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Verluste der GmbH: Neues BFH-Urteil erlaubt günstige Steuergestaltung

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Von Sebastian Jördens,

Der Bundesfinanzhof hebt dieses Recht in einem aktuellen Urteil noch einmal ganz deutlich hervor: Wann und an wen Sie GmbH-Anteile verkaufen, bleibt Ihnen als Gesellschafter selbst überlassen! Selbst wenn Sie Anteile mit Verlust an nahe Angehörige oder an Mitgesellschafter veräußern, ist das per se kein Gestaltungsmissbrauch. Die Verluste aus solchen Geschäften muss das Finanzamt deshalb anerkennen (BFH, 7.12.10, Az: IX R 40/09).

Ringweiser Verkauf mit Verlust unter Gesellschaftern

Beispiel: Eine GmbH hatte sich auf den Handel mit Aktien spezialisiert. Weil die gehaltenen Aktien drastisch an Wert verloren, verringerte sich das Vermögen der Gesellschaft. Die Gesellschafter wollten das zumindest steuerlich geltend machen und verkauften ihre jeweilige Beteiligung mit Verlust reihum an einen Mitgesellschafter. Gleichzeitig erwarben sie einen Anteil in gleicher Höhe von einem jeweils anderen Gesellschafter. Die dabei entstandenen Veräußerungsverluste sahen Finanzamt und Finanzgericht als Gestaltungsmissbrauchs (§ 42 AO) und erkannten sie nicht an.<br/>

Abzugsverbot nur bei gesetzlicher Beschränkung

Dieser Auffassung widerspricht der Bundesfinanzhof in seinem Urteil. Begründung: Solange keine gesetzliche Beschränkung des Verlustabzugs vorliegt, sind Veräußerungsverluste zu berücksichtigen! Es ist kein Missbrauch, wenn ein Gesellschafter seine Anteile an einen Mitgesellschafter verkauft und kurz darauf von einem anderen Mitgesellschafter einen Anteil in gleicher Höhe zurückkauft. Das Motiv, Steuern zu sparen, macht eine steuerliche Gestaltung noch nicht unangemessen.

Vorgezogene Verlustnutzung

Dank des BFH-Urteils können Sie Verluste aus einer GmbH-Beteilig nun schon vorzeitig nutzen – nicht erst, wenn Sie einen GmbH-Anteil komplett aus Ihrem Einflussbereich weggeben. Beachten Sie allerdings: Dadurch ändert sich die steuerrechtliche Ausgangslage. Bei einer späteren erneuten Veräußerung der Anteile muss der Veräußerungsgewinn oder -verlust dann auf Basis der niedrigeren Anschaffungskosten ermittelt werden. Ein aktueller Steuervorteil kann sich so später wieder ausgleichen.

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