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Wie ist es um die Work Life Balance in Europa bestellt?

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Liebe Leserin, lieber Leser,

die Familie und den Beruf unter einen Hut zu bringen, ist nicht nur in Deutschland eine Herausforderung. Weltweit haben Unternehmer ähnliche Herausforderungen zu meistern. Dennoch ist der Umgang mit Beruf und Freizeit sehr unterschiedlich. Das liegt vor allem an den sehr unterschiedlichen politischen und kulturellen Hintergründen der Länder. Die Rolle der Familie ist beispielsweise in Südeuropa oder Asien viel stärker gewichtet als hierzulande. Auch die Rolle der Frau und die Geburtenrate prägen die Bedeutung des Verhältnisses von Arbeit zu Freizeit entscheidend.

 

Wir haben uns einmal in verschiedenen europäischen Ländern umgesehen, um einen Vergleich zu Deutschland ziehen zu können. Was machen andere Länder anders und was können wir davon lernen oder umgekehrt?

Die Robert Bosch Stiftung hat einmal Deutschland mit Schweden, Frankreich und Großbritannien in einer Studie verglichen. Interessant ist hier vor allem, dass in allen drei Ländern eine bessere Kinderbetreuung angeboten wird als bei uns. Sei es staatlich bezuschusste Kinderbetreuung oder Erleichterungen bei Dienstleistungen von Betreuungsangeboten zu Hause, Deutschland hat in diesem Bereich noch immer Defizite. Es ist aber nicht nur die finanzielle Seite, auch die gesellschaftliche Sichtweise auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat einen anderen Stellenwert. In Frankreich beispielsweise ist die Flexibilität in der Kinderbetreuung für berufstätige Männer und Frauen deutlich höher wie diese Zahl zeigt: 99% der 3-6 jährigen Kinder können in Betreuungsangeboten während der Arbeitszeit der Eltern versorgt werden. Auch die Wahrnehmung von Kindern als Lärm ist bei uns deutlich stärker ausgeprägt als in vielen anderen Ländern. 

Aber auch eine OECD-Studie hat gezeigt, dass es neben den Kosten für Kindebetreuung vor allem auch Rollenmodelle und die gesellschaftliche Stellung sind, die das Bild der Work Life Balance prägen. Denn in Dänemark, Niederlande und Australien beispielweise entstehen den Männern berufliche Nachteile, wenn Sie zugunsten der Kinderbetreuung am Arbeitsmarkt kürzer treten. 

In Südeuropa ist die Familie noch immer vorwiegend Privatsache und die Zuwendungen und Unterstützung des Staates durch Betreuungsangebote gering, zeigt eine Studie des BMFSFJ. Viele Frauen sind gezwungen, erwerbstätig zu sein, ob nun selbstständig oder angestellt. Der Haupternährer ist aber oft noch immer der Mann. Dementsprechend ist es auch um das Thema Work Life Balance bestellt. Familie und Beruf muss irgendwie unter einen Hut gebracht werden. Gerade weil die familiäre Vernetzung sehr eng ist, werden Kinder oft arbeitsbedingt flexibel mal von den Großeltern oder Verwandten betreut und so aufgefangen. Partnerschaften unterliegen hier auch einem größeren Druck, da die gemeinsame Freizeit oft nicht ausreichend ist. Gerade auch bei Selbstständigkeit im Dienstleistungssektor ist es bei langen Öffnungszeiten oft schwierig, so dass Kinder und Partner einfach in das unternehmerische Leben eingebunden werden. Kinder sind mit im Laden und spielen dort oder der Partner hilft nach seinem Feierabend noch mit aus. Insgesamt ist die Unternehmerkultur viel stärker ausgeprägt als in Deutschland. Schwerpunkt in Südeuropa ist der Dienstleistungssektor.

Im Vergleich zeigt sich, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf überall eine Herausforderung darstellt, die aber verschieden angegangen wird. Familiäre und soziale Netzwerke erleichtern gerade in den Ländern, hier vor allem Südeuropa, die Kinderbetreuung und die Schaffung privater Freiräume, wo es an konkreten Betreuungsangeboten oder Unterstützungen fehlt. Dennoch ist gerade in solchen Ländern das Bewusstsein für eine ausgeglichene Work Life Balance geringer ausgeprägt und deutlich schwächer in der Gesellschaft verankert. Vorbild in Europa ist Skandinavien, da dort die Flexibilität der Kinderbetreuung durch entsprechende staatliche Unterstützung mittels der Elternversicherung, aber auch durch die starke gesellschaftliche Akzeptanz von Mann und Frau als Ernährer und Berufstätige die Work Life Balance in einem gesunden Maße ermöglicht. Deutschland kann also durchaus noch einen Zahn zulegen.

 

Viel Erfolg wünscht Ihnen Ihre

 

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