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Unfallschuld vertuscht - Kündigung rechtens?

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Mitarbeiter vertuscht Unfallschuld: Fristlose Kündigung

 

Sie müssen sich auf die Mitarbeiter Ihrer GmbH verlassen können. Vor allem auf Mitarbeiter in verantwortlichen Positionen. Was Sie gar nicht akzeptieren sollten: Lügen. In besonders schweren Fällen dürfen Sie dann kündigen – sogar fristlos, wie dieser Fall zeigt: Bereits mehrfach war ein Mitarbeiter mit seinem Dienstwagen in Unfälle verwickelt gewesen. Als es wieder einmal passierte, versicherte er seinem Arbeitgeber, dass der Schaden an dem Auto von einem fremden Dritten verursacht worden war und ihn keine Schuld daran treffe. Doch das war glattweg gelogen.

 

Tatsächlich hatte der Mitarbeiter an einer roten Ampel nicht rechtzeitig gebremst und war auf ein stehendes Fahrzeug aufgefahren. An diesem Fahrzeug entstand kein Schaden. Der Unfall wurde deshalb nicht der Polizei gemeldet. Beschädigt wurde jedoch der Dienstwagen des Mitarbeiters. Er versuchte, seine Schuld an den Schaden von ca. 1.500 Euro am Dienstwagen zu verschleiern. In den Unfallbericht an seinen Vorgesetzten schrieb er: "Fremdverschuldeter Schaden (Verursacher unbekannt)". Später gab er dann aber doch zu, den Unfall verursacht zu haben. Daraufhin erhielt er eine fristlose Kündigung.

Die Kündigung wurde vollkommen zu Recht ausgesprochen, bestätigte das Landesarbeitsgericht Sachsen. Denn durch die Lüge habe der Mitarbeiter nicht nur das Vertrauensverhältnis gestört. Er habe dem Arbeitgeber auch noch die Möglichkeit genommen, Schadenersatzansprüche geltend zu machen (LAG Sachsen, 28.4.2011, Az: 1 Sa 749/10).

 

Vorsichtshalber auch ordentlich kündigen

Verstößt ein Mitarbeiter Ihrer GmbH besonders grob gegen arbeitsvertragliche Pflichten, ist das ein wichtiger Grund, der eine fristlose kündig erlaubt (§ 626 Abs. 1 BGB). Ein wichtiger Grund liegt dann vor, wenn Ihnen ein Festhalten am Arbeitsverhältnis unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter umfassender Abwägung der beiderseitigen Interessen ­ auch unter Einhaltung der geltenden Kündigungsfrist ­ nicht zumutbar ist. Ihr Interesse an einer sofortigen Vertragsauflösung muss also größer sein als das Interesse des Mitarbeiters an einer Weiterbeschäftigung. Da das Ergebnis nie ganz eindeutig ist und Sie nie wissen, wie ein Gericht die Lage beurteilt, sollten Sie bei fristlosen Kündigungen vorsichtshalber immer auch ordentlich Kündigen. Musterformulierung: "Hiermit kündigen wir das mit Ihnen bestehende Arbeitsverhältnis fristlos, hilfsweise ordentlich zum …"

 

 

Herzlichst

 

Sebastian Jördens
Chefredakteur

 


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