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So können Sie als Selbstständiger bis zu 5.200 Euro an Steuern sparen

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Steuer Selbststaendige

Von Gerhard Schneider,

Bei den haushaltsnahen Dienst- und Handwerkerleistungen lassen sich die meisten Selbstständigen bares Geld entgehen. Denn meine Erfahrung zeigt: Kaum einer nutzt wirklich alle Sparmöglichkeiten, die der Gesetzgeber einräumt.

Zu ungewohnt ist es, sich für private Ausgaben Geld vom Fiskus zurückzuholen. Wenn Sie jetzt die Unterlagen für Ihre Steuererklärung 2009 zusammenstellen, machen Sie sich gezielt auf die Suche nach Belegen für die haushaltsnahen Dienstleistungen. Und nutzen Sie dabei die folgenden Tipps:

Selbstständige: Mit diesen Tipps können Sie Steuern sparen

Wenn Sie alle Höchstgrenzen ausnutzen, kommen Sie auf den stattlichen Betrag von 5.200 €, den Sie pro Jahr direkt von Ihren Steuerzahlungen abziehen können:

  • Für haushaltsnahe Dienstleistungen und häusliche Pflege- und Betreuungsleistungen, die durch Selbstständige in Ihrem Auftrag oder von einem bei Ihnen sozialversicherungspflichtig Angestellten ausgeführt werden: 20 % der Kosten (ohne Materialkosten), max. 4.000 € pro Jahr.
  • Für haushaltsnahe Handwerkerleistungen, die durch Selbstständige in Ihrem Auftrag ausgeführt werden: 20 % der Kosten (ohne Materialkosten), max. 1.200 € pro Jahr.

Grundsätzlich gilt dabei:

  • Sie können diese Ausgaben (teilweise) von Ihrer Steuer als Selbstständiger abziehen, obwohl es sich um private Ausgaben handelt – also um Ausgaben für Ihre Wohnung oder Ihr Haus, in dem Sie selbst wohnen. (Ausgaben für Ihr Büro beziehen Sie nicht mit ein, das sind normale Betriebsausgaben.)
  • Sie setzen die Kosten nur teilweise an: Und zwar 20 % des Dienstleistungsanteils einer Rechnung – das heißt 20 % des Arbeitslohns. Materialkosten können gar nicht angesetzt werden.

Selbstständige: Förderung haushaltsnaher Leistungen

Als Selbstständiger sind Sie es gewohnt, mit Betriebsausgaben zu rechnen. Diese Ausgaben stehen im Zusammenhang mit Ihrer unternehmerischen Tätigkeit und senken Ihre Steuerlast dadurch, dass sie den Gewinn mindern. Die Förderung der haushaltsnahen Leistungen unterscheidet sich davon in 2 Punkten:

  • Hier können Sie die Kosten für Dienstleistungen geltend machen, die Sie als Privatperson betreffen, z.B. die Renovierung Ihrer Wohnung oder die Pflege Ihres Gartens.
  • Die genannten Beträge werden nicht von Ihrem zu versteuernden Einkommen abgezogen, sondern direkt von Ihrer Steuerlast. Beispiel: Ergibt sich aus Ihrem Jahresabschluss, dass Sie insgesamt 15.000 € Einkommensteuer für 2009 zahlen müssen, und schöpfen Sie alle Förderungen voll aus, kassiert das Finanzamt für 2009 nur 9.800 € von Ihnen. Der Effekt dieser Regelung ist, dass die Ersparnis für alle Steuerzahler gleich hoch ist – unabhängig vom persönlichen Steuersatz.

Damit Sie tatsächlich in den Genuss der Steuervergünstigung im Rahmen der haushaltsnahen Dienst- und Handwerkerleistungen kommen, halten Sie unbedingt an diese drei Regeln:

Regel 1: Ohne Rechnung geht es nicht

Um die haushaltsnahen Dienst- und Handwerkerleistungen abziehen zu können, müssen Sie sie durch Rechnungen belegen können.

Regel 2: Barzahlung ist nicht erlaubt

Auch wenn bei vielen Handwerker- und Dienstleistungen Barzahlung üblich ist: In den Genuss des Steuerabzugs kommen Sie nur, wenn Sie den Rechnungsbetrag überweisen! Die Zahlung müssen Sie durch einen Kontoauszug belegen können. Diese Regelung hat auch der Bundesfinanzhof bestätigt (BFH, Urteil vom 20.11.2008, Az. VI R 14/08).

