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Reisekosten 2011: Hier ist für Selbstständige bares Geld drin

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Steuer Reisekosten

Von Gerhard Schneider,

Kennen Sie die Kilometerpauschale von 0,30 €, die Sie als Betriebsausgabe absetzen können? Die Pauschale machen Sie geltend, wenn Sie mit dem Privatwagen betrieblich unterwegs sind – zum Beispiel bei einer betrieblich veranlassten Reise.

Unglaublich aber wahr: Diese Pauschale ist jetzt seit 10 Jahren nicht erhöht worden. Der Betrag stammt aus dem Reisekostengesetz 2001. Dass es in der Zwischenzeit unzählige Preiserhöhungen gegeben hat – insbesondere beim Benzin – ist dem Fiskus offenbar egal. Nur bei sich selbst sind die Beamten ein bisschen großzügiger: Einige Bundesländer – zum Beispiel Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz – haben bereits 2009 einen höheren steuerfreien Kostenersatz in Höhe von 0,35 € pro Kilometer eingeführt. Aber nur für die Landesbediensteten.

Viele Selbstständige könnten mehr Steuern durch Reisekosten sparen

Das Beispiel zeigt: Sie müssen sich selbst darum kümmern, wenn Sie mit Ihren Fahrt- und Reisekosten Steuern sparen wollen. Hilfe vom Fiskus können Sie nicht erwarten. Das Erschreckende ist jedoch: Viele Selbstständige nutzen bei den Reisekosten nicht konsequent alle steuerlichen Abzugsmöglichkeiten und verschenken deshalb bares Geld ans Finanzamt. Ein Beispiel sind die eben genannten Pauschalen. Wenn Sie Ihren privaten PKW für die Dienstreise benutzen, können Sie ab dem 1. gefahrenen Kilometer Pauschalen als Betriebsausgabe ansetzen. Das geht auch – was viele nicht wissen – mit anderen Fahrzeugen:

Pauschalen pro gefahrenen Kilometer bei Dienstreisen

FahrzeugKilometerpauschale
PKW0,30 €
Motorrad/Motorroller (über 50 ccm)0,13 €
Moped/Mofa (unter 50 ccm)0,08 €
Fahrrad0,05 €

Auch Verpflegungskosten als Reisekosten geltend machen

Gern vergessen werden auch die folgenden Punkte: Wenn Sie unterwegs sind, wird die Verpflegung teurer als zu Hause, weil Sie auf Restaurants angewiesen sind. Deshalb zählen zu den Kosten einer Geschäftsreise bzw. der Auswärtstätigkeit auch die Ausgaben für Verpflegung. Allerdings können Sie nicht einfach Ihre Restaurantquittungen nehmen und die Kosten als Betriebsausgabe geltend machen. Der Fiskus gewährt Ihnen nur einen pauschalen Betriebsausgabenabzug – und das auch erst, wenn Sie mindestens 8 Stunden unterwegs waren. Folgende Beträge dürfen Sie geltend machen:

Pauschale Verpflegungsbeträge

Dauer der AbwesenheitPauschale
bis 8 Stundenkeine
8 bis 14 Stunden6 €
14 bis 24 Stunden12 €
24 Stunden24 €

(Diese Pauschalen gelten für Dienstreisen innerhalb Deutschlands. Für Reisen ins Ausland gelten – je nach Land – unterschiedliche, höhere Pauschalen.)

So rechnen Sie die Pauschale ab: Die Geschäftsreise beginnt, wenn Sie Ihr Büro – bzw. wenn Sie von zu Hause aus starten, Ihre Wohnung – verlassen. Sie endet, wenn Sie erstmals wieder zurückkehren. Wenn Sie also mehrere Geschäftsreisen verbinden, rechnen Sie diese zusammen.

Ebenfalls immer wieder vergessen: Reisenebenkosten

Neben Übernachtung und Verpflegung entstehen Ihnen zahlreiche weitere Kosten. Diese Reisenebenkosten können Sie in nachgewiesener Höhe steuerlich geltend machen, wenn diese beruflich veranlasst sind.

Hier eine kleine Übersicht, was dazu zählen kann:

  • Beförderung und Aufbewahrung von Gepäck,
  • Ferngespräche und Schriftverkehr beruflichen Inhalts,
  • Straßenbenutzung (Maut),
  • Parkplatzgebühren,
  • Schadenersatzleistungen infolge von Verkehrsunfällen,
  • Mietwagengebühren,
  • Eintritts- und Seminarkosten.

Folgende Kostenpositionen bei betrieblichen Reisen sind aber leider nicht als Reisenebenkosten absetzbar:

  • Anschaffungskosten anlässlich der Dienstreise ohne jeglichen beruflichen Bezug (z.B. Kauf einer Reisetasche, eines Koffers oder eines Reiseweckers);
  • Kosten der allgemeinen Lebensführung (z. B. Kauf eines Stadtplans, eines Reiseführers oder einer Tageszeitung);
  • Verlust von Geld oder Schmuck;
  • Knöllchen, also Verwarnungs- und Bußgelder, die Sie während Ihrer Dienstreise mit dem eigenen Fahrzeug bzw. mit dem Firmenwagen „einsammeln“.

 

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