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Selbstständige: Arbeitszimmer - das geht auf jeden Fall

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Von Gerhard Schneider,

Arbeiten auch Sie zu Hause oder haben Sie dort ein Arbeitszimmer eingerichtet? Dann stehen Sie jetzt bei dem Abschluss 2009 vor der Frage: Können Sie die Kosten dafür absetzen oder nicht?

 

Leider ist die Frage im Moment extrem schwierig zu beantworten. Offen gesagt: Der Gesetzgeber hat in diesem Punkt ein heilloses Chaos angerichtet.

Selbstständige: Wann Sie Ihr Arbeitszimmer steuerlich geltend machen können

Seit 2007 können Sie Ihr Arbeitszimmer zu Hause nur noch steuerlich geltend machen, wenn es alleiniger Mittelpunkt Ihrer beruflichen Tätigkeit ist. Wer zum Beispiel als Handelsvertreter viel unterwegs war, kann keine anteilige Miete mehr fürs Home Office steuerlich geltend machen. Auch Angestellte – wie zum Beispiel Lehrer – waren betroffen, obwohl sie ja das häusliche Büro für Korrekturen und Unterrichtsvorbereitungen brauchten. Gegen diese Neuregelung laufen diverse Verfahren, deshalb hat das Bundesfinanzministerium im Oktober 2009 eingelenkt und quasi den alten Rechtsstand von vor 2007 wiederhergestellt.

 

Selbstständige: Wann Sie anteilige Kosten geltend machen können

Jetzt gilt: Auch wenn Sie viel unterwegs sind, können Sie anteilige und nachgewiesene Kosten wieder bis zu 1.250 € pro Jahr geltend machen,

  • wenn sich mehr als die Hälfte der gesamten beruflichen und betrieblichen Tätigkeit im Arbeitszimmer abspielt oder
  • Ihnen ein anderer Arbeitsplatz nicht zur Verfügung steht

Doch Vorsicht: Die Sache hat einen Haken! Diese wieder eingeführte Steuererleichterung gilt nur unter Vorbehalt! Endgültig entschieden wird die Sache erst in einem Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht. Machen Sie die Anerkennung der Arbeitszimmerkosten und mögliche Rückerstattungen zurzeit vorläufig. Sollte dieses Verfahren negativ ausgehen, müssen Sie die Steuern für das Arbeitszimmer nachzahlen. Deshalb schrecken jetzt viele Betroffene davor zurück, die Kosten für ein solches Arbeitszimmer geltend zu machen – sie haben einfach Angst vor einer späteren Nachzahlung.

Selbstständige: Einschränkungen nicht für Einrichtungsgegenstände

Was aber immer wieder übersehen wird: Die steuerlichen Einschränkungen, über die jetzt noch endgültig entschieden werden muss, gelten nicht für Einrichtungsgegenstände für ein häusliches Arbeitszimmer, die gleichzeitig Arbeitsmittel sind und zur Ausstattung des Arbeitszimmers gehören. Diese Aufwendungen muss das Finanzamt berücksichtigen – auch wenn das häusliche Arbeitszimmer gar keine Chance hat anerkannt zu werden.

Das heißt: Auch wenn Sie sich zu Hause nur eine Arbeitsecke eingerichtet haben, die noch nie als Arbeitszimmer anerkannt worden wäre – die Einrichtungsgegenstände und die Arbeitsgeräte dafür können Sie auf jeden Fall steuerlich geltend machen.

Voraussetzung: Sie nutzen den Gegenstand „weitaus überwiegend“ beruflich. Das bedeutet: Sie dürfen ihn maximal zu 10 % privat nutzen. Aber das ist nun wirklich keine Hürde, wie Sie anhand der Gegenstände feststellen können, die zum Beispiel in Frage kommen:

Diese Kosten sind bei betrieblicher Nutzung steuerlich abzugsfähig:

  • Aktenvernichter
  • Anrufbeantworter
  • Beistelltisch
  • Besprechungstisch mit Sitzgruppe
  • Bücherregal
  • Lampen
  • Diktiergerät
  • Faxgerät
  • Kopiergerät
  • Notebook und Personalcomputer
  • Schreibtisch und Bürostuhl
  • Telefon

Steuerlich besonders interessant: Liegen die Anschaffungskosten unter 150 € (plus Umsatzsteuer), können Sie die Kosten im Kaufjahr auf jeden Fall in einer Summe als Betriebsausgaben absetzen.

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