Regel 3: Rechnung muss aufgeschlüsselt sein

Auf den vorangegangenen Seiten haben Sie es gesehen: Gefördert werden nur die Arbeitskosten bzw. der Dienstleistungsanteil der haushaltsnahen Leistungen. Deshalb müssen auf der Rechnung Material- und Arbeitskosten auf jeden Fall getrennt ausgewiesen sein. Ist nur ein Posten pauschal für Material und Arbeit vorhanden, wird das Finanzamt im Falle einer Überprüfung Geld zurückfordern. Wie eine Rechnung aussehen sollte und wie nicht, sehen Sie in der Gegenüberstellung unten.

Selbstständige: Was Sie geltend machen können und was nicht

Unklarheit herrscht immer wieder darüber, welche Leistungen Sie geltend machen können. Nutzen Sie die beiden folgenden Übersichten, damit Ihnen kein Vorteil entgeht:

Haushaltsnahe Dienstleistungen und häusliche Pflege- und BetreuungsleistungenHaushaltsnahe Dienstleistungen und häusliche Pflege- und Betreuungsleistungen
Diese Kosten sind absetzbar Diese Kosten sind nicht absetzbar
  • Typische Haushaltsarbeiten wie Putzen, Kochen, Waschen, Bügeln, Fensterreinigung etc.
  • Haushaltsarbeiten durch eine Dienstleistungsagentur, z. B. während des Urlaubs den Briefkasten leeren, die Blumen gießen, den Rasen mähen usw.
  • Gartenpflege
  • Baumfällarbeiten
  • Kinderbetreuung durch selbstständige Tagesmütter, Babysitter oder Au-pairs im Haushalt des Auftraggebers
  • Betreuung von Personen, z.B. von älteren Familienangehörigen, auch wenn diese nicht pflegebedürftig sind
  • Pflege und Betreuung von pflegebedürftigen Personen durch ambulante Pflegedienste oder selbstständige Pflegekräfte
  • Kosten für den privaten Umzug
  • Betreuung von Kindern durch selbstständige Tagesmütter oder Au-pairs im Haushalt des Auftraggebers
  • Gutachterleistungen
  • Verbrauchsabrechnung der Heizung und das Ablesen der Wärmezähler
  • Grabpflege – auch dann nicht, wenn das Grab in der Nähe der Wohnung liegt
  • Textilreinigung (da die Wäscherei außerhalb des Haushalts liegt)
  • Verwaltertätigkeiten bei Wohnungseigentümergemeinschaft<wbr />en
  • Personenbezogene Dienstleistungen, z.B. ein Friseur oder die Kosmetikerin kommt zu Ihnen ins Haus. Solche Leistungen werden nicht gefördert.
Haushaltsnahe HandwerkerleistungenHaushaltsnahe Handwerkerleistungen
Diese Kosten sind absetzbar Diese Kosten sind nicht absetzbar
  • Fassadenanstrich
  • Tapezieren, streichen, lackieren
  • Reparaturen
  • Garten- und Wegearbeiten
  • Elektriker-Arbeiten
  • Hausanschlüsse, z. B. für Strom oder Kabelfernsehen, soweit die Aufwendungen die Zuleitungen zum Haus betreffen, nicht im Rahmen einer Neubaumaßnahme anfallen und nicht auf öffentliche Grundstücke entfallen. Dasselbe gilt für Ableitungen.
  • Klavier stimmen
  • Reparatur von Haushaltsgeräten (Waschmaschine etc.) und Elektrogeräten (Voraussetzung: Arbeit erfolgt bei Ihnen zu Hause)
  • Alles, was mit Neubau oder Erweiterung zu tun hat: Anbau einer Garage, Anlage eines Gartens, Ausbau des Dachgeschosses etc.
  • Gutachterleistungen und technische Prüfdienste
  • Entsorgungs-Tätigkeiten
  • Handwerkerleistungen, die bereits im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms der KfW-Bank gefördert werden.
  • Reparatur von Haushaltsgeräten (Waschmaschine etc.) und Elektrogeräten außerhalb der Wohnung

Beachten Sie dabei den Grundsatz: Begünstigt sind nur Leistungen, die innerhalb des Haushalts stattfinden. Das betrifft z.B. die Reparatur von Haushaltsgeräten. Wird das Gerät bei Ihnen im Haushalt repariert, ist die Leistung begünstigt. Bringen Sie das Gerät in die Werkstatt, ist sie nicht begünstigt.

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