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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und…

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Lohnsteuer: Wann Studiengebühren kein Entgelt sind

 

Von Günter Stein,

Von einer Teilzeitkraft, die sich beruflich fortbildet, kann Ihr Unternehmen nur profitieren. Doch Vorsicht: Übernehmen Sie für einen Mitarbeiter Studiengebühren, kann das bei einem Minijob zum Überschreiten der 400-€-Grenze führen.

Viele Beschäftigte absolvieren ein Studium im Rahmen ihrer Tätigkeit oder nebenher. Dann haben Sie die Möglichkeit, die dabei anfallenden Studiengebühren zu übernehmen, ohne dass dies zu Arbeitsentgelt führt, für das Sozialversicherung und Lohnsteuer fällig sind.

Worauf Sie dabei achten müssen, konkretisiert eine aktuelle Verwaltungsanweisung der Oberfinanzdirektion (OFD) Karlsruhe (vom 10.10.2007, AZ: S 2227/147 – St 146).

Ob Sie Ihre Leistung an Mitarbeiter als lohnsteuer- und damit auch beitragspflichtiges Arbeitsentgelt behandeln müssen oder nicht, richtet sich danach, ob diese Leistung im überwiegenden betrieblichen Interesse Ihres Unternehmens erfolgt (dann ist sie kein steuerpflichtiges Arbeitsentgelt).

Für Fortbildungskosten und Studiengebühren gilt dies ebenfalls.

Dementsprechend sind von Ihrem Betrieb übernommene Studiengebühren kein Arbeitsentgelt – und damit frei von Lohnsteuer und Abgaben zur Sozialversicherung –, wenn

  1. Ihr Unternehmen sich vertraglich zur Übernahme der Gebühren verpflichtet hat und
  2. der Student/Mitarbeiter zur Rückzahlung der Kosten verpflichtet ist, falls er das Unternehmen innerhalb von 2 Jahren nach Abschluss der Ausbildung auf eigenen Wunsch verlässt.

Im Übrigen liegt steuerpflichtiges Arbeitsentgelt vor, wenn ein fremdes Unternehmen berufliche Fort- bzw. Weiterbildungsleistungen auf Rechnung des Mitarbeiters erbringt und Ihr Unternehmen diese Kosten erstattet oder direkt begleicht.

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