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Den Kunden zu überzeugen ist in mancher Munde eine Königsdisziplin. Mit den richtigen Handwerkszeug jedoch schneller umgesetzt als gedacht.

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Schreibblockaden überwinden: Kreativitätstechniken, die Texte frischer wirken lassen

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Als PR-Verantwortlicher müssen Sie oft originell sein: Da sollen Konzepte entwickelt und Kampagnen kreiert werden.

In der Gruppe Ideen zu entwickeln ist leicht. Sicher kennen Sie aber auch die Situation, in der Sie allein am Schreibtisch sitzen, aus vertrauten Themen etwas Neues, Aufregendes, Überzeugendes machen wollen und gedanklich völlig blockiert sind.

Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre Schreibblockade mit frischen Ideen durchbrechen und im Umgang mit der Sprache wieder kreativ werden.

Die wenigsten von uns arbeiten in durchgestylten Kreativagenturen, in denen die Ideen wie von selbst sprudeln.

Auch wenn Sie am immer gleichen Schreibtisch werkeln und auf eine stetig leere Wand blicken, können Sie durch eine Kreativecke / einen Sitzplatzwechsel Ihr schöpferisches Potenzial aktivieren.

Perspektivenwechsel

  • Ändern Sie bewusst Ihre Blickrichtung:
  • Setzen Sie sich einfach mal genau andersherum an den Schreibtisch, oder tauschen Sie mit Ihrem Gegenüber den Platz.
  • Gehen Sie in die Cafeteria, auf den Balkon / die Terrasse, auf eine Bank in der Natur – und lassen Sie in der neuen Umgebung Ihre Gedanken schweifen.

Kreativecke: Lassen Sie Ihren Ideen freien Lauf

  • Nutzen Sie eine leere Wand als Pinnwand und bestücken Sie diese mit bunten Karten, Urlaubsfotos, gesammelten Blättern, Papier aus verschiedenen Farben, bunten Textilien und so weiter. Lassen Sie bei einer Schreibblockade Ihren Blick darauf ruhen – und Ihre Fantasie wird angeregt.

Formatwechsel

  • Ungewohntes regt an, auch in der Form der Erarbeitung:
  • Nutzen Sie nicht immer das gleiche Blattformat, um Ihren Text aufs Papier zu bringen. Sondern denken und arbeiten Sie in anderen Dimensionen wie DIN A3 oder noch größer.
  • Beschreiben Sie Ihrem Kollegen Ihr Thema. Allein durch das Aussprechen der Gedanken verschaffen Sie sich Klarheit.
  • Visualisieren Sie Ihre Informationen, indem Sie sie malen: Wie zeichnen Sie Mobilität, Düfte, Wärme? Skizzieren Sie doch Elemente Ihres nächsten Artikels – sei es als Porträt, in Form eines Kommentars oder Berichts.
  • Schreiben Sie sich alle Fragen auf, die Ihnen zu Ihrem Thema durch den Kopf gehen. Danach beantworten Sie diese mit wenigen Worten. Halten Sie die Antworten auf einem neuen Blatt Papier fest. Wenn nötig, bringen Sie den Text noch in eine andere Reihenfolge.

Tipp: Wo immer Sie hingehen: Nehmen Sie Block und Stift oder Diktafon mit.

Denn: Bekanntermaßen kommen viele der besten Ideen unterwegs. So kann dann nichts mehr verloren gehen.

Ihre Textbausteine – nutzen Sie umschreibende Adjektive

Sie müssen immer wieder aus einem ähnlichen Fundus an Textbausteinen und Themen schöpfen?

Dann machen Sie sich eine Liste mit Schlagwörtern und Adjektiven, die Ihr Markenspektrum umschreiben. So nutzen Sie nicht immer die gleichen Formulierungen.

Kaufen Sie sich spezielle Zeitungen/ Zeitschriften und gehen Sie darin auf Wörterfang.

Welche Wörter umschreiben welche Themen?

