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So umschiffen Sie alle Klippen bei Social-Media-Kontakten mit Minderjährigen

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Facebook erleichtert die Ansprache der jüngeren Zielgruppe – denkt man. Denn natürlich achtet der Gesetzgeber nach wie vor streng auf die Einhaltung einiger Bestimmungen und Vorschriften zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.

Wir haben für Sie die wichtigsten Bestimmungen zusammengetragen, damit Sie bei diesem sensiblen Thema auf der sicheren Seite sind, wenn Sie Kontakt mit der Zielgruppe U 18 aufnehmen.

Kontaktdaten direkt vom Jugendlichen

Wenn Sie vom Jugendlichen selbst dessen Kontaktdaten einholen, müssen Sie umfangreiche Vorgaben beachten: Erklären Sie genau,

  • welches Unternehmen die Angaben haben möchte,
  • zu welchem Zweck Sie die Daten erheben,
  • wie Sie diese verarbeiten und verwenden wollen.

Und natürlich müssen Sie den Jugendlichen auch darüber informieren, dass er der Anfrage widersprechen kann. Sowohl das Verständnis der Informationen als auch das Recht zum Widerspruch setzen eine gewisse Reife voraus, die Sie erst bei älteren Jugendlichen annehmen können. Damit ist gemeint, dass der Jugendliche versteht, welche Folgen es haben kann, wenn er seine Kontaktdaten preisgibt.

Diese Einsichtsfähigkeit können Sie in der Regel erst bei Jugendlichen ab 15 oder 16 Jahren voraussetzen. Sprechen Sie jüngere Zielgruppen an, sollten Sie auf alle Fälle auch die Einwilligung der Eltern einholen. Nur dann sind Sie bei Minderjährigen rechtlich abgesichert.

Gewinnung von Kontaktdaten über Dritte

Noch heikler ist es, wenn Sie über Dritte an die Kontaktdaten der Jugendlichen gelangen wollen. Versuchen Sie es über Bekannte und Freunde, verstoßen Sie gegen die Vorschrift, dass Kontaktdaten nur bei dem Betroffenen selbst zu erheben sind. Und zudem verstoßen Sie noch gegen das Wettbewerbsrecht.

Nicht weniger heikel ist es, wenn Sie versuchen, über die Eltern an die Kontaktdaten des Jugendlichen zu gelangen. Schnell können Sie hier wegen unzumutbarer Belästigung belangt werden, wenn der Jugendliche nicht selbst auch in die Kontaktaufnahme durch Ihr Unternehmen eingewilligt hat.

Persönliche Daten über Gewinnspiele und Registrierungen

Sie wollen die Kontaktdaten der Jugendlichen nutzen, die Sie über ein Preisausschreiben, ein Gewinnspiel oder die Registrierung beispielsweise durch ein Online-Spiel gewinnen wollen? Dann fordern Sie unbedingt direkt die explizite Einwilligung und das Einverständnis zur Kontaktaufnahme ein, damit Sie rechtlich auf der sicheren Seite sind. Lassen Sie sich Einwilligung und Einverständnis in jedem Fall schriftlich geben und bewahren Sie beides auf, um die Rechtmäßigkeit Ihres Handelns zu belegen.

Haben Sie das versäumt, müssen Sie die Kontaktdaten nach dem Preisausschreiben löschen beziehungsweise auf eine weitere Nutzung verzichten.

Praxis-Tipp: Auch wenn Sie nicht dazu verpflichtet sind, die Daten zu löschen, würde ich Ihnen sehr dringend dazu raten. Denn allzu schnell geraten die Adressen in die Hände von Unbefugten. Oder aber auch von unbedarften Mitarbeitern, die nicht wissen, wie heikel die Nutzung ist, und deshalb diese Daten mit positiver Absicht in den Adress-Pool für das nächste Mailing einpflegen.

Adressen aus frei zugänglichen Quellen

Über die Schülerzeitung oder den lokalen Sportverein erhalten Sie möglicherweise frei zugängliche Kontaktdaten der Jugendlichen: in der Schülerzeitung durch das Impressum oder die Namen unter den Artikeln, auf der Website des Sportvereins über die Zusammenstellung der Mannschaft. Eigentlich können Sie diese Daten nutzen – solange es sich um die Postadresse handelt.

Für die Kontaktaufnahme per E-Mail oder Telefon brauchen Sie unbedingt die explizite Einwilligung.

Achtung: Und auch bei einer Kontaktaufnahme per Post droht Ihnen Ärger, wenn schutzwürdige Interessen der Jugendlichen durch Ihre Briefsendung verletzt werden. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie für eine Partnerschaftsbörse werben möchten.

Fazit: Ist es schon heikel, die Kontaktdaten von Erwachsenen zu nutzen, so sollten Sie bei Jugendlichen nochmals besondere Vorsicht walten lassen. Auch, weil Jugendliche großzügiger ihre Daten weitergeben. Sichern Sie sich in jedem Fall durch das schriftliche Einverständnis ab.

Wenn Sie die Einwilligung online einholen, müssen Sie sicherstellen, dass sie eindeutig und bewusst gegeben wurde. Daher sollten Sie diese Passage hervorheben – sei es durch Fettung und/oder eine farbliche Gestaltung. Protokollieren Sie die Einwilligung, damit Sie sie auf Wunsch jederzeit vorlegen können.

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