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Selbstständige: Erlaubt der Fiskus die Anschaffung eines Luxusautos?

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Steuer Selbststaendige

Von Gerhard Schneider,

Ich wünsche mir ein Luxusauto. Werden die Kosten für einen teuren Wagen als Betriebsausgaben anerkannt?Das heißt für Sie:

Eine Frage erreicht uns immer wieder. In der Regel wird sie von jungen männlichen Selbstständigen gestellt, die ein Faible für Autos haben. Sie lautet: Den Schritt in die Selbstständigkeit wollen viele nutzen, um sich das Auto zu kaufen, von dem sie immer geträumt haben. In der Hoffnung, dass sich der Wagen als Firmenwagen absetzen lässt und das Finanzamt einen Teil der Kosten übernimmt. Hier ist die Antwort:

Selbstständige: Leider keine freie Wahl der Fahrzeugklasse

Leider haben Sie nicht die freie Wahl, was die Klasse Ihres Fahrzeugs angeht. Insbesondere in der Luxusklasse sollten Sie Vorsicht walten lassen, sonst kann es passieren, dass Sie einen großen Teil der Anschaffungs- und Betriebskosten nicht absetzen können.

Selbstständige: Dieses Urteil zeigt, was passieren kann

In dem Fall ging es um einen Jungunternehmer, der sich einen Mercedes Roadster für 68.000 € als Firmenwagen anschaffte. Er machte bei 25.000 € Jahresumsatz lediglich 1.500 € Gewinn. Angesichts dieser Zahlen wollte das Finanzamt den Betriebsausgabenabzug für den Luxuswagen nicht akzeptieren. Lediglich ein Drittel der Kosten konnte der Jungunternehmer über die Abschreibung geltend machen. Das Finanzgericht Hessen bestätigte die Kürzung (Urteil vom 4.9.2007, Az. 6 K 1447/03).

Selbstständige: Fahrzeugkosten müssen zum Gewinn passen

Das heißt für Sie: Das Finanzamt erkennt die Kosten für Ihren Firmenwagen nur dann in voller Höhe an, wenn sie in einem angemessenen Verhältnis zu Ihrem Gewinn stehen. Leisten Sie sich ein Auto der Luxusklasse, haben aber als Selbstständiger durchschnittliche Gewinne, wertet das Finanzamt die Fahrzeugkosten schnell als unangemessene Betriebsausgabe (§ 4 Abs. 5 Nr. 7 Einkommensteuergesetz) und stutzt den Ausgabenabzug. Dummerweise gibt es keine festgelegten Grenzen, ab wann ein Fahrzeug in den Augen des Finanzbeamten als unangemessen gilt. Halten Sie sich deshalb an folgende Faustregeln:

Fazit:

  • Nur wenn Sie Gewinne im Bereich von 100.000 bis 150.000 € aufwärts erwirtschaften, können Sie sich ein Oberklasse-Auto leisten.
  • Wenn die Branche Repräsentatives erwartet (Rechtsanwalt, Werbeagentur etc.), darf es dann auch ein Sportwagen sein.
  • Liegen Ihre Gewinne im 5-stelligen Bereich und spielt Repräsentatives in Ihrer Branche keine große Rolle, sollten Sie bei einem Mittelklassewagen bleiben.

 

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