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Steuern sparen durch Gruppenunfallversicherung

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Von Gerhard Schneider,

Finanzieren Sie einem Mitarbeiter eine freiwillige Unfallversicherung, auf die er einen unmittelbaren Rechtsanspruch hat, gehören die Beiträge in jedem Fall zum steuerpflichtigen Arbeitslohn.

Sie einem Mitarbeiter eine freiwillige Unfallversicherung, auf die er einen unmittelbaren Rechtsanspruch hat, gehören die Beiträge in jedem Fall zum steuerpflichtigen Arbeitslohn. Beträgt der Durchschnittsbeitrag höchstens 62 € pro Mitarbeiter und Jahr, können Sie die Lohnsteuer pauschal mit 20 % erheben.

BFH: Versicherungsleistung ist nicht lohnsteuerpflichtig

Unklar war bislang aber, wie es aussieht, wenn die Versicherung dem Mitarbeiter keinen eigenen Rechtsanspruch einräumt. Nach Auffassung der Finanzverwaltung waren dann nicht die Versicherungsbeiträge, sondern die im Fall eines Unfalls gezahlten Versicherungsleistungen lohnsteuerpflichtig. Der BFH kommt zu einem anderen Ergebnis (BFH, 11.12.2008, VI R 9/05, VI R 20/05, VI R 19/06, VI R 24/06, VI R 66/06 und VI R 3/08).

Demnach stellen die Versicherungsleistungen (in einem Fall 300.000 DM nach einem schweren Unfall des Arbeitnehmers) keinen steuerpflichtigen Arbeitslohn dar. Allerdings werden mit der Auszahlung der Versicherungssumme die für den Arbeitnehmer gezahlten Beiträge zum steuerpflichtigen Arbeitslohn. Dabei gilt:

  • Maßgeblich sind die bis zur Auszahlung der Versicherungsleistung gezahlten Beiträge, maximal die dem Mitarbeiter ausgezahlte Versicherungsleistung (hier: maximal 300.000 DM – die Fälle trugen sich noch zu Vor-Euro-Zeiten zu).
  • Eine Aufzinsung der Beiträge erfolgt nicht.
  • Der auf den einzelnen Arbeitnehmer entfallende Teil der Beiträge ist gegebenenfalls zu schätzen.
  • Soweit die Beiträge zur Absicherung beruflicher Unfälle dienen, gelten sie als Werbungskostenersatz und sind damit steuerfrei.
  • Sofern kein anderer Aufteilungsmaßstab nachgewiesen wird, kann davon ausgegangen werden, dass die Beiträge jeweils hälftig auf das Risiko privater und beruflicher Unfälle entfallen.
  • Die steuerpflichtigen Beiträge können eventuell als Vergütung für mehrjährige Tätigkeit (§ 34 EStG) ermäßigt besteuert werden.

Das bedeutet für Sie: Sie sparen eventuell Lohnsteuer und Sozialabgaben, wenn Sie Gruppenunfallversicherungen ohne unmittelbaren Rechtsanspruch der Mitarbeiter gestalten. Der Verwaltungsaufwand im Versicherungsfall wird dann allerdings größer.

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