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Wie Sie als Selbstständiger steuergünstig fürs Alter vorsorgen: Was private Rentenversicherung und Rürup bringen

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Von Gerhard Schneider,

Wenn Sie mehr für einen gut abgesicherten Lebensabend tun wollen, habe ich heute wichtige Tipps für Sie zusammengestellt. Die Vor- und Nachteile, steuerlichen Auswirkungen und Risiken von zwei beliebten Vorsorgemöglichkeiten stelle ich Ihnen jetzt vor.

 

Private Rentenversicherungspolice: Steuerlich sehr attraktiv

Private Rentenversicherungspolicen zäh­len steuerlich eindeutig zu den attraktivsten Altersvorsorge-Alternativen. Während der Ansparphase (ab 100 € monatlich möglich) zahlen Sie auf die Beiträge keine Steuern. In der Auszahlungsphase müssen Sie nur einen relativ geringen steuerpflichtigen Ertragsanteil (abhängig von Ihrem Alter bei Rentenbeginn, z. B. bei 65 Jahren 18 %) mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz versteuern.
Grundsätzlich stehen Ihnen bei der Wahl einer privaten Rentenversicherung 2 Möglichkeiten offen: die klassische Variante mit garantiertem Mindestzins von 1,75 % oder die fondsgebundene Rentenversicherung.

  • Die klassische Rentenversicherung bietet Ihnen zwar eine höhere Sicherheit, aber auch eine erheblich niedrigere Rendite. Wie bei der Kapitallebensversicherung fallen relativ hohe (zumeist intransparente) Gebühren an. Diese Variante ist für Sie empfehlenswert, wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen oder kurz vor dem Ruhestand stehen. Für einen monatlichen Beitrag von 100 € erhält ein 35-jähriger Mann nach 30 Jahren derzeit eine garantierte Rente von 181 € im Monat plus Überschussbeteiligung; bei einer 35-jährigen Frau sind es wegen der höheren Lebenserwartung 168 €.
  • Bei einer fondsgebundenen Rentenversicherungspolice winken Ihnen deutlich höhere Renditen, dafür erhalten Sie zu Vertragsbeginn aber keine garantierte Rentenzusage. Durch die Kursschwankungen am Aktienmarkt sind Verluste zudem nicht ausgeschlossen.

Mit einer langen Ansparphase über mehrere Jahrzehnte reduzieren Sie die Kursrisiken von Aktienfonds jedoch erheblich. Wenn Sie Ihre Sicherheit zusätzlich erhöhen möchten, können Sie anstatt in Aktienfonds einen Teil Ihres Kapitals in Rentenfonds investieren. Dabei gilt: Je weiter Sie von Ihrem Ruhestand entfernt sind, desto höher darf der Aktienfondsanteil sein.

Ihre Gebührenbelastung können Sie selber senken, indem Sie bei der fondsgebundenen Rentenversicherung einen Anbieter wählen, der in Indexfonds investiert. Diese Fonds werden nicht aktiv gemanagt, sondern bilden lediglich einen Aktien- oder Rentenindex nach, was die Gebühren für das Fondsmanagement deutlich mindert.

 

Rürup-Rente: Nur für ältere Besserverdienende interessant

Die Basisrente, auch Rürup-Rente genannt, ist als klassische und fondsgebundene Versicherungspolice erhältlich. Der Gesetzgeber fördert diese Form der privaten Altersvorsorge durch großzügige Steuervorteile in der Ansparphase. Die Beiträge zur Rürup-Rente können Sie als Sonderausgaben bis zu einem Maximalbetrag von 20.000 € pro Jahr (40.000 € für Verheiratete) in Ihrer Steuererklärung geltend machen. Im Jahr 2012 erkennt das Finanzamt 74 % der Beiträge als Sonderausgaben an. Dieser Prozentsatz steigt jährlich um 2 % an.
Einen Teil der Förderung holt sich der Staat allerdings in der Auszahlungsphase wieder von Ihnen zurück. Wenn Sie noch 2012 in den Ruhestand gehen, müssen Sie 64 % Ihrer Rürup-Rente versteuern. Dieser Prozentsatz steigt stufenweise bis 2040 (100 %) an. Falls Sie nur noch eine kurze Zeit bis zum Ruhestand haben, profitieren Sie davon, dass der Prozentsatz zu Rentenbeginn festgeschrieben wird.
Die Rürup-Rente wird zu Recht wegen einiger kundenunfreundlicher Regelungen kritisiert. So ist es beispielsweise nicht möglich, dass Sie sich bei Rentenbeginn bis zu 30 % Ihres Guthabens auf einen Schlag auszahlen lassen wie bei einer privaten Rentenversicherung. Außerdem verfallen alle Einzahlungen bei Tod des Versicherten vor Rentenbeginn. Eine Hinterbliebenenrente kann (und sollte) zwar zusätzlich vereinbart werden, mindert aber die spätere Rentenauszahlung.
Der Abschluss einer Rürup-Rente lohnt sich für Sie, wenn Sie einen hohen persönlichen Steuersatz und nur noch wenige Jahre bis zum Ruhestand haben. Dann ist der steuerbegünstigte Teil der Einzahlungen größer als der steuerpflichtige Teil der Rente. Für alle anderen wirft die Rürup-Rente zu niedrige Nachsteuerrenditen ab.

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