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Der skurrile Steuer-Wahnsinn

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Steuer Selbststaendige

Von Gerhard Schneider,

Wenn Sie heute das Gefühl haben, dass Ihr ganzes schöne Geld von der Steuer aufgefressen wird, dann können Sie sich wenigsten damit trösten: Unseren Vorfahren ging es auch nicht besser!

Ein paar der skurrilsten Steuerarten der Geschichte

Ist Ihnen schon einmal bei einem Frankreich- oder England-Urlaub aufgefallen, dass es dort in Vierteln mit alten Häusern auffallend viele Fenster zugemauert sind? Der Grund dafür liegt nicht in einem Energiespar-Wunsch, sondern – wie sollte es anders sein? – in einer Steuer: Frankreich und England erhoben über lange Jahrzehnte eine Steuer für Hausbesitzer, deren Höhe sich nach Anzahl der Fenster richtete. In England hatte diese Steuer, die von 1696 bis 1851 erhoben wurde, sogar böse Konsequenzen für die Gesundheit: Insbesondere die ärmeren Menschen gingen dazu über, möglichst viele Fenster dicht zu machen. Harmonierte das dazu verwendete Material mit der restlichen Fassade, wurde die Steuer für dieses Fenster erlassen. Die Folge: In den Armenvierteln litten vor allem die Neugeborenen in komplett fensterlosen Häusern unter Vitamin-D-Mangel und den damit verbundenen Missbildungen des Skeletts. Damals bekam die gefürchtete Rachitis in Europa den Namen „englische Krankheit“.

Pikantes Detail: Die Fenstersteuer hatte ihren Ursprung in der Bequemlichkeit der Steuerbeamten. Denn sie wurde als Ersatz für die Herdsteuer eingeführt. Zur Erhebung der Herdsteuer hatten die Beamten noch die Häuser betreten müssen, für die Fenstersteuer reichte ein kurzer Blick auf die Fassade.

In Russland gab es eine Steuer auf Bärte

Zar Peter kassierte ab 1698 eine Bartsteuer von Untertanen, die sich nicht von ihrem Bart trennen wollten. Angeblich ging es dem Zaren dabei gar nicht um die Einnahmenerhöhung. Es heißt, er wollte damit dass Erscheinungsbild seiner Untertanen und damit ganz Russlands modernisieren. Denn bei seinen Reisen hatte er festgestellt, dass die damals in Russland noch üblichen Rauschebärte in Europa als rückständig galten. Auch in Russland waren die Mächtigen kreativ, wenn es um die Erfindung von Steuern ging: Also wies er seine Untertanen an, den Bart abzuschneiden. Wer sich nicht von der Haarpracht trennen wollte, konnte die Bartsteuer entrichten. Dafür bekam er dann eine Kupfermedaille, die er ständig bei sich tragen musste. Konnte ein Bartträger bei der allgemeinen Straßenkontrolle keine Münze vorweisen, erfolgte auf offener Straße die sofortige Zwangsrasur.

Deutschland hatte tatsächlich eine Jungfernsteuer

Ein Sonderpreis im Erfinden neuer Steuern geht natürlich nach Deutschland – ins Berlin des frühen 18. Jahrhunderts, genauer gesagt. Dort war Johan Kasimir Kolbe von Wartenberg 1699 bis 1711 Premierminister von Preußen. Ich hege den heimlichen Verdacht, dass unsere Finanzbeamten und -politiker heimliche Anhänger dieses Mannes sind. Denn der war geradezu berüchtigt für seine Phantasie beim Erfinden neuer Steuerarten. Bestes Beispiel: Er führte die Jungfernsteuer ein: Unverheiratete Frauen zwischen 20 und 40 Jahren mussten monatlich zwei Groschen abführen. Darüber hinaus erfand er die Perückensteuer, Hutsteuer, Strumpfsteuer, Kutschensteuer und den Vorläufer der Kaffeesteuer. Der Mann hätte auch heute noch einen guten Posten im Finanzministerium sicher!

Zum Abschluss eine dringende Bitte: Behalten Sie diese Liste für sich! Geben Sie diese Liste unter keinen Umständen an Beamte weiter, die in irgendeiner Verbindung mit dem Finanzministerium oder Wolfgang Schäuble stehen könnten. Meine Befürchtung sonst: Einige dieser Steuern könnten wir plötzlich im Jahressteuergesetz 2011 wiederfinden.

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