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Die erste Einkommensteuervorauszahlung 2012 steht vor der Tür

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Im März kommt die erste Einkommensteuervorauszahlung 2012 auf Sie zu. Wie wird die Höhe die Zahlung überhaupt festgelegt? Und wie können Sie die Vorauszahlung senken?

 

Als Selbstständiger schulden Sie Ihre Einkommensteuer im Prinzip erst mit Ablauf des Kalenderjahres. Da Sie aber nach Ende des Jahres noch Zeit brauchen und bekommen, um Ihren Jahresabschluss zu erstellen, will der Fiskus vierteljährlich Vorauszahlungen haben (§ 37 EStG). Und zwar zu diesen Terminen: 10.3., 10.6., 10.9. und 10.12. Fällt der 10. auf ein Wochenende oder einen Feiertag, wird der darauffolgende Montag bzw. Werktag zum Stichtag. So ist die erste Vorauszahlung 2012 erst am 12.3. fällig, weil der 10.3. ein Samstag ist.

Wie die Vorauszahlung festgelegt wird

Ihre aktuellen Steuervorauszahlungen werden nach einem denkbar einfachen System festgesetzt: Sie zahlen aktuell immer so viel Steuer voraus, wie im letzten Steuerbescheid festgesetzt wurde. Beispiel: Ergibt sich aus Ihrer Steuererklärung 2011 eine Einkommensteuer in Höhe von 10.000 €, zahlen Sie 2012 vierteljährlich 2.500 € vor. Doch Vorsicht! Der Vorauszahlungsbescheid kann jederzeit überprüft und geändert werden – auch nachträglich.

In diesen 4 Fällen können sich Ihre Vorauszahlungsbeträge ändern

1. Der Normalfall: Die jährliche Neufestsetzung

Ihre Einkommensteuer-Vorauszahlungen werden – wie gerade beschrieben – jährlich nach Abgabe der Steuererklärung neu festgesetzt. Ergibt sich daraus eine Nachzahlung, werden Ihre Vorauszahlungen erhöht. Sollte sich eine Erstattung des Finanzamts ergeben, werden die Vorauszahlungen herabgesetzt, und zwar ohne Ihr Zutun.
2. Änderung im laufenden Jahr auf Initiative des Finanzamts

Wenn Sie umsatzsteuerpflichtig sind, hat das Finanzamt durch Ihre vierteljährlichen bzw. monatlichen Umsatzsteuer-Voranmeldungen jederzeit Ihre aktuellen Umsatzzahlen auf dem Tisch. Manche Finanzämter gleichen die Umsatzzahlen mit der Einkommensteuer-Vorauszahlung ab. Ist der Umsatz nach den Voranmeldungen stark gestiegen, kann es passieren, dass auch die Vorauszahlung im laufenden Jahr erhöht wird.

 

3. Änderung auf Ihre Initiative

Wenn sich im Laufe des Jahres Ihre Gewinnsituation unerwartet verschlechtert, wird das Finanzamt die Vorauszahlungen nicht von sich aus herabsetzen. Wenn sich also Ihr Gewinn durch Umsatzverluste oder durch Kostensteigerungen verringert, müssen Sie selbst aktiv werden und eine Herabsetzung der Vorauszahlung beantragen. Formulieren Sie dazu einen Brief an Ihr Finanzamt, in dem Sie darstellen, wie hoch bzw. niedrig Ihre Umsatz- und Gewinnerwartung für das laufende Jahre ist. Begründen Sie den Rückgang und beantragen Sie, die Vorauszahlungen entsprechend anzupassen.

4. Nachträgliche Änderung alter Vorauszahlungen

Vorauszahlungen, die Sie bereits geleistet haben, können auch nachträglich erhöht werden. In der Regel passiert das, wenn Sie z.??B. Ende 2012 die Steuererklärung für 2011 abgeben. Ergibt sich daraus eine Nachzahlung, werden die schon geleisteten Vorauszahlungen 2012 erhöht. Das ist 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahres möglich, in dem die Vorauszahlungen geleistet wurden.

Extra-Tipp 1: Wie Sie die nachträgliche Erhöhung mit einer Ansparabschreibung vermeiden

Diese Erhöhung ist nur möglich, wenn sich der Erhöhungsbetrag auf mindestens 2.500 € beläuft (§ 37 Abs. 4 UStG). Liegt die Nachforderung des Finanzamts nicht allzu weit über dieser Grenze, können Sie die unangenehme Nachzahlung bis zur nächsten Steuererklärung aufschieben.
Beispiel: Sie geben Ihre Steuererklärung 2011 im Dezember 2012 ab. Daraufhin erhöht das Finanzamt rückwirkend Ihre Vorauszahlungen 2012, die Sie bereits alle geleistet haben, um insgesamt 3.500 €. Dann teilen Sie dem Finanzamt mit, dass Sie im Abschluss 2012 einen Gewinn mindernden Investitionsabzugsbetrag bilden werden. Dieser drückt die Nachforderung unter die 2.500-€-Grenze – die rückwirkende Erhöhung wird hinfällig!

Extra-Tipp 2: Wie Sie die aktuelle Vorauszahlung Erhöhung mit einer Ansparabschreibung verringern

Ebenso können Sie Ihre aktuellen Vorauszahlungen 2012 durch die angekündigte Bildung eines Investitionsabzugsbetrags herabsetzen, wenn Sie für die nächsten Jahre betriebliche Anschaffungen planen. So könnte Ihr Antrag ans Finanzamt aussehen:
Antrag auf Herabsetzung der Einkommensteuer-Vorauszahlung 2012
Sehr geehrte Damen und Herren,
innerhalb der nächsten 2 Jahre plane ich, die folgenden Investitionen zu tätigen
neuer Lieferwagen, geplante Investitionssumme: 25.500 €
2 neue PC-Arbeitsplätze, geplante Investitionssumme: 4.200 €
gesamt: 29.700 €
Im Jahresabschluss 2012 werde ich für diese Investitionssumme einen Investitionsabzugsbetrag in Höhe von 11.880 € bilden. Mein Gewinn 2012 wird sich also um den Betrag von 11.880 € verringern. Bitte setzen Sie die Einkommensteuer-Vorauszahlungen entsprechend herab.
Mit freundlichen Grüßen

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