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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und…

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Wenn Ihre Mitarbeiter mehr Geld sehen wollen

 

Von Günter Stein,

Statt den Lohn zu erhöhen, tun Sie Ihren Mitarbeitern steuer- und beitragsfrei etwas Gutes. Eine interessante Möglichkeit stellt hier der so genannte kleine Rabattfreibetrag nach § 8 Abs. 2 Einkommensteuergesetz (EStG) dar. Demnach bleiben Sachbezüge (keine Geldleistungen!) für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steuer- und beitragsfrei, sofern ihr Wert insgesamt höchstens 44 € im Kalendermonat beträgt.

Wichtig hierbei: Sie dürfen nicht zu viel des Guten tun. Denn beim Überschreiten der 44-€-Grenze sind die Sachbezüge insgesamt steuer- und beitragspflichtig – nicht nur der übersteigende Betrag.

Was Sie im Rahmen der 44-€-Grenze gewähren können:

  • Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel zur privaten Nutzung
  • Kreditkarte zur privaten Nutzung
  • die Nutzung von Sportmöglichkeiten (z.B. angemieteter Sportplatz)
  • Belohnungsessen
  • Zinsersparnisse (Arbeitgeberdarlehen)
  • Warengutscheine (hier besonders beliebt: der Benzingutschein. Örtliche Tankstellen halten finanzamtsichere Vorlagen bereit.)

Was Sie zusätzlich gewähren können (also nicht auf die 44-€-Grenze angerechnet wird):

  • Sachbezüge, für die amtliche Sachbezugswerte oder Durchschnittswerte festgelegt wurden (z. B. Kantinenmahlzeiten, Firmenwagen)
  • Sachbezüge, die nach §§ 37b, 40 EstG pauschal versteuert werden (z. B. die beliebten Erholungsbeihilfen)
  • steuerfreie Sachbezüge (z. B. DienstHandy zur privaten Nutzung)
  • Aufmerksamkeiten (z. B. Geburtstagsgeschenk im Wert bis 40 €, Getränke zum Verzehr im Betrieb)
  • Personalrabatte (§ 8 Abs. 3 EStG)
  • Zukunftssicherungsleistungen

Machen Sie aus 44 € sogar 45,83 €!

Sachbezüge, die Sie Ihren Mitarbeitern im Rahmen des „kleinen Rabattfreibetrags“ gewähren, werden mit dem „um übliche Preisnachlässe geminderten üblichen Endpreis am Abgabeort“ bewertet. Aus Vereinfachungsgründen dürfen Sie auch mit 96 % des Endpreises rechnen (R 8.1 Abs. 3 LStR 2008). Im Ergebnis wird die 44-€-Grenze daher eingehalten, wenn der Endpreis des Sachbezugs bis zu 45,83 € beträgt.

TIPP: Diese Extras können Sie natürlich auch Ehepartnern oder Familienangehörigen zukommen lassen, die Sie ordnungsgemäß in Ihrem Unternehmen angestellt haben.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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