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Sind AdWords-Anzeigen unwirksam?

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Eine groß angelegte Studie von eBay in den USA endete im vergangenen Jahr mit der Feststellung, dass das Online-Auktionshaus wohl auf die bezahlten Anzeigen neben den Google-Suchtreffern, die so genannten AdWords-Anzeigen, verzichten kann. Eine Wirksamkeit konnte nicht festgestellt werden.

Die Ergebnisse sind verblüffend, decken sich aber mit der Erfahrung zahlreicher AdWords-Werbetreibender auch im deutschsprachigen Raum. AdWords-Anzeigen bringen nicht immer Wirkung. Das Online-Auktionshaus eBay hat sich mit seiner eigenen Forschungsabteilung in einer breiten Feldstudie mit der Anzeigenwerbung beschäftigt. Dabei wurden zahlreiche Kampagnen gestartet und in einem festgelegten Zeitraum untersucht.

Ergebnis 1: Keywords-Werbung mit dem eigenen Namen ist sinnlos

Nahezu jedes Unternehmen verknüpft den eigenen Markennamen mit der AdWords-Werbung. Doch der Nutzen ist nicht vorhanden: Tippt ein Nutzer den Markennamen ein, kennt er das Unternehmen bereits und muss womöglich nur die Website-Adresse der Firma recherchieren.

Die wird ihm aber bereits in den kostenlosen organischen Suchtreffern angezeigt. Kostenlose organische Suchtreffer und die bezahlten AdWords-Anzeigen stehen nun bei der Anzeige der Suchtreffer nebeneinander. Klickt der Surfer auf die bezahlte Suchanzeige, werden völlig unnötige Kosten für den Klick fällig.

Die „WerbePraxis aktuell” -Empfehlung: Verzichten Sie darauf, den eigenen Marken-, Unternehmens- oder Produktnamen als Keyword für Ihre AdWords-Anzeigen einzubauen. Ein Nutzer, der diese Namen kennt, wird über die kostenlosen organischen Suchtreffer zu Ihnen finden.

Ergebnis 2: Auch andere AdWords-Anzeigen zeigen keine Wirkung

Im von eBay durchgeführten Test waren auch die anderen AdWords-Anzeigen, die keinen Markennamen enthielten, wirkungslos. Um deren Effekt zu messen, hatte eBay für ein zufällig ausgewähltes Drittel der USA die Keyword-Werbung zwei Monate lang gestoppt. Der Effekt auf den Traffic und daraus resultierende Einnahmen war äußerst gering. Laut eBay steht er in keinem Verhältnis zu den anfallenden Kosten. Von einem für die Werbung ausgegebenen Dollar flossen gerade mal 25 Cent zurück – was einen Verlust von 75 Cent bedeutet.

Empfehlung: Wagen Sie den Test wie eBay und stoppen Sie wenn möglich nur für bestimmte Regionen Ihre AdWords-Werbung für vier Wochen. Stellen Sie dann keinen oder nur einen geringen Umsatzrückgang fest, sind auch bei Ihnen die AdWords-Anzeigen ohne Effekt. Können Sie auf AdWords-Anzeigen verzichten? Unternehmen, die eine gute Platzierung bei den Suchtreffern erreichen, können möglicherweise auf die bezahlte Werbung verzichten. Sie werden ohnehin auf den vorderen Plätzen der Suchtreffer angezeigt und damit mühelos gefunden.

Das sind zum Beispiel:

  • Unternehmen, die bereits eine gewisse Markenbekanntheit haben,
  • Unternehmen, die eine gute Suchmaschinenoptimierung für Ihre Website betreiben.

Unverzichtbar ist AdWords-Werbung für Unternehmen, wenn zum Beispiel:

  • aufgrund einer Neugründung, einer neuen Website oder eines Website-Umzugs noch keine gute Platzierung in den organischen Suchtreffern erreicht werden kann. neue Produkte eingeführt werden und diese noch nicht in den organischen Suchtreffern platziert werden können.
  • Kampagnen gestartet werden sollen, mit denen auf neue Keywords gesetzt wird, etwa durch Segmentierung des Marktes, Erschließung neuer Zielgruppen oder Gründung neuer Standorte.


Fazit: AdWords-Werbung ist immer dann überflüssig, wenn Sie mit einem Keyword bereits gut in den organischen Suchtreffern platziert sind. Doch es gibt zahlreiche andere Fälle, in denen zu AdWords-Werbung geraten werden muss. Vor allem immer dann, wenn neue Produkte oder Marken mit einer Keyword-Strategie im Netz blitzschnell auffindbar gemacht werden sollen.

Wie bereits eingangs erwähnt, sieht das neue Urteil des Europäischen Gerichtshofs vor, dass Google Einträge Einträge aus den Suchergebnissen löschen muss. Das ist allerdings nicht so einfach - es gilt, eine ganze Reihe von Dingen zu beachten.

Welche das sind, zeigt Google auf einer Website auf, auf der sich auch der Löschantrag befindet. Sie finden ihn unter support.google.com/legal/contact/lr_eudpa

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