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Übertragener Urlaub kann nur befristet genommen werden

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Übertragener Urlaub kann nur befristet genommen werden

 

 

Im Regelfall müssen Mitarbeiter ihren Urlaub im selben Jahr nehmen, in dem der Anspruch darauf entsteht. Nur ausnahmsweise kann der Urlaub auf das Folgejahr übertragen werden, wenn es dafür persönliche Gründe des Mitarbeiters oder betriebliche Gründe gibt. Ein persönlicher Grund kann beispielsweise eine lange Krankheit sein.

Der übertragene Urlaubsanspruch wird dann behandelt wie Urlaub, der in dem Jahr neu genommen wurde. Folge: Nimmt der Mitarbeiter den übertragenen Urlaub nicht, obwohl es möglich wäre, verfällt der Urlaubsanspruch zum 31.12. (BAG, 9.8.2011, Az: 9 AZR 425/10).

Beispiel: Ein Mitarbeiter war über mehrere Jahre arbeitsunfähig krank. Mitte des Jahres nahm er seine Arbeit wieder auf. Bis dahin hatte er 120 Tage Urlaubsanspruch gesammelt. 30 Tage davon nahm er im selben Jahr. Der Rest verfiel zum Jahresende. Denn es gab keine dringenden Gründe für eine weitere Übertragung des Urlaubs.

 

 

Wann Urlaub auf das Folgejahr übertragen werden muss

In diesen Fällen müssen Sie Urlaubsansprüche von Mitarbeitern Ihrer GmbH auf das nächste Jahr übertragen:

  • Ein Mitarbeiter konnte seinen Urlaub aus dringenden betrieblichen oder persönlichen Gründen nicht nehmen. In diesem Fall kann der Urlaub bis 31.3. des Folgejahres beantragt und genommen werden (§ 7 Abs. 3 BUrlG).
  • Wenn ein Mitarbeiter Ihrer GmbH über längere Zeit arbeitsunfähig ist, verfällt sein gesetzlicher Urlaubsanspruch. Er kann den (gesetzlichen) Urlaub nach seiner Genesung nehmen (EuGH, 20.1.2009, Az: C-350/06; BAG, 24.3.2009, Az: 9 AZR 983/07). Aber auch nur in dem Jahr der Genesung, sofern es keinen Grund für eine weitere Übertragung gibt.
  • Ist ein Mitarbeiter erst seit dem 1.7. eines Jahres oder später in Ihrer GmbH beschäftigt, hat er Anspruch auf Teilurlaub in Höhe von 1/12 des Jahresurlaubs für jeden vollen Beschäftigungsmonat. Den Urlaub kann er bis zum 31.12. des Folgejahres nehmen. Er muss Ihnen aber vor Ablauf des laufenden Jahres mitgeteilt haben, dass er die Übertragung des Urlaubs wünscht (§ 7 Abs. 3 Satz 4 BUrlG).
  • Mitarbeiter, die in Mutterschutz oder Elternzeit gehen, können den Resturlaub aus dem laufenden Jahr noch in dem Jahr nehmen, in dem der Mutterschutz bzw. die Elternzeit endet sowie bis zum 31.12. des darauffolgenden Kalenderjahres (§ 17 MuSchG, § 17 BEEG).

 

Herzlichst Ihr

 

Sebastian Jördens
Chefredakteur

 


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