. Eike Wenzel zeigt in einem aktuellen Report, wohin die Reise bis 2020 geht. Werden wir die Handelslandschaft 2020 überhaupt noch wiedererkennen? Oder wird alles anders?

Hat der einheimische stationäre Handel überhaupt noch eine Chance? Und welche der Player im Online-Handel werden den Ton angeben?

Dr. Wenzel stellt Ihnen 3 Schlüsseltrends vor, die diesen Markt in den kommenden Jahren bestimmen werden.

„Der elektronische Marktplatz wird unsere Kultur ebenso verändern wie Gutenbergs Druckerpresse die Welt des Mittelalters“ (Bill Gates). Was sich immer mehr herausstellt: Das Internet ist eher ein digitales Kaufhaus als eine bloße Abspielbasis von digitaler Werbung. 85 % der Europäer und 83 % der Nordamerikaner kaufen mittlerweile online ein. E-Commerce ist zur Normalität geworden.

In den Jahren 2006 und 2007 setzte sich das Internet in der westlichen Welt als Einkaufskanal durch. Die Webseiten ließen sich einfacher nutzen, und die Hürden, im weltweiten Netz sein Geld auszugeben, sanken deutlich. Das Internet wurde immer mehr zu Social Media, die weltweiten Nutzerzahlen stiegen rasant und aus einem Informationsmedium wurde ein globaler Mitmach-Kanal.

Seit gut einem Jahr erleben wir nun die nächste Häutung des WWW: Aus der Preismaschine Internet entwickelt sich eine komplett neue Handelslandschaft.

2011: Über 26 Milliarden Euro in deutschen Online-Shops

Im Jahr 2011 gaben die Deutschen nach Schätzungen des Handelsverbands Deutschland über 26 Milliarden Euro in Online-Shops aus. Der Verkauf im Internet wächst im Vorjahresvergleich um über 10 %, der in den Läden dagegen nur um 2 %. Fast 3/4 des Marktvolumens wurden von Anbietern erwirtschaftet, die nicht aus dem klassischen Versandhandel kommen: Online-Shops stationärer Händler (Umsatzanteil am Internethandel 31,3 %), Internet-Pure-Player (31 %) und Web-Shops von Herstellern (10,9 %).

Studien zeigen: Die Zukunft liegt im Mehrkanal-Geschäft

In einer Studie der Unternehmensberatung Accenture und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) wird deutlich, dass die E-Commerce-Zukunft im Mehrkanal- Geschäft besteht: Während der stationäre Handel bis ins Jahr 2015 dramatische 13 % am gesamten Nonfood-Markt (Handel ohne Lebensmittel) verliert, wachsen die Umsätze im Mehrkanalgeschäft um 78 % auf einen Gesamtmarktanteil von 16,9 %.

Die Unternehmen, die in Zukunft die stärksten Akzente setzen werden

Amazon: vom Buchhändler zum Pure-Player zum Hardware-Schwergewicht

Ohne Amazon ist der weltweite E-Commerce-Markt nicht vorstellbar. Amazons Hauptmärkte sind nach wie vor die USA und Europa. Höhere Kosten und Investitionen wie der Kauf des Industrieroboter-Spezialisten Kiva Systems haben so gut wie den ganzen Überschuss aufgezehrt.

Gerüchte über ein weiteres Hardware-Projekt nach dem erfolgreichen Kindle machen die Runde. Der Boom auf dem weltweiten E-Book-Markt ist nicht zuletzt auf das aggressive Marketing von Amazon zurückzuführen.

In den USA besitzt mittlerweile jeder Fünfte einen E-Book-Reader, der Marktanteil der digitalen Bücher am US-Buchmarkt kletterte auf 15 %. Amazon erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 48 Milliarden US-Dollar (2010: 34,2 Mrd.).

eBay: E-Commerce-Pionier, Akquise-Genie, Handelsrevolutionär

eBay ist sicherlich das E-Commerce-Unternehmen mit den größten Perspektiven. Das virtuelle amerikanische Auktionshaus wurde 1995 gegründet, es ist einer der Pioniere des digitalen Einkaufens.

Weltweit verfügt eBay seit dem 2. Quartal 2012 über 104,8 Millionen aktive Nutzer, was einem Zuwachs von 8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Darüber hinaus hat das digitale Auktionshaus durch den Kauf von PayPal sicheres Trendgespür bewiesen.

Die Entwicklungen auf dem M-Payment-Markt (Bezahlen mit dem Smartphone) werden die Bedeutung von PayPal für eBay in den kommenden Jahren noch erhöhen. PayPal wird spätestens im Jahr 2014 für mehr als 50 % der Gesamtumsätze sorgen.

eBay beschäftigt weltweit 27.700 Mitarbeiter und hat im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 11,6 Milliarden US-Dollar erzielt (2010: 9,1 Mrd.).

Dangdang: das Amazon aus dem Reich der Mitte

Dangdang (Chinas größter Online-Buchhändler) gilt als das chinesische Amazon. Nachdem sich im chinesischen E-Commerce-Markt im Jahr 2012 eine Konsolidierung andeutet, könnte Dangdang zu den Gewinnern dieser Konsolidierung gehören.

Um sein Produktangebot weiter auszubauen, ging das Unternehmen zuletzt eine Partnerschaft mit Gome, einem der größten Elektronikhändler in China, ein.

