Aller Anfang ist schwer – duale Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

Am häufigsten wird in Deutschland die duale Ausbildung durchgeführt. Sie verknüpft theoretische und praktische Ausbildungselemente miteinander. Der Auszubildende wird somit „dual“ in Schule/Universität und Unternehmen ausgebildet. Die Ausbildungsdauer beläuft sich auf 2-3,5 Jahre.

So läuft die Ausbildung ab

Am Anfang der dualen Ausbildung müssen  Unternehmen und Auszubildende zunächst erst einmal zueinanderfinden. Dies geschieht meist über ein reguläres Bewerbungsverfahren, in dessen Rahmen Ihr Unternehmen den für Ihre Belange am geeignetsten Kandidaten auswählt und mit ihm einen Berufsausbildungsvertrag schließt.

Aufgabe Ihres Unternehmen ist es, dem Azubi nicht nur zu vermitteln, was er im gewählten Beruf können und wissen muss, sondern ihn auch praktisch in die Lage zu versetzen, den gewählten Beruf auszuüben.

Aufteilung in Betrieb und Berufsschule

Entweder ist Ihr Auszubildender 3-4 Tage in der Woche bei Ihnen im Betrieb und 1-2 Tage pro Woche in der Berufsschule oder der Berufsschulunterricht findet als Block über 2-6 Wochen statt.

In den meisten Ausbildungsberufen wird nach der Hälfte der Lehre eine Zwischenprüfung abgelegt, die Rückschlüsse auf den Ausbildungsstand geben soll. Am Ende jeder Ausbildung steht eine Abschlussprüfung an. Zu Ihren Pflichten als Arbeitgeber gehört es, den Auszubildenden auf diese vorzubereiten.

Welche Ausbildungsinhalte müssen Sie vermitteln

In der Anlage der Ausbildungsordnung findet sich der Ausbildungsrahmenplan, der die Basis jeder betrieblichen Lehre ist. Hier werden die Mindestanforderungen festgestellt, die jedem Azubi des entsprechenden Lehrberufs zu vermitteln sind.

Auf dieser Basis erstellen Sie als Unternehmen einen betrieblichen Ausbildungsplan, in dem Sie festlegen, welche Abteilungen, bzw. Stationen der Azubi für wie lange besucht. Wichtiger noch, hier legen Sie fest, welche Ausbildungsinhalte in welchem Bereich zu vermitteln sind.

Um einen Überblick zu erhalten, was der Azubi bereits absolviert und gelernt hat, ist dieser verpflichtet, ein Berichtsheft zu führen, in dem er wöchentlich niederschreibt, was in der Berufsschule behandelt wurde, was er in den Abteilungen gelernt hat und welche Aufgaben er erledigt hat.

Und hier endet die Ausbildung

Mit dem im Ausbildungsvertrag vereinbarten Ablauf der Ausbildungszeit endet das  Berufsausbildungsverhältnis. Bei vorzeitigem Bestehen der Abschlussprüfung ist dies bereits mit Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses der Fall.

Möchten Sie den Azubi nicht in ein festes Arbeitsverhältnis übernehmen, ist somit der Tag der bestandenen Abschlussprüfung der letzte Tag des Berufsausbildungsverhältnisses.

Fällt Ihr Azubi durch die Abschlussprüfung, sind Sie verpflichtet, ihn ein Jahr weiter zu beschäftigen und ihm auch seine Ausbildungsvergütung weiterzuzahlen.

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