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5 Tipps, wie Sie den richtigen Social-Media-Berater finden

4.5 2 Beurteilungen
Social-Media
Urheber: Rawpixel.com | Fotolia

Von Bettina Steffen,

Wie immer, wenn es Berufsbezeichnungen gibt, die nicht geschützt sind, müssen Auftraggeber besonders aufmerksam hinsehen. Jeder – aber wirklich jeder – darf sich Social-Media-Berater nennen und auf Kundenfang gehen. Doch ein schickes Facebook-Profil und das Beherrschen des Social-Media-Kauderwelsches ersetzen keine Qualifikation. Wir nennen Ihnen fünf Kriterien, auf die Sie achten sollten.

1. Das persönliche Auftreten

Noch bevor Sie sich Gedanken über weitere Kriterien bei der Auswahl Ihres künftigen Social-Media-Beraters machen, sollten Sie zunächst sein Auftreten analysieren:

  • Ist Ihnen die betreffende Person sympathisch?
  • Tritt der Berater insgesamt selbstbewusst auf, ohne dabei aber überheblich zu sein?
  • Besitzt er die Fähigkeit, anderen zuzuhören? 
  • Kann er Sachverhalte erläutern, auch ohne mit Social-Media-Jargon um sich zu werfen?  
  • Kann er überzeugend argumentieren?

Die Wichtigkeit dieser Kriterien wird meist unterschätzt. Doch dabei sind sie unverzichtbar. Denn in vielen Unternehmen muss der Social-Media-Berater nicht nur die Geschäftsleitung, sondern auch zahlreiche Mitarbeiter überzeugen und in die Projekte einbinden. Das gelingt nur, wenn das persönliche Auftreten stimmt.

2. Der berufliche Werdegang

Social-Media-Berater gibt es erst seit wenigen Jahren. Da stellt sich die Frage: gen dieser Generation passen. Was hat der Social-Media-Berater vorher gemacht? Zu den Pluspunkten im Lebenslauf eines Social-Media-Beraters gehören:

  • Eine Ausbildung oder ein Studiengang mit Bezug zu Kommunikation, Marketing, PR, Werbung,
  • berufliche Erfahrungen in der Konzeption und Ausarbeitung von Kommunikationsmaßnahmen.

3. Arbeisproben und Referenzen

Ihr Social-Media-Berater sollte Erfolge nachweisen können. Deshalb ist es wichtig, sich anzusehen, welche Projekte er bislang bereits durchgeführt hat.

  • Wie lange arbeitet der mögliche Auftragnehmer bereits im Bereich social?
  • Kann der Social-Media-Berater Arbeitsproben (zu tatsächlich realisierten) Projekten vorweisen?
  • Passen die Arbeitsproben zu den Bedürfnissen Ihres Unternehmens?
  • Wie war der Erfolg der durchgeführten Projekte? (Achten Sie vor allem darauf, dass die vorgetragenen Erfolge durch Kennzahlen belegt werden.)
  • Ist es möglich, persönliche Referenzen einzuholen (bei den bisherigen Auftraggebern)?
  • Verfügt der Berater selbst über Social-Media-Profile?
  • Sind diese aktuell und gut vernetzt? Was sagen andere im Web über ihn?
  • Welche Kommentare finden sich im Web zu Ihrem potenziellen Auftragnehmer?

 

4. Angebotsprofil

Welche Leistungen kann Ihr künftiger Social-Media-Berater anbieten und welche davon benötigen Sie für Ihr Unternehmen überhaupt? Hier ist eine Auswahl möglicher Beratungs- und Durchführungsleistungen, die für Ihr Unternehmen relevant sein könnten:

  • Darstellen von verschiedenen Social-Media-Kanälen und Bewerten der Chancen und Risiken, die sich für Ihr Unternehmen daraus ergeben
  • Einführung von Social Media in Ihr Unternehmen (Definition und Einführung von Prozessen, Schulung Ihrer Mitarbeiter, Erarbeitung von Social-Media-Guidelines usw.)
  • Einführung von Social-Media-Controlling, Auswahl, Bewertung von Kennziffern, Erfolgsanalysen
  • Einsatz von Social-Media-Monitoring für Ihr Unternehmen oder zur Marktbeobachtung und Wettbewerberanalyse
  • Konzeption und Gestaltung von Social-Media-Aktivitäten
  • Spezialkenntnisse im Personalmarketing, also Social-Media-Eisatz zur Gewinnung qualifizierter Bewerber
  • Betreiben eines oder mehrerer Social-Media-Kanäle durch tägliches Posting, Austausch mit Followern, Kundenservice etc.
  • Konzeption, Durchführung und Bewertungeinzelner Social-Media-Maßnahmen (Gewinnspiele, Customer-Service, Öffentlichkeitsarbeit/Blogger-Relations, Kampagnen usw.)
  • Technisches und inhaltliches Überprüfen bereits vorhandener oder geplanter Social-Media-Aktivitäten

5. Angebot und Honorar

Zu guter Letzt: Holen Sie die Angebote mehrerer potenzieller Auftragnehmer ein. Stellen Sie die Kostenfrage nicht in den Vordergrund. Es bringt Ihnen wenig, einen Anbieter zu wählen, der zwar sehr günstig ist, aber letztendlich Ihre Erwartungen nicht erfüllt oder aber das Angebot zu knapp kalkuliert hat und plötzlich für jede Kleinigkeit Geld sehen will.

Wichtiger ist eine Analyse, wie diese Angebote aufgebaut sind, welche Leistungen darin enthalten sind und wie exakt diese beschrieben werden:

  • Ist das Angebot leicht verständlich und für Sie plausibel nachvollziehbar?
  • Entsprechen Umfang und Art der angebotenen Leistungen genau dem, was Sie für Ihr Unternehmen suchen?
  • Enthalten die angebotenen Leistungen auch alles, was zur erfolgreichen Ausführung des Auftrages notwendig ist?
  • Werden die Gesamtkosten klar ersichtlich (Abrechnung als Projektpauschale) oder sind diese nur schwer erkennbar (Abrechnung von Stundensätzen)?

Fazit

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um Informationen über einen möglichen Social-Media-Berater einzuholen und diese zu bewerten. Achten Sie darauf, dass das "Gesamtpaket" passt. Nicht ein Kriterium allein entscheidet; persönliche Sympathie, Erfahrung, Leistung und Kosten müssen stimmen.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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