  • für Kindermarken: zauberhaft, fröhlich, drollig, spielerisch, empfindsam, humorvoll
  • für Einrichtungsmarken: kosmopolitisch, wohnlich, kuschelig, mondän, edel, weich, anschmiegsam, natürlich, sinnlich
  • für Hightech-Produkte: stark, innovativ, gesundheitsfördernd, mobil, rasant

Wie klingen die Wörter in Ihren Ohren? Sind sie dunkel oder hell, hart oder weich?

Allein die Anordnung der Buchstaben kann bei Wörtern gleicher Bedeutung unterschiedliche Emotionen bei uns auslösen. Nutzen Sie dieses Potenzial.

Ihre 4 Top-Start-Techniken für originelle Texte

Diese 4 Möglichkeiten helfen Ihnen, auch bei bestens vertrauten Themen immer wieder neue, kreative Texte zu schreiben:

1. Finger-Technik

Dauer: 2 Minuten

Gut für: Texte, bei denen es darum geht, zentrale Botschaften auf den Punkt zu vermitteln. Diese Methode hilft Ihnen dabei, die Kernaussagen im Blick zu behalten.

Vorgehensweise: Die Finger-Technik orientiert sich an der Zahl unserer Finger. Schreiben Sie die 5 Kernaussagen, die Sie mit dem Text vermitteln wollen, auf jeweils ein rundes Blatt Papier.

Kleben Sie die 5 Blätter Ihnen gegenüber an die Wand. So haben Sie beim Texten ebendiese 5 wichtigsten Punkte immer vor Augen.

2. Clustering – Begriff aufschlüsseln

Dauer: circa 5 Minuten clustern und 10 Minuten schreiben

Gut für: Pressemeldungen, Kurzartikel, Beiträge zu einem eindimensionalen Thema

Vorgehensweise:

  1. Schreiben Sie in die Mitte eines Blattes ein Wort, beispielsweise das Hauptthema Ihres Artikels: „Teilzeitmodelle“. Umkreisen Sie dieses.
  2. Nun notieren Sie rund um diesen Kreis alle Vokabeln, die Ihnen zu diesem Thema in den Sinn kommen, egal, ob es sich um Substantive, Verben oder Adjektive handelt.
  3. Verbinden Sie diese Begriffe mit dem Wort Teilzeitmodelle.
  4. Gedanken, die Sie mit den Begriffen (beispielsweise Unternehmen) assoziieren, verbinden Sie mit diesen, nicht mit dem Wort Teilzeitmodelle. Beispiel: Teilzeitmodelle – Unternehmen – Homeoffice

Was passiert?
Wir aktivieren sowohl unser bewusstes als auch unser unbewusstes Wissen.

Durch das Clustern setzen wir einen automatischen Schreibvorgang in Gang, ohne die Ergebnisse zu bewerten.

Das Ergebnis: Es entsteht eine Gedankenkette aus Begriffen, die Ihnen hilft, Ihr Thema aufzuschlüsseln.

Sie beinhaltet Ansätze, den Inhalt aufzurollen, an die Sie bisher nicht gedacht haben. Sie bringen Ihre eigenen Erfahrungen und Gefühle in die Thematik ein.

Schreiben:

  • Lassen Sie die Assoziationskette auf sich wirken.
  • Nutzen Sie eine Aussage, die Sie zum 1. Satz anregt. Schreiben Sie ihn auf.
  • Formulieren Sie Ihren Text weiter, indem Sie die Begriffe im Cluster nutzen. Es müssen am Ende nicht alle verbraucht sein.
  • Checken Sie nach 10 Minuten, ob alle Aspekte aufgegriffen sind und Ihr Text rund ist.

