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Zwei aktuelle Stolpersteine, die der Fiskus Ihnen legt

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Von Gerhard Schneider,

Das deutsche Steuerrecht ist eh schon voller Fallstricke. Aber andauernd kommen neue, gefährliche Fallen hinzu. Um zwei ganz aktuelle geht es hier – damit Sie sich unangenehmen und möglicherweise teuren Ärger sparen.

 

Falle 1: Gefährliche Fragebogen vor der Betriebsprüfung

Vor Betriebsprüfungen bei Selbstständigen verschicken die Prüfungsstellen der Finanzämter immer häufiger detaillierte Fragebogen zur Vorbereitung der Prüfung.

Mit den Fragebogen verlangen die Finanzämter genaue Auskünfte über das Geschäft. So sollen beispielsweise Friseure, die geprüft werden, vorab beantworten, wie groß der Anteil der Kunden ist, die einen Trockenhaarschnitt, eine Färbung, eine Dauerwelle etc. haben wollen.

Ziel dabei: Aus den Angaben, die Sie hier machen, und aus Ihren Einkaufsmengen können die Spezialisten im Finanzamt den Umsatz schnell hochrechnen. Liegt die Hochrechnung über dem Umsatz, den Sie in Ihrer Steuererklärung angegeben haben, droht ernsthafter Ärger. Im schlimmsten Fall kann das Finanzamt Ihre Buchhaltung verwerfen und Umsatz sowie Gewinn entsprechend der Hochrechnung festsetzen. Folge ist dann eine gesalzene Steuernachzahlung.

Es ist nicht sinnvoll, das Ausfüllen der Fragebogen ganz zu verweigern. Im schlimmsten Fall könnte Ihnen der Prüfer dann ein Verzögerungsgeld aufbrummen, weil er Ihnen vorwerfen könnte, Informationen zurückzuhalten und die Prüfung dadurch zu verschleppen.

So schützen Sie sich: Füllen Sie diese Fragebogen niemals mit geschätzten Zahlen aus! Mit Schätzungen können Sie leicht danebenliegen und eine fatale Hochrechnung des Finanzamts auslösen. Beantworten Sie deshalb nur die Fragen, zu denen Sie gesicherte Zahlen aus Ihrer Buchhaltung haben.

 

Falle 2: „Verbindliche“ Auskunft des Finanzamts

Wer bei einem komplizierten steuerlichen Sachverhalt Klarheit haben will, kann gegen Gebühr beim Finanzamt eine „verbindliche Auskunft“ einholen. Jetzt steht jedoch fest: Auch wenn sie so heißt, verbindlich ist diese Auskunft nicht.
Das ist die Konsequenz aus einem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH, Urteil vom 29.2.2012, Az. IX R 11/11). Die verbindliche Auskunft des Finanzamts sei nicht bindend oder verpflichtend, so die Richter. Die Auskunft zeige nur, wie das Finanzamt eine steuerliche Gestaltung gegenwärtig beurteile. Die Auskunft treffe „keine endgültige Aussage“ und habe „keine Bindungswirkung“.

Das heißt für Sie:
Nach diesem Urteil ist es überflüssig, in schwierigen Fällen eine „verbindliche Auskunft“ des Finanzamts einzuholen, weil es seine Meinung später noch jederzeit ändern kann. Das Geld, das eine Auskunft kosten würde (nach § 34 Gerichtskostengesetz bei einem Streitwert von z. B. 25.000 € immerhin 3.000 € Gebühr), investieren Sie jetzt besser, um die Einschätzung eines erfahrenen Steuerberaters einzuholen.

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