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Preisgarantien in der Werbung: Tiefstpreisgarantie - Wie Sie richtig werben

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In Zeiten harten Wettbewerbs ist der Preis noch immer das entscheidende Kriterium für den Kunden. Damit er überzeugt wird und vor allem nicht weiter sucht und vergleicht, bietet man ihm so genannte Preisgarantien. Hier lauern aber Fallstricke, die Sie umgehen müssen:

Das OLG Bremen (Az: 2 U 94/03) hatte sich z. B. aktuell mit folgender Werbung zu befassen:

Tiefstpreisgarantie
"Trotz riesiger Auswahl haben wir die tiefsten Preise der Region. Sollten Sie trotzdem eines unserer Angebote innerhalb von 14 Tagen bei gleicher Leistung woanders günstiger sehen, erstatten wir den Differenzbetrag. Garantiert."

Das gefiel dem Kläger nicht, der in den Behauptungen eine Diskriminierung der Wettbewerber sah. Die "tiefsten Preise“ stellten eine unzulässige Alleinstellungsbehauptung dar. Dem folgte das OLG Bremen jedoch nicht.

Der Gesamtzusammenhang der Werbeaussage lasse eindeutig erkennen, dass der Werbende es für möglich halte, dass ein Mitbewerber preisgünstiger anbiete. Hier half dem Werbenden also der Hinweis im Folgesatz. Dass er nur die Differenz zum Preis eines billigeren Anbieters gewähren wolle zeige, dass die Verfügungsbeklagte sich nur in die Reihe der billigsten Anbieter einordnen, diese jedoch nicht unterbieten wolle. Erst hierdurch lag formell keine Alleinstellungswerbung mehr vor.

Zwar ist eine Alleinstellungswerbung grundsätzlich irreführend, wenn sie nicht wahr ist. Doch wird nicht durch jede Verwendung von Superlativen automatisch die Vorstellung von einer Alleinstellung des Werbenden hervorgerufen.

7 Tipps für Ihre Preisgarantien

  1. Wenn Sie mit einer Preisgarantie werben, müssen Sie auch dazu stehen. Denn sonst wäre die Werbung irreführend und unzulässig.
  2. Sie dürfen und müssen Ihre Garantie und die Bedingungen für die Inanspruchnahme deutlich formulieren und präzisieren.
  3. Der Kunde muss zum Beispiel regelmäßig nachweisen, dass er das gleiche Produkt preisgünstiger gesehen hat.
  4. Üblich und zulässig sind Befristungen. Setzen Sie eine klar berechenbare angemessene Frist, innerhalb derer der Kunde die Garantie in Anspruch nehmen kann ("innerhalb von 14 Tagen nach Kauf“). Zu kurze Fristen, z. B. weniger als 5 Tage, wären unangemessen.
  5. Irreführend wäre es, wenn Sie den Alleinvertrieb eines Produkts hätten und mit einer Preisgarantie werben. Dann kann es naturgemäß keinen anderen Preis geben. In diesen Fällen ist eine Preisgarantie verboten.
  6. Verlangen Sie keine unangemessenen Nachweise von Kunden, etwa schriftliche Bestätigungen des Konkurrenten, oder dass der Kunde die Ware beim Wettbewerber erst kaufen muss. Händlername und Anschrift müssen genügen.
  7. Vorsicht bei den Formulierungen. Das angesprochene Urteil zeigt, dass man besser nicht versucht, seine Konkurrenten im Preis zu unterbieten. Dies könnte einem den Vorwurf des Vernichtungswettbewerbs einbringen.




Mehr zu den Themen Preisgarantie und Werberecht finden Sie iin werbePraxis aktuell .

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