3. Mindmapping (Weiterentwicklung des Clustering)

Dauer: 15 bis 20 Minuten

Gut für: Planung nicht aktueller Artikel, Fachartikel, Sonderseiten, Imagebroschüren, Aktionen für Ostern, Weihnachten, Jubiläen

Vorgehensweise:

  • Im Mittelpunkt steht Ihr Thema / Ihre Aufgabenstellung als Begriff. Dieser wird als Kernpunkt eingekreist.
  • Ergänzen Sie Ihre Assoziationen zu dieser Thematik, indem Sie sie als Äste mit Ihrem Kernthema verbinden.
  • Die Äste sind die Hauptgedanken, die ohne große Überlegung hinzugefügt werden.
  • Diese werden weiter verästelt, in dem Sie Gedanken aufschreiben, die Ihnen bei den Hauptbegriffen in den Sinn kommen (Zweige).
  • Dabei müssen Sie nicht systematisch vorgehen, sondern können überall dort anknüpfen, wo Ihnen ein Begriff einfällt.
  • Später können Sie immer noch einzelne Zweige oder Äste miteinander verbinden oder neu strukturieren.
  • Lassen Sie die Gedankenkarte ruhen, und fügen Sie ein paar Tage später weitere Ideen hinzu.

Strukturierung:

  • durch Ausrichtung im Uhrzeigersinn (mit Nummern, Farben, Symbolen)
  • durch Priorisierung nach Lieblingsideen (mit Nummern und Farben)
  • durch nähere Untersuchung von Teilaspekten: Sie nehmen sich einen Ast vor und bewerten diesen beispielsweise nach schnell umsetzbaren, effizienten, kostengünstigen Ideen.

Was passiert?
Bei der Gedankenkarte verschmilzt bildhahaftes Denken (rechte Gehirnhälfte) mit analytischem Denken (linke Gehirnhälfte).

Das Ergebnis: Sie erhalten eine strukturierte Gedankenkarte mit allen Ideen, die Sie dann für Ihr spezielles Projekt zu Papier bringen können.

Schreiben: Für einen Fachartikel haben Sie nun alle Hauptaspekte, die Sie als einzelne Abschnitte beleuchten können.

Die verschiedenen Zweige dienen Ihnen wieder als Fixpunkte, an denen Sie sich inhaltlich orientieren können.

4. Bisoziation – Arbeit mit Bildern

Dauer: mindestens 5 Minuten (und bis Ihnen keine Ideen mehr einfallen)

Gut für: Pressemeldungen, Kurzartikel (in Mitarbeiter- und Kundenmagazinen), Beiträge zu einem eindimensionalen Thema

Vorgehensweise:

  • Formulieren Sie Ihr Thema in einer Frage – so präzise wie möglich, beispielsweise: Wie kann ich meine Schreibblockade durchbrechen?
  • Nehmen Sie nun ein beliebiges Bild und lassen Sie sich davon inspirieren.
  • Bringen Sie es mit Ihrer Frage in Verbindung: Welche Lösungen sehe ich zu meiner Aufgabe in diesem Bild?
  • Schreiben Sie ohne Einschränkung alles auf, was Ihnen in den Kopf kommt.
  • Notieren Sie dabei vor allem die Details im Bild, auch Formen und Farben, Bildkompositionen, leere Flächen.
  • Bewerten Sie nun kritisch: Welche Ideen bergen Potenzial oder interessante Ansätze? Welche Lösungen möchten Sie umsetzen?
  • Clustern Sie diese, zum Beispiel so: originelle Lösungen, rasche Umsetzungsmöglichkeiten der Ideen, sehr gute Praktikabilität, preiswert.
  • Halten Sie Ihre Lösung(en) in wenigen Sätzen auf Papier fest.

Was passiert?
Bisoziation ermöglicht eine rasche Aktivierung des eigenen Kreativpotenzials. Das führt auch dazu, dass die individuelle Sprache bildhafter und lebendiger wird.

Sie trainieren damit gleichzeitig auch Ihre Ausdrucksfähigkeit. Das kommt Ihnen wieder bei anderen Aufgaben zugute.

Das Ergebnis: Indem Sie bewusst ein Bild mit Ihrem Thema verbinden, erhalten Sie neue, kreative Lösungsansätze. Bisoziation gelingt wirklich mit jeder Abbildung.

Schreiben: Wenn Sie Ihr Bild anhand Ihrer Fragestellung „analysiert“ haben, nutzen Sie das Aufgeschriebene, um nun einen kleinen Text zu formulieren (ähnlich wie beim Clustering).

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