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Mitarbeiterführung: Stellen Sie Ihre Auszubildenden zufrieden und profitieren Sie selbst

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Arbeitsrecht Mitarbeiterfuehrung Azubis

Von Günter Stein,

Ein harmonisches und leistungsorientiertes Ausbildungsverhältnis ist dadurch gekennzeichnet, dass die Bedürfnisse des Ausbildungsbetriebes mit denen der Auszubildenden in Einklang gebracht werden. Welches aber sind die Bedürfnisse der Auszubildenden, von denen auch Sie profitieren?

Wenden Sie die Bedürfnispyramide nach Abraham Maslow auf die Ausbildung in Ihrem Unternehmen an, werden Sie zahlreiche Anhaltspunkte finden. Nach Maslow sind die menschlichen Bedürfnisse hierarchisch geordnet. Von der untersten Bedürfnisebene angefangen ist der Mensch bestrebt, immer höhere Bedürfnisziele zu erreichen.

1. Die physischen Grundbedürfnisse - auch für Sie höchste Priorität

Gerade Auszubildenden müssen Sie ein Arbeitsumfeld bieten, in dem sie sich sicher und ohne gesundheitsschädigende Einflüsse bewegen können. Ist das nicht der Fall, wird es nicht nur an Leistungsbereitschaft fehlen. Sie kommen nämlich zudem mit dem Gesetz in Konflikt, wenn bereits hier Defizite sichtbar sind.

Checkliste - Berücksichtigen Sie die Grundbedürfnisse Ihrer Auszubildenden in ausreichendem Maße?Jazum TeilNein
Die Ausbildungsplätze sind sicher eingerichtet, damit Unfälle vermieden werden können.   
Ihre Auszubildenden wurden über Gefahrenquellen in Ihrem Unternehmen belehrt.   
Die Pausenregelungen (Zeiten und Räumlichkeiten) entsprechen der Gesetzgebung (bei Minderjährigen beachten Sie das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)).   
Es ist sichergestellt, dass Auszubildende vor allem bei warmer Witterung ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen können.   
An den Ausbildungsplätzen gibt es ausreichend natürliches Licht und frische Luft.   
Die den Auszubildenden jederzeit zur Verfügung stehende Toilettenanlage wird regelmäßig gereinigt.   

Ihr Nutzen: Nur wenn Sie in obiger Checkliste ausschließlich das „Ja“ ankreuzen können, bestehen keine elementaren Mängel in Ihrem Unternehmen. Damit sind Ihre Auszubildenden vor Gefährdungen geschützt, Sie selbst geraten nicht mit den Gesetzen in Konflikt und der Ruf Ihres Unternehmens bleibt gewahrt.

2. Die Sicherheitsbedürfnisse - Informationen sind das A und O

Neben dem Bedürfnis nach physischer Unversehrtheit werden Auszubildende schnell auch nach beruflicher und sozialer Sicherheit streben. Dabei steht die Frage nach ihrer Zukunft im Ausbildungsunternehmen häufig im Vordergrund.

Checkliste - Berücksichtigen Sie die sozialen Sicherheitsbedürfnisse Ihrer Auszubildenden?Jazum TeilNein
Wird die Ausbildungsvergütung immer pünktlich überwiesen?   
Wissen Ihre Auszubildenden, wo sie welche Hilfe erwarten können?   
Besteht Transparenz darüber, wie die Leistung der Auszubildenden beurteilt wird?   
Kennen die Azubis die Anforderungen an den Ausbildungsberuf und wissen dadurch in etwa, was in den einzelnen Ausbildungsabteilungen auf sie zukommt?   
Teilen Sie Ihren Auszubildenden alle wichtigen Informationen mit, die beispielsweise von der Kammer kommen (z. B. Prüfungstermine)?   
Erfahren Ihre Auszubildenden rechtzeitig, ob eine Übernahmechance nach der Ausbildung besteht?   
Falls eine Übernahmemöglichkeit besteht: Informieren Sie Ihre Azubis rechtzeitig, wo sie später eingesetzt werden sollen?   
Falls keine Übernahmemöglichkeit besteht: Reicht der Zeitraum bis Ausbildungsende für Ihre Azubis aus, um sich für eine Beschäftigung im Anschluss an die Ausbildung zu bewerben?   

Ihr Nutzen: Nur wenn Sie Ihren Auszubildenden ausreichend Sicherheit und Informationen geben, werden diese sich ausreichend auf ihre tägliche Ausbildung konzentrieren können. Das betrifft neben den Informationen zur täglichen Arbeit im Unternehmen besonders auch die Perspektive nach der Ausbildung. Die Praxis zeigt, dass Auszubildende, die auch im letzten Lehrjahr noch nicht wissen, was sie nach der Lehre erwartet, in ihrer Leistungsbereitschaft und -fähigkeit nachlassen. Fordern Sie als Ausbildungsverantwortlicher die notwendigen Informationen zur Personalplanung daher rechtzeitig ein, um den Auszubildenden Sicherheit zu geben, die sich in gesteigerter – oder zumindest gleich bleibend guter – Leistung niederschlagen wird.

