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Geschäftsführer-Bürgschaft: Was passiert nach der Abberufung?

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Von Sebastian Jördens,

Nicht nur Gesellschafter-Geschäftsführer, auch Fremdgeschäftsführer ohne Beteiligung an Ihrer GmbH übernehmen häufiger Bürgschaften als Sicherheiten für ihre GmbH. Vor allem in der Phase nach der GmbH-Gründung, in starken Wachstumsphasen, in denen die GmbH zusätzliches Kapital braucht oder in Phasen, in denen die GmbH mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, verlangen Geschäftspartner schonmal persönliche Sicherheiten von Gesellschaftern und Geschäftsführern.

Als Geschäftsführer übernehmen Sie Bürgschaften, um Ihrer GmbH zu helfen und damit auch Ihren eigenen Arbeitsplatz zu sichern. Aber was passiert, wenn Ihr Geschäftsführervertrag endet bzw. Sie als Geschäftsführer abberufen werden, bevor auch der Bürgschaftsvertrag ausläuft? Dann wollen Sie wohl kaum weiter das Risiko tragen, im Notfall finanziell für Ihre GmbH gerade stehen zu müssen.

Der Bundesgerichtshof hat aber entschieden, dass Geschäftsführer auf die Interessen von Gläubigern und Hauptschulder (GmbH) Rücksicht nehmen müssen. Einen Bürgschaftsvertrag können Sie als Bürge deshalb erst kündigen, wenn auch der Vertrag beendet werden kann, für den die Bürgschaft übernommen wurde (BGH, 20.7.2011, Az: XII ZR 155/09).

Beispiel: Eine GmbH hatte einen Mietvertrag abgeschlossen. Der Fremgeschäftsführer der GmbH übernahm dafür eine Bürgschaft. Als er vom Geschäftsführerposten abberufen wurde, kündigte er auch die Bürgschaft. Als Grund dafür gab er die Beendigung seiner Geschäftsführertätigkeit an. Eine Beendigung der Geschäftsführerstellung ist aber nach Ansicht des Bundesgerichtshofs ein persönliches Risiko des Bürgschaftsgebers und kein wichtiger Grund für eine vorzeitige Kündigung des Bürgschaftsvertrags.

Wann eine Kündigung der Bürgschaft doch möglich ist

Unbefristete Bürgschaften zur Sicherung von Dauerschuldverhältnissen – etwa bei Mietverträgen –, dürfen bei Vorliegen eines wichtigen Grundes vom Bürgen gegenüber dem Gläubiger gekündigt werden. Ein wichtiger Grund ist die erhebliche Verschlechterung der Vermögensverhältnisse des Hauptschuldners oder das Ausscheiden eines bürgenden Gesellschafters aus der GmbH. Die Kündigung gilt dann allerdings nur für die zukünftigen Verbindlichkeiten (BGH, 7.10.2002, Az: II ZR 74/00).

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