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Nutzungsrechte: Wie Sie Ärger mit Fotos vermeiden

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Dass es so einiges in Sachen Nutzungsrecht zu beachten gibt, wenn Sie Fotos professioneller Fotografen verwenden, konnten Sie in der letzten Ausgabe lesen. Doch auch dann, wenn Sie Fotos aus Internet-Bildkatalogen verwenden oder eigene Fotos schießen, lauern rechtliche Fallen. Welche das sind und wie Sie diese vermeiden, zeigen die Experten von Werbepraxis aktuell auf.


Bildeinkauf im Web.
Sie bedienen sich in einem der zahlreichen Bildkataloge, die kostenloses Bildmaterial anbieten. Sie laden ein Bild herunter und setzen es in Ihrer Website ein. Außerdem haben Sie - wie gefordert - den Link auf den Fotografen gesetzt. Trotzdem erhalten Sie wenige Tage später eine verärgerte E-Mail mit der Aufforderung, das Bild sofort zu erntfernen. Beigelegt wurde Ihnen auch eine Kostenrechnung. Was ist passiert?
Sie haben im Kleingedruckten übersehen, dass der Fotograf den Einsatz für kommerzielle oder gewerbliche Zwecke ausgeschlossen hat. Das Foto ist demnach für Privatleute kostenfrei verwendbar, nicht aber für Unternehmen.
Selbst geschossene Bilder. Ist das nicht eine super Idee? Wer seine Bilder selbst schießt, die hübsche Sekretärin als Model verpflichtet und sie die neue Modekollektion vorführen lässt, dürfte doch aus dem Schneider sein - oder?
Leider nicht. Denn die Schöne wurde vor dem Porsche des Firmeninhabers abgelichtet. Kaum sind die Modekataloge gedruckt und verteilt, da flattert Ihnen ein Brief des Autoherstellers ins Haus. Mit Hinweis auf das Urheberrecht an den Fahrzeugen dürfen Sie die selbst geschossenen Bilder mit dem Porsche nicht für Ihre Werbung einsetzen.
Die einzige Ausnahme: Wollen Sie das Produkt - also den Porsche - selbst verkaufen, dürfen Sie ein Foto für Werbezwecke machen - allerdings eben nicht, um damit den Absatz anderer Produkte zu fördern.
Kunstwerke fotografieren. Sie möchten Modelle vor dem Trevi-Brunnen fotografieren und mit diesen Fotos eine Anzeigenserie gestalten? Das dürfen Sie! Weil es sich bei dem größten Brunnen Roms um ein „bleibendes Kunstwerk“ handelt.
Hat ein Künstler aber nur für einen vorübergehenden Zeitraum einen Platz gestaltet, ist Vorsicht angesagt! Denn „nichtbleibende Kunstwerke“ dürfen Sie zwar für Ihre eigene Sammlung fotografieren - die Rechte an den Bildern, z. B. vom verpackten Reichstag, liegen ausschließlich beim Künstler Christo.
Fotos von Innenräumen. Für das Fotografieren in Innenräumen benötigen Sie stets eine Erlaubnis - auch wenn es sich um öffentliche Gebäude wie Museen, Bahnhöfe, Flughäfen handelt!
Beispiel: Der Produktmanager ist von der Messe in Frankfurt zurück und hat Ihnen eine super Aufnahme vom Stand mitgebracht. Darauf sind ein paar begeisterte Besucher zu sehen, die Ihre Produkte mit großer Freude in Augenschein nehmen. Dürfen Sie diese Aufnahmen für Ihre nächste Werbekampagne nutzen?
Antwort: Das kommt darauf an. Zählen Sie die Personen mal durch. Sind mehr als drei Personen auf dem Bild? Dann ist es okay. Sind es weniger als drei, müssen Sie die abgelichteten Personen um ihre Erlaubnis zur Veröffentlichung vorab fragen. (Bitte Erlaubnis auch schriftlich erteilen lassen.)
Auch hier gibt es Ausnahmen - wenn eine Person nur als Hintergrund oder Beiwerk und kaum erkennbar abgelichtet wird. Oder wenn es sich bei der Person um eine/n Prominente/n handelt. Allerdings darf auch diese prominente Person nicht im Vordergrund stehen. Sie können sicher sein, dass sich Paris Hilton auf Ihrem Messestand nur gegen Bares ablichten lässt.·
Tipp: Verwenden Sie bekannte Bauwerke als Hintergrund für Ihre Fotos. Verlegen Sie die Aufnahmen Ihres Foto-Shootings ins Freie und lassen Sie Ihre Models z. B. vor dem Brandenburger Tor posieren. Denn die Ablichtung von fremden Gebäuden - ganz gleich, ob es sich um Bauwerke oder Privatgebäude handelt - ist erlaubt.
Nicht erlaubt wäre es allerdings, wenn Sie diese Privatgebäude durch Hecken „schießen“ oder mit dem Teleobjektiv heranzoomen - das wäre ein Einblick in die geschützte Privatsphäre.

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