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Wie Sie Internetkosten und Telefonkosten korrekt als Betriebsausgabe geltend machen

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Steuer Selbststaendige

Von Gerhard Schneider,

Das Internet ist aus dem Arbeitsalltag kaum noch wegzudenken. Ein Computer mit Online-Zugang gehört quasi zum Standard. Doch Vorsicht: Bei Ihrem betrieblichen Internetanschluss gibt es eine unangenehme Steuerfalle, die nur wenige Selbstständige kennen.Tipp:

Das Internet ist aus dem Arbeitsalltag kaum noch wegzudenken. Ein Computer mit Online-Zugang gehört quasi zum Standard.

Doch Vorsicht: Bei Ihrem betrieblichen Internetanschluss gibt es eine unangenehme Steuerfalle, die nur wenige Selbstständige kennen.

Darum geht es: Ihre Mitarbeiter dürfen zwar das Internet auch privat nutzen, ohne für diesen geldwerten Vorteil Steuern oder Abgaben entrichten zu müssen, für Sie als Selbstständigen oder Unternehmer gilt das aber nicht! Das heißt:

Private Internetnutzung durch Arbeitnehmer ist eine reine Betriebsausgabe

Erfolgt die Privatnutzung durch einen Arbeitnehmer, können Sie Ihre Internetkosten trotzdem zu 100% als Betriebsausgaben abziehen. Der Privatnutzungsanteil muss auch nicht mit Lohnsteuer belegt werden (§3 Nr. 45 EStG), ist aber, wenn es sich nicht um eine „Aufmerksamkeit“ Ihrerseits zugunsten des Arbeitnehmers handelt, umsatzsteuerpflichtig. Bei geringer privater Nutzung des Internetzugangs durch den Arbeitnehmer (und etwas anderes wird im Arbeitsverhältnis kaum geduldet) sollte die Anerkennung des hierauf entfallenden Anteils als „Aufmerksamkeit“ aber unproblematisch sein.

Private Internetnutzung durch Selbstständige als Einnahme behandeln

Anders sieht es aus, wenn Sie selbst der private Nutzer sind: Dann nämlich müssen Sie die Anteile der Internetkosten, die auf private Nutzung entfallen, als Einnahme behandeln. Hierfür ist dann auch Umsatzsteuer fällig. Wie aber ermittelt man den privaten Nutzungsanteil? Ein exakter Nachweis ist praktisch nur möglich, wenn Sie für alle Internet-Aktivitäten ein „Fahrtenbuch“ führen, in dem Sie aufzeichnen,

  • welche Website Sie besucht haben (nur bei betrieblicher Veranlassung; die von Ihnen privat besuchten Seiten müssen Sie nicht angeben),
  • den Anlass und
  • Datum, Uhrzeit (Beginn- und Endzeit) und die sich daraus ergebende Dauer des Besuchs.

Bei intensiver Internetnutzung ist dieser Aufwand aber praktisch nicht zumutbar, weil er in keinem vernünftigen wirtschaftlichen Verhältnis zum Nutzen, also zum steuerlichen Ergebnis, steht.

Privaten Nutzungsanteil bei Telefon und Internet pauschal ansetzen

Tipp: Gerade wenn – wie heute üblich – ein fester Betrag („Flatrate“) für Telefon- und Internetnutzung gezahlt wird, ist es sinnvoller und wesentlich praktikabler, einen pauschalen Anteil für Ihre Privatnutzung anzusetzen. Das folgende Beispiel zeigt, wie es funktioniert:

Angenommen Sie zahlen monatlich für Telefon und Internet 47,60 € einschließlich Umsatzsteuer. Sie nutzen eine Flatrate. Der geschätzte private Nutzungsanteil liegt bei 25%. Die Buchung der Betriebsausgabe erfolgt auf dem Konto „Telefon“, weil eine Differenzierung zwischen Telefon- und Internetanteil praktisch nicht möglich ist.

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