GHS-Symbole auf blauem Hintergrund, darunter Flamme, Ausrufezeichen und Explosion in roten Rauten. Text beschreibt Piktogramme.

GHS-Kennzeichnung: Symbole, Piktogramme, H- und P-Sätze

Sobald Chemikalien über gefährliche Stoffeigenschaften verfügen, unterliegen diese laut dem GHS immer einer Kennzeichnungs- und Einstufungspflicht und sind mit entsprechenden Gefahrensymbolen zu versehen. Diese GHS-Symbole sind ene äußerst wichtige Präventionsmaßnahme, um Menschen und die Umwelt vor nachteilige Auswirkungen beim Umgang mit eben solchen Chemikalien zu schützen. Doch was sagen die unterschiedlichen GHS-Symbole (die Piktogramme) aus? Und welche Größe und Abmessungen sind bei den GHS-Symbolen zu erfüllen? Alle Informationen zu den GHS-Symbolen finden Sie in diesem Artikel.
Inhaltsverzeichnis

Warum GHS-Kennzeichnung über Leben und Tod entscheidet

Stellen Sie sich vor, in Ihrer Produktion tritt unkontrolliert eine Flüssigkeit aus oder ein Mitarbeiter bekommt einen Spritzer ins Auge. In diesem Moment zählt jede Sekunde.

Hier greift die Drei-Sekunden-Regel: Ein Mitarbeiter muss innerhalb von maximal drei Sekunden zweifelsfrei erkennen können, welche Gefahr von einem Gebinde ausgeht. Ist es „nur“ reizend oder lebensgefährlich giftig? Brennt es sofort oder wirkt es ätzend?

Die GHS-Kennzeichnung (Globally Harmonized System) ist das universelle Warnsystem, das diese Sofort-Erkennung ermöglicht. Wenn Piktogramme jedoch durch Verschmutzung unleserlich sind, Etiketten beim Umfüllen vergessen wurden oder die Symbole schlicht zu klein gedruckt sind, bricht dieses Sicherheitssystem zusammen. Für Sie als Unternehmer bedeutet eine mangelhafte Kennzeichnung nicht nur ein massives Sicherheitsrisiko für Ihre Belegschaft, sondern auch ein erhebliches Haftungsrisiko bei Betriebsprüfungen.

In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Sie die GHS-Vorgaben rechtssicher umsetzen und worauf es bei Piktogrammen, Signalwörtern und Abmessungen wirklich ankommt.

GHS-Kennzeichnung: Definition und Funktion

Das Globally Harmonized System, kurz GHS, ist ein erstmals weltweit bzw. ein einheitliches System zur Kennzeichnung und Einstufung von Chemikalien. Das System ist ein UN-System, das in über 80 Ländern (z.B. Amerika, China, Europa, Russland, Brasilien, Australien etc.) in nationales Recht überführt wurde. In Europa geschieht dies spezifisch durch die CLP-Verordnung (1272/2008).

Das Ziel der einheitlichen GHS-Kennzeichnung war, den länderübergreifenden Handel und Transport chemischer Stoffe und Stoffgemische zu vereinfachen und gleichzeitig den Verbraucher- und Arbeitsschutz zu verbessern. Daher ist das GHS die Einstufungs- und Kennzeichnungsgrundlage von Gefahrstoffen.

Die GHS-Kennzeichnung umfasst wichtige Symbole, Signalwörter sowie Hinweise auf Gefahren und Sicherheit.

Was umfasst die GHS-Kennzeichnung?

Mit GHS werden vor allem folgende Kennzeichnungselemente eingesetzt, um auf Gefahren hinzuweisen:

  • Gefahrenpiktogramme
  • Signalwörter
  • Gefahrenhinweise
  • Sicherheitshinweise

Im folgenden Artikel schauen wir uns diese einzelnen Kennzeichnungselemente näher an.

GHS-Symbole: Übersicht der Piktogramme und ihrer Bedeutung

Die neuen GHS-Kennzeichen haben die Form eines Quadrats mit rotem Rand, das auf der Spitze steht. Im Kennzeichen wird in schwarzer Farbe auf weißem Hintergrund das eigentliche Symbol für die Gefahr abgebildet.

GHS-Code & BezeichnungOffizielle EinstufungDetaillierte Bedeutung (Gefahrenpotential)Signalwort
GHS01
Explodierende Bombe
Explosive StoffeWarnt vor instabilen explosiven Stoffen, Gemischen und Erzeugnissen mit Explosivstoff sowie vor Stoffen mit Selbstzersetzungsgefahr.Gefahr
GHS02
Flamme
Entzündbare StoffeKennzeichnet entzündbare Gase, Aerosole, Flüssigkeiten und Feststoffe. Gilt auch für pyrophore Stoffe und solche, die bei Wasserkontakt entzündbare Gase bilden.Gefahr / Achtung
GHS03
Flamme über einem Kreis
Oxidierende StoffeSteht für brandfördernde Gase, Flüssigkeiten oder Feststoffe, die Brände verursachen, verstärken oder Explosionen begünstigen können.Gefahr / Achtung
GHS04
Gasflasche
Gase unter DruckWeist auf verdichtete, verflüssigte oder gelöste Gase hin. Tiefgekühlt verflüssigte Gase können zudem Kälteverbrennungen verursachen.Achtung / Gefahr
GHS05
Ätzwirkung
Ätzende StoffeWarnt vor schweren Hautverätzungen und Augenschäden. Zudem kennzeichnet es Stoffe, die Metalle angreifen (korrosiv wirken) können.Gefahr / Achtung
GHS06
Totenkopf
Akute ToxizitätKennzeichnet Stoffe, die bereits in kleinen Mengen bei Verschlucken, Einatmen oder Hautkontakt giftig oder tödlich wirken (Kategorien 1-3).Gefahr
GHS07
Ausrufezeichen
GesundheitsgefahrenWarnt vor Reizungen der Haut/Augen, Hautsensibilisierung, betäubenden Wirkungen oder akuter Toxizität geringerer Schweregrade (Kat. 4).Achtung / Gefahr
GHS08
Gesundheitsgefahr
Systemische GefahrenWarnt vor schwerwiegenden chronischen Folgen wie Karzinogenität, Keimzellmutagenität, Fortpflanzungsgefährdung oder Aspirationsgefahr.Gefahr / Achtung
GHS09
Umwelt
GewässergefährdungKennzeichnet Stoffe, die akut oder langfristig (chronisch) schädlich für Wasserorganismen und das ökologische Gleichgewicht sind.Achtung / Gefahr

