Gratis-Download

Dieser Gratis-Download erläutert die Rechnungspflichtangaben, damit Sie bei der Eingangskontrolle nichts übersehen. Aber auch bei der Erstellung...

Jetzt downloaden

Kleinunternehmer: Klare Regeln

0 Beurteilungen

Von Gerhard Schneider,

Eine Sekretärin wird nach 34-jähriger Betriebszugehörigkeit entlassen, weil Sie eine Frikadelle und ein Brötchen vom Chef-Buffet gegessen hat … eine Supermarktkassiererin fliegt, weil Sie Pfandbons im Wert von 1,30 € unterschlagen haben soll …

 

Eine Sekretärin wird nach 34-jähriger Betriebszugehörigkeit entlassen, weil Sie eine Frikadelle und ein Brötchen vom Chef-Buffet gegessen hat… eine Supermarktkassiererin fliegt, weil Sie Pfandbons im Wert von 1,30 € unterschlagen haben soll… Auf solche und ähnliche Fälle stürzt sich die Presse in den letzten Monaten gehäuft. Für die Unternehmen ist es peinlich und – auch wenn solche Kündigungen gerechtfertigt sind – wenig werbewirksam, wenn solche Fälle in der Öffentlichkeit diskutiert werden.

 

Kleinunternehmer: Klare Regeln für den Umgang mit Geld und Waren

Der beste Schutz davor: Klare Regeln für den Umgang mit Geld und Waren im Unternehmen. Wenn die Mitarbeiter eindeutige Regeln haben, dann ist dies der beste Schutz davor, dass sich unangenehmer Streit um „Kleinigkeiten“ entzünden kann, der im schlimmsten Fall vor Gericht endet und von der Presse begleitet wird.

Kleinunternehmer: Die Vorteile einer schriftlichen Kassenrichtlinie

Am sensibelsten in diesem Zusammenhang ist sicher das Thema Kasse – wenn Sie ein Ladengeschäft haben oder das Geld von Ihren Kunden in bar erhalten. Dann ist es durchaus selbstverständlich, dass nicht nur Sie als Chefin oder Chef kassieren, sondern auch Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Haben Sie schriftliche Regeln für den Umgang mit Bargeld aufgestellt – eine Kassenrichtlinie also –, wissen Ihre Mitarbeiter genau, was im Umgang mit Geld erlaubt ist und was nicht. Dadurch schützen Sie Ihre ehrlichen Mitarbeiter vor Fehlern und Missverständnissen. Die übrigen werden wenigstens nicht zum Fehlverhalten ermutigt. Und Sie selbst können im Fall von Auseinandersetzungen zeigen, dass Sie klare Vorgaben gegeben haben, auf deren Einhaltung Sie einfach pochen müssen.

Kleinunternehmer: Wie Sie im Beispiel Kassenrichtlinien vorgehen

1. Klären Sie, wo und wie betriebliches Bargeld aufbewahrt wird

Betriebliches Bargeld darf z.B. nur in den Registrierkassen, im Tresor und den Geldbomben aufbewahrt werden. Keinesfalls darf es irgendwo offen herumliegen.

2. Bestimmen Sie genau, was mit privatem Bargeld geschieht

Da Bargeld nicht eindeutig dem Besitzer zugeordnet werden kann, sollten Ihre Mitarbeiter betriebliches und privates Bargeld strikt trennen. Trinkgelder zum Beispiel sollten sofort in eine verschlossene Spardose gesteckt werden.

3. Geben Sie klare Anweisungen, wie kassiert werden soll

Jeder einzelne Artikel, jeder einzelne Umsatz muss eingegeben werden. Es darf nie ein anderer Betrag kassiert werden, als die Kasse anzeigt, und nach jedem Kassiervorgang muss die Kasse geschlossen werden und bis zum nächsten auch geschlossen bleiben. Sollte in einem Ausnahmefall die Kasse ohne Verkauf geöffnet werden müssen, muss die Verkaufskraft den „Nullbon“ (kein Verkauf- oder KV-Taste) unterschreiben und den Grund für die Öffnung angeben. Hier sollten Sie auf sehr strenge Regeln bestehen, da sonst dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet sind.

4. Legen Sie fest, wie die Kasse täglich abgerechnet wird

Zwischenabrechnungen (X-Bons) sollten Sie konsequent verbieten. Bei den Endabrechnungen (Z-Bons) sollten Sie kontrollieren, ob die Nummerierung fortlaufend ist.

Fehlende Nummern geben Ihnen einen handfesten Grund zum Misstrauen. Bonrollen dürfen nur gewechselt werden, wenn sie voll sind, und sollten dann für den Fall einer Betriebsprüfung zentral aufbewahrt werden.

Und: Machen Sie klare Vorgaben, wie und wann Tageseinnahmen eingezahlt werden. Lassen Sie morgens kontrollieren, ob das Wechselgeld stimmt.

5. Geben Sie Regeln für Fehlbons (Stornos) vor

Stornos eignen sich besonders gut zur Unterschlagung. Deshalb sollten Sie darauf bestehen, auch bei kleineren Beträgen Fehlbons zu erstellen, einen zweiten richtigen Bon zu machen und beide zusammenzuheften. Beide sollte die betreffende Mitarbeiterin unterschreiben und mit zur Kassenabrechnung geben. Das so genannte „Einbringen“ zum Ausgleich von Fehltipps sollten Sie ausdrücklich verbieten.

6. Konsequenzen festlegen

Machen Sie deutlich, welche Konsequenzen Sie bei Verstößen ziehen. (Wiederholte) Verstöße gegen eine Kassenrichtlinie können eine Abmahnung und schließlich sogar eine Kündigung rechtfertigen. Das sollten Ihre Leute wissen.

7. Geben Sie die Kassenrichtlinie jedem Mitarbeiter schriftlich

Nur auf Papier geschriebene Regeln sind für alle Mitarbeiter verbindlich und können ggf. als Beweismittel dienen. Jeder Mitarbeiter sollte sein persönliches Exemplar bekommen und den Erhalt auf einer zweiten Ausfertigung mit seiner Unterschrift bestätigen.

8. Überprüfen Sie die Einhaltung

Sprechen Sie Fehlverhalten sofort an, und lassen Sie weder Ausnahmen noch Ausreden gelten. Fordern Sie bei Kassendifferenzen sofort eine Erklärung. Nur wenn Ihre Mitarbeiter merken, dass es Ihnen Ernst ist, kann die Richtlinie ihre Wirkung entfalten.

Kleinunternehmer und Selbstständige aktuell

Erfolgserprobte Praxis-Tipps für Menschen wie Sie: Unternehmer, Selbstständige und Freiberufler. Für Menschen, die hart arbeiten und schnelle, sofort anwendbare Tipps brauchen, um jeden Monat bares Geld zu sparen – um den Lohn für die eigene Arbeit zu sichern.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
28 Beurteilungen
26 Beurteilungen
58 Beurteilungen
8 Beurteilungen
Produktempfehlungen

Mehr Geld – mehr Kunden – mehr Sicherheit für Ihr Unternehmen

Die neuesten Urteile der Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichte

Der persönliche 15-Minuten-Coach für erfolgreiche Führungskräfte, Chefs und Vorgesetzte.

Schutz und Sicherheit für Sie als Geschäftsführer und Ihre GmbH

Mehr Fokus. Mehr Zeit. Mehr Ich.

Mit einfachen Maßnahmen zu nachhaltigem Unternehmenserfolg