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Niemals fremde Fotos ohne Nutzungserlaubnis verwenden

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Von Astrid Engel,

Wenn Sie fremde Fotos verwenden, ohne dass Ihnen der Urheber die Nutzungserlaubnis gegeben hat, kann es für Sie teuer werden. Sie müssen die Fotos entfernen und mit Schadensersatzansprüchen rechnen.

Es ist ganz leicht, an gute Fotos zu kommen: Sie suchen sie im Internet, klicken sie an und fügen sie mit "copy & paste" in Ihre Vorlage ein. So bebildern Sie Ihre Internet-Seiten und Werbemittel, ohne dass es einen einzigen Cent kostet - denken Sie? Falsch! Solches Vorgehen kann sogar extrem teuer für Sie werden.

Jedes Foto unterliegt dem Urheberschutz nach dem Urheberrechtgesetz (UrhG) - unabhängig davon, ob es einen Copyright-Vermerk trägt. Hat es eine bestimmte "Schöpfungstiefe", ist es als Lichtbildwerk bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers geschützt (§ 64 UrhG).

Ist es "nur" eine Abbildung, die jeder knipsen könnte, gilt der Schutz immerhin bis 50 Jahre nach dem Tod des Urhebers (§ 72 Abs. 3 UrhG). Nur sehr alte Fotos dürfen Sie also frei nutzen - was sich in der Praxis aber selten anbieten wird.

Geschützte Fotos dürfen Sie ohne Einwilligung des Urhebers oder seiner Erben nicht verwenden. Das gilt auch dann, wenn Sie ein Foto geringfügig bearbeiten, das ursprüngliche Bild aber noch klar zu erkennen ist (§ 23 UrhG). Nur durch eine starke Verfremdung machen Sie daraus ein neues Werk, für das Sie dann selbst der Urheber sind (§ 24 UrhG).

Nutzungserlaubnis schriftlich geben lassen

Wenn Sie also ein fremdes Foto finden, das Sie unbedingt verwenden möchten, fragen Sie den Urheber - schriftlich - um Nutzungserlaubnis. Lesen Sie die Bedingungen, die Sie dabei genannt bekommen, genau. Bestimmte Verwendungsarten können in der Nutzungserlaubnis ausgeschlossen sein (z. B. "erlaubt wird die private, nicht die gewerbliche Nutzung" - dann dürfen Sie das Foto in der Werbung oder Pressearbeit nicht verwenden!).

Unerlaubt verwendete Fotos müssen Sie beseitigen

Verstöße gegen das Urheberrecht sind häufig - da müssen Sie sich nur einmal in bekannten Internet-Auktionshäusern umschauen. Wegen der Masse der Fälle werden sie auch gewiss nicht alle verfolgt. Sie müssen aber damit rechnen, belangt zu werden, wenn Sie Fotos ohne Nutzungserlaubnis veröffentlichen (das gilt übrigens gleichermaßen für andere urheberrechtlich geschützte Werke wie Abbildungen, Skizzen, Straßenkarten und Texte auch). Die Folgen sind dann sehr unangenehm: Der Urheber hat einen Beseitigungsanspruch gegen Sie. Er kann z. B. verlangen, dass Sie das Bild aus dem Internet entfernen oder die Werbemittel, die es ziert, einstampfen.

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Damit Sie die künftige Verbreitung unterlassen, wird er Ihre Unterschrift unter eine "strafbewehrte Unterlassungserklärung" fordern. Weigern Sie sich, kann die Sache vor Gericht landen; unterschreiben Sie und halten sich nicht daran, haben Sie die vereinbarte Vertragsstrafe zu zahlen (und Sie können sich sicher sein, dass man Sie deshalb im Auge behalten wird).

Schadensersatz bei Veröffentlichung ohne Nutzungserlaubnis

Der Urheber kann für die unerlaubte Nutzung zudem Schadenersatz verlangen. Bei Fotos wird der üblicherweise danach berechnet, welches Honorar für eine Nutzungserlaubnis angemessen gewesen wäre. Als Richtwert dienen z. B. die Sätze der Mittelstandsgemeinschaft Fotomarketing (MFM), die nach Art des Bildes und der Dauer/Häufigkeit der Verwendung mehrere Hundert Euro erreichen. Hinzu kommt ggf. noch "Schmerzensgeld". Schließlich wird der Urheber die Abmahnung, in der er all das von Ihnen fordert, einem Anwalt überlassen - dessen Kosten Sie dann auch noch zu tragen haben.

Wer mit Vorsatz und in großem Stil gegen Urheberrechte verstößt, dem drohen sogar strafrechtliche Konsequenzen (Geld- oder Freiheitsstrafe).

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