Im April 2012 hat Dangdang zudem den Verkauf von Bekleidung mit einer eigenen Modemarke gestartet. Dangdang hofft indes, nicht nur Textilwaren, sondern künftig auch Haushaltsprodukte unter der Handelsmarke Dangdang anbieten zu können. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 556,5 Millionen US-Dollar (2010: 353,4 Mio.).

Neben dem Internethandel ist Dangdang kürzlich auch in das Hardware-Geschäft eingestiegen und brachte einen eigenen E-Book-Reader auf den Markt.

MercadoLibre: moderner E-Commerce auf einem umkämpften Markt

MercadoLibre ist ein argentinisches Unternehmen, das 1999 in Buenos Aires gegründet wurde. Es unterhält seine E-Commerce-Plattformen mittlerweile in ganz Südamerika. Mit Lösungen für E-Payment ist MercadoLibre ebenfalls gestartet – das Unternehmen bietet seine Technologie in Argentinien, Brasilien, Mexiko, Venezuela, Chile und Kolumbien an.

2011 kletterte die Zahl der registrierten Nutzer auf der MercadoLibre-Plattform um 23 % auf 62 Millionen. Ernsthafte Gefahr von Amazon könnte dem argentinischen Portal dann drohen, wenn der US-Online-Riese nicht nur – wie bislang – Bücher und CDs, sondern noch weitere Unterhaltungselektronik verkauft.

Vor mehr als einem halben Jahr hat MercadoLibre mit iMeLibre eine iPhone-App auf den Markt gebracht, mit der iPhone- Nutzer von ihrem Telefon aus die MercadoLibre-Plattform durchstöbern können. Zurzeit hat noch nicht einmal 1/3 der lateinamerikanischen Bevölkerung Zugang zum Internet, was das langfristige Potenzial von MercadoLibre aufzeigt. MercadoLibre setzte im Geschäftsjahr 2011 298,9 Millionen US-Dollar (2010: 216,7 Mio.) um.

Die 3 Schlüsseltrends, die Sie auf diesem Zukunftsmarkt beachten müssen

1. M-Commerce trägt die nächste E-Commerce-Welle

Bei mobilen E-Commerce-Anwendungen zeigt der IBM-Index seit einiger Zeit klar nach oben. Der Marktanteil des mobilen E-Commerce über Smartphone oder Tablet-Computer lag im 2. Quartal 2012 bei 15,1 %.

Anbieter, die sich nicht auf den mobilen Boom einstellen, werden in den kommenden Jahren den Anschluss verlieren.

2. Facebook-Commerce wird die digitale Einkaufswelt vorläufig nicht auf den Kopf stellen

In den Jahren 2010 und 2011 schien kein Weg daran vorbeizuführen, dass Facebook das Rennen beim anbrechenden E-Commerce-Hype macht. Doch davon ist Marc Zuckerberg weiter denn je entfernt. Der groß angekündigte „F-Commerce“ findet vorläufig nicht statt.

Insgesamt haben Social-Commerce-Anwendungen in den USA bereits eine erste deutliche Abkühlung hinter sich. Aus dem IBM-Online-Retail-Index wird deutlich, dass elektronisches Einkaufen über Social-Media-Kanäle in 2012 kaum über die 1-%-Marke hinauskam.

3. E-Commerce als Mehrkanalstrategie ist ein Muss

... wenn der klassische Handel überleben will, denn die geschickte Verknüpfung von Online- und Offline-Angebot sorgt für zusätzliche Einnahmen. Studienergebnisse des Kölner Instituts für Handelsforschung (IfH) zeigen, dass sich Mehrkanal-Effekte sowohl auf den Online- als auch auf den Offline-Handel positiv auswirken.

Vor allem der stationäre Handel profitiere vom Kanal-Mix und damit von Kunden, die sich zunächst im Internet informieren und dann vor Ort kaufen. Diese Online-Offline- Wechselwirkungen brachten laut IfH 2011 in Deutschland einen Umsatz von knapp 16 Milliarden Euro, wovon der größte Teil auf Käufe im stationären Handel entfiel.

Einschätzung des „Zukunftsletter” : Kaufhof, MediaMarkt & Co. sind fast ausnahmslos zu spät in den E-Commerce und speziell in den Mehrkanal-Trend eingestiegen. Ob sie künftig Pure-Playern wie Amazon und Zalando gewachsen sind, ist höchst fraglich. Fest steht, dass die E-Commerce-Revolution den Handel in den kommenden Jahren auf den Kopf stellen wird.

Und angesichts der Erfolgsgeschichte des digitalen Shoppings muss man sich immer ernster fragen, was aus dem einheimischen, mittelständischen Handel in 2, 5 oder 10 Jahren wird. Speziell im Modesegment gibt es bescheidene E-Commerce-Chancen für mittelständische Unternehmen, wenn diese sich endlich bewusst machen, dass das Internet wunderbar für regionales, kundennahes Marketing genutzt werden kann.

Ob dafür allerdings große Webshops lanciert werden sollten, ist fraglich. Preiskriege mit den Amazons, Daily-Deals der Shopping-Clubs, riesiger Versandaufwand und enorme Rücksendequoten (bei Zalando 50 %) sprechen dafür, von dem großen Sprung ins digitale Abenteuer abzuraten

Über Dr. Eike Wenzel

Dr. Eike Wenzel ist Gründer und Leiter des Instituts für Trend- und Zukunftsforschung (ITZ) und Chefredakteur des Zukunftsletters. Das ITZ ist deutschlandweit das erste und einzige Trendforschungsinstitut, das Teil einer Hochschule ist ( www.zukunftpassiert.de ).

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