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Kleinunternehmer: So kommen Sie bei den Reisekosten nicht ins Schwitzen

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Steuer Reisekosten

Von Gerhard Schneider,

Bekommen auch Sie bei den heutigen Temperaturen akute Fluchtgedanken Richtung Meer und Strand? Schade, wenn Sie Ihren Urlaub schon hinter sich haben oder gar keinen planen. Dann sollten Sie aber zumindest einmal darüber nachdenken, welche betriebliche Reise Sie mit ein paar Tagen Erfrischung und Erholung verbinden können.

Denn seit diesem Jahr spielt dabei auch der Fiskus mit. Wenn Sie es geschickt anstellen, muss sich das Finanzamt jetzt an den Kosten für Ihren wohlverdienten Kurzurlaub beteiligen. Dafür hat ein Beschluss des BFH (vom 21.9.2009, Az. GrS 1/06) gesorgt, der erst Anfang diesen Jahres bekannt wurde, der sich aber noch nicht richtig herumgesprochen hat.

Was bei den Reisekosten jetzt alles möglich ist

Zum Beispiel das ist jetzt möglich: Sie nehmen von montags bis freitags an einem Seminar teil, das beruflich veranlasst ist. Da das Seminar in Hamburg stattfindet, hängen Sie 2 Tage Ostsee an. Bisher war dies der klassische Fall für Ärger mit dem Finanzamt, wenn den Beamten auffiel, dass das Seminar nur 5 Tage gedauert hat, Sie aber 7 unterwegs waren. Im schlimmsten Fall wurden sämtliche Kosten für eine solche Reise nicht als Betriebsausgaben anerkannt. Grund dafür war ein Aufteilungs- und Abzugsverbot, das aus § 12 Nr. 1 Satz 2 Einkommensteuergesetz (EStG) hergeleitet wurde.

Wie Sie sich beim Thema Reisekosten richtig anstellen

Einen solchen Streit mit dem Finanzamt kann es nun nicht mehr geben, wenn Sie es richtig anstellen: Die Reisekosten dürfen jetzt entsprechend dem privaten und dem betrieblichen Teil aufgesplittet werden. Der beruflich veranlasste Teil ist Betriebsausgabe.

Das funktioniert so: In dem Beispiel mit den 5 Tagen Seminar und 2 Tagen Erholung an der Ostssee hieße das: fünf Siebtel der Fahrt- und Übernachtungskosten setzen Sie als Betriebsausgabe an. Zusätzlich machen Sie für 5 Tage die Verpflegungspauschale geltend.

Nutzen Sie dieses steuerzahlerfreundliche Urteil, um Kurzurlaube geschickt mit betrieblichen Reisen zu verbinden. Müssen Sie für eine Woche in die USA zu einer Messe, hängen Sie guten Gewissens ein paar Tage Sightseeing an. Besuchen Sie einen Kunden in Konstanz, verbinden Sie das mit ein wenig Entspannung am Bodensee.

Worauf Sie bei den Reisekosten achten sollten

Natürlich dürfen Sie es nicht übertreiben. In dem Urteil stellen die Richter klar, dass die Aufteilung nur dann möglich ist, wenn betriebliche Gründe auslösend für die Reise sind. Es soll also verhindert werden, dass Selbstständige einen betrieblichen Termin vorschieben, nur um sich einen Teil der Kosten für den privaten Urlaub vom Finanzamt finanzieren zu lassen.

Ein Beispiel macht deutlich, was geht und was nicht: Aufteilung und Betriebsausgabenabzug nicht möglich: Sie verbringen Ihren Sommerurlaub an der Ostseeküste und nutzen die Gelegenheit, um einen Tag einen Kunden in Hamburg zu besuchen. Auslöser der Reise ist privat.

Aufteilung und Betriebsausgabenabzug möglich: Sie besuchen einen Kunden in Hamburg wegen einer dringenden Besprechung und hängen einen Tag Urlaub an der Ostsee an. Auslöser der Reise ist betrieblich.

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