3. Die sozialen Bedürfnisse - Während der Ausbildung muss es auch menscheln.

Nur die wenigsten Menschen fühlen sich in einem Arbeitsumfeld ohne bzw. mit wenigen sozialen Kontakten wohl. Gerade wenn junge Menschen direkt von der Schulbank in den betrieblichen Alltag wechseln, sind sie darauf angewiesen, mit anderen zu kommunizieren. Das gilt sowohl zwischen den Hierarchieebenen als auch auf einer Ebene.

Checkliste - Berücksichtigen Sie die sozialen Bedürfnisse Ihrer Auszubildenden?Jazum TeilNein
Haben Ihre Auszubildenden Ansprechpartner in Ausbildungsfragen?   
Gibt es Personen, mit denen sich die Auszubildenden bei Problemen informell austauschen können (z. B. auch Auszubildende untereinander)?   
Kommen Ihre Azubis vielleicht auch gelegentlich mit einem Abteilungsleiter/Geschäftsführer ins Gespräch (z. B. zum Ende einer wichtigen Ausbildungsphase)?   
Sind Ihre Auszubildenden in gemeinsame betriebliche Aktivitäten (Betriebsausflug, Weihnachtsfeier, Sport) voll und mit gleichen Rechten integriert?   
Gibt es gemeinsame Azubi-Events (Projektgruppen), ggf. ohne Beteiligung eines Ausbilders, in denen man sich zwanglos austauschen kann?   

Ihr Nutzen: Fühlen sich Ihre Auszubildenden wohl, dann bindet sie das verhältnismäßig stark an Ihr Unternehmen. Das wird in den anstehenden Zeiten des Mangels an qualifizierten Fachkräften immer wichtiger. Sie erreichen einen hohen Wohlfühlfaktor nicht ausschließlich, aber auch dadurch, dass sich Ihre Auszubildenden in ausreichendem Maße austauschen können. Sorgen Sie daher für soziale Kontakte innerhalb Ihres Unternehmens.

4. Die Bedürfnisse nach Anerkennung - Ihre pädagogischen Fähigkeiten sind gefragt

Wer „gut“ oder gar „sehr gut“ arbeitet, möchte das auch zu hören bekommen. Leistung ohne eine entsprechende Anerkennung durch Lob bzw. eine gute Beurteilung hält in der Regel nicht lange an. Denken Sie daran, dass das aus zwei Gründen ganz besonders für Auszubildende gilt:

  1. Sie „sammeln“ gute Noten, Beurteilungen und andere Formen der Anerkennung, um die Ausbildung möglichst gut abzuschließen.
  2. Über die Vergütung können Sie Ihre Anerkennung nur sehr begrenzt zum Ausdruck bringen, da sie weit unter der von „normalen“ Arbeitnehmern liegt.
Checkliste - Berücksichtigen Sie die Wertschätzungsbedürfnisse Ihrer Auszubildenden?Jazum TeilNein
Gibt es in Ihrem Unternehmen ein gerechtes Beurteilungssystem?   
Führen Sie selbst als Ausbildungsverantwortlicher motivierende Gespräche mit den Azubis, in denen Sie sich nicht scheuen, gute Leistungen hervorzuheben?   
Sind Ihre Fachausbilder so geschult, dass Ihnen die Wichtigkeit von Lob und Anerkennung bewusst ist?   
Erfahren Ihre Azubis auch von „normalen“ Kollegen ausreichend Achtung?   
Haben die besonders motivierten und begabten Auszubildenden die Möglichkeit, mehr Verantwortung und komplexe Aufgaben zu übernehmen?   

Ihr Nutzen: Auszubildende, die gute Leistungen bringen, sollten das von Ihnen und Ihrem Umfeld auch direkt erfahren. Sie werden in ihrer Arbeit bestätigt, wissen, dass sie auf dem richtigen Weg sind, und können neue Ziele anstreben, von denen Sie wiederum profitieren.

5. Die Bedürfnisse nach Selbstverwirklichung – Zeigen Sie, dass in Ihrem Ausbildungsbetrieb Besonderes steckt

Wer mehr bietet, als der Ausbildungsrahmenplan vorsieht, hebt sich von der Masse ab. Und er erreicht ein Optimum an Motivation bei seinen Auszubildenden.

Checkliste - Berücksichtigen Sie die Bedürfnisse nach Selbstverwirklichung Ihrer Auszubildenden?Jazum TeilNein
Übertragen Sie Auszubildenden von Zeit zu Zeit echte Verantwortung (Projekte, die ausschließlich von Azubis betreut werden, aber ohne Einschränkungen am Markt teilnehmen)?   
Können Ihre Auszubildenden Verbesserungsvorschläge einreichen, die ernsthaft auf Umsetzung geprüft werden?   
Sitzen Auszubildende – falls das Thema dies zulässt – mit am Tisch, wenn wichtige Entscheidungen getroffen werden?   

Ihr Nutzen: Nicht alle Auszubildenden werden die 5. Stufe der Bedürfnispyramide von Maslow erreichen. Ihren Besten sollten Sie die Chance dazu aber einräumen. So binden Sie sie emotional stärker an Ihr Unternehmen, denn Ihre Leistungsträger sind nach der Ausbildung bei anderen Unternehmen besonders begehrt und könnten abgeworben werden!

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