Tabelle: Systematische Übersicht der GHS-Gefahrenpiktogramme nach CLP-Verordnung

Offizielle Piktogramme und Download-Ressourcen

Für die rechtssichere Kennzeichnung im Betrieb ist die Verwendung der standardisierten grafischen Symbole nach der CLP-Verordnung zwingend erforderlich. Unternehmen müssen sicherstellen, dass die verwendeten Piktogramme in Form, Farbe und Proportion exakt den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Umfassende Informationen sowie die offiziellen Druckvorlagen der Gefahrenpiktogramme in verschiedenen Dateiformaten stellt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zur Verfügung. Unter der Ressource zu Gefahrenpiktogrammen und Signalwörtern finden Verantwortliche zudem detaillierte Leitfäden, welche die Kombination aus Symbolen und den korrekten Signalwörtern „Gefahr“ oder „Achtung“ für jede Gefahrenkategorie präzisieren.

Die Nutzung dieser behördlichen Quellen unterstützt Unternehmer dabei, die Kennzeichnung ihrer Gefahrstoffe stets auf dem aktuellen Stand der Technik und Gesetzgebung zu halten.

GHS-Signalwörter: Indikatoren für die Gefahrenschwere

DDie GHS-Signalwörter dienen als unmittelbare Orientierungshilfe, um die Schwere einer Gefahr auf einen Blick einzuschätzen. Innerhalb des global harmonisierten Systems und der europäischen CLP-Verordnung sind hierfür exakt zwei Begriffe definiert, die eine klare Hierarchie bilden:

  • „Gefahr“ (Danger): Dieses Signalwort ist für schwerwiegende Gefahrenkategorien reserviert (z. B. akute Toxizität Kat. 1-3 oder extrem entzündbare Stoffe). Es signalisiert ein hohes Risiko für Mensch und Umwelt.
  • „Achtung“ (Warning): Dieses Wort wird bei weniger schwerwiegenden Gefahrenkategorien verwendet (z. B. Hautreizungen oder gewässergefährdende Stoffe geringerer Intensität).

Die Vorrangregelung: Eindeutigkeit auf dem Etikett

Für Unternehmer und Logistikverantwortliche ist eine zentrale Regelung der CLP-Verordnung (Artikel 20) von Bedeutung: Es darf pro Kennzeichnungsschild niemals mehr als ein Signalwort erscheinen.

Falls ein Stoff oder ein Gemisch aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften in mehrere Gefahrenklassen eingestuft wird, die unterschiedliche Signalwörter erfordern, greift die gesetzliche Vorrangregelung:

Wichtige Compliance-Regel

Sobald die Einstufung das Signalwort „Gefahr“ erfordert, entfällt die Kennzeichnung mit „Achtung“ vollständig. Dies verhindert eine visuelle Überladung des Etiketts und stellt sicher, dass die kritischste Gefahr im Fokus steht.

Relevanz für die Gefährdungsbeurteilung

Das Signalwort ist nicht nur ein grafisches Element, sondern ein direkter Auslöser für Schutzmaßnahmen im Betrieb. In der Gefährdungsbeurteilung nach GefStoffV dient es als Erstindikator, um beispielsweise Lagerverbote oder die notwendige persönliche Schutzausrüstung (PSA) festzulegen. Eine fehlerhafte Verwendung des Signalworts führt zur Nicht-Verkehrsfähigkeit des Produkts und kann bei Kontrollen durch die Marktüberwachungsbehörden zu empfindlichen Bußgeldern führen.

Gefahrenhinweise: Was sind H-Sätze?

H-Sätze (Hazard-Statements) sind als Gefahrenhinweise zu sehen. Dabei wird mithilfe der H-Sätze die Gefährdung, die von den chemischen Stoffen und Stoffen ausgeht detailliert aufgezeigt. H-Sätze werden immer für das Aufzeigen der jeweiligen Gefahrenklasse verwendet. Ein H-Satz besteht immer aus einem H und einer darauffolgenden dreistelligen Ziffernfolge.

Aufbau der H-Sätze: Was bedeuten die Ziffern?

Die Gefahrenhinweise bestehen stets aus einem H (deshalb H-Sätze) und einer dreistelligen Ziffernkombination. Der Buchstabe H zeigt auf, dass es sich bei der Kennzeichnung um einen Gefahrenhinweis handelt.

Die erste Ziffer des H-Satzes wiederum gibt an, um welche Gefahrenklasse es sich handelt; also auf welche Gefahr sich der Hinweis bezieht. Folgende Gefahrenklassen werden unterschieden:

Erste Ziffer des H-SatzesGefahrenklasse
H2XXPhysikalische Gefahren
H3XXGesundheitsgefahren
H4XXUmweltgefahren
Tabelle: Bedeutung der ersten Ziffer des H-Satzes

Die zweite und dritte Ziffