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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und…

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Wann beim Arbeitseinsatz von Praktikanten Vollzeitvergütung droht

 

Von Günter Stein,

Dem folgenden Tipp liegt ein aktuelles Urteil zugrunde. Darum geht es:\n\nEinem Jugendlichen ohne abgeschlossene Berufsausbildung wurde eine Einstiegsqualifizierung zur Ausbildung als „Maurer/Betonbauer“ in Aussicht gestellt. Zuvor jedoch wurde er in dem Baubetrieb als Praktikant eingestellt und mit Hilfsarbeitertätigkeiten betraut. Für die insgesamt 240 geleisteten Arbeitsstunden erhielt er 300 Euro Praktikumsentgelt.Das Urteil:

Dem folgenden Tipp liegt ein aktuelles Urteil zugrunde. Darum geht es:

Einem Jugendlichen ohne abgeschlossene Berufsausbildung wurde eine Einstiegsqualifizierung zur Ausbildung als „Maurer/Betonbauer“ in Aussicht gestellt. Zuvor jedoch wurde er in dem Baubetrieb als Praktikant eingestellt und mit Hilfsarbeitertätigkeiten betraut. Für die insgesamt 240 geleisteten Arbeitsstunden erhielt er 300 Euro Praktikumsentgelt.

Als später die Ausbildung nicht zustande kam, verlangte der Jugendliche für die geleistete Arbeit den tariflichen Mindestlohn. Er sei nicht als Praktikant tätig geworden, sondern als normale Arbeitskraft. Dagegen wendete die Baufirma ein, es sei vertraglich ausdrücklich ein Praktikum vereinbart gewesen.

Das Urteil:

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz entschied zugunsten des Mitarbeiters. Es komme nicht auf die Vertragsbezeichnung, sondern auf den Lern- oder Ausbildungszweck der Beschäftigung an. Der Jugendliche war daher nicht als Praktikant, sondern als Arbeitnehmer tätig geworden, sodass er die geforderte Bezahlung beanspruchen kann (LAG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 18.06.2009, Az.: 10 Sa 137/09).

Der Ausbildungszweck muss überwiegen

Der Einsatz von Praktikanten ist im Idealfall für beide Seiten von Vorteil. Sie als Arbeitgeber können zukünftige Fachkräfte für Ihren Betrieb flexibel und kostengünstig testen. Und die Absolventen sammeln wichtige erste Berufserfahrungen.

Doch Vorsicht: Nur bei „echten“ Praktikanten ist die üblicherweise geringe Entlohnung gerechtfertigt. Da bei ihnen der Ausbildungszweck im Mittelpunkt steht, stellen sie noch keine vollwertige Arbeitskraft dar. Leistet ein Praktikant hingegen denselben Job wie ein normaler Vollzeitangestellter, müssen Sie ihn auch entsprechend bezahlen. Allein die Bezeichnung als „Praktikant“ im Beschäftigungsvertrag genügt nicht für die rechtliche Annahme eines Praktikantenverhältnisses!

Wichtig für Ihre korrekte Abrechnung:

Die Indizien für eine Beschäftigung als Praktikant

Folgende Punkte sollten Sie beim Einsatz in Ihrem Unternehmen beachten, damit der Mitarbeiter auch tatsächlich als echter Praktikant gilt:

  • Der Mitarbeiter wird während des Vertragszeitraums in allen Abteilungen eingesetzt und erhält einen breiten Einblick in die Abläufe Ihres Betriebs.
  • Ihrem Praktikanten stehen mehrere Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung.
  • Bei der Beschäftigung steht insgesamt die Ausbildung (z. B. Anleitung und Betreuung durch Vorgesetzte) und nicht das Arbeitsergebnis im Vordergrund.

Und nachdem dies nun geklärt ist, hier noch ein letzter Tipp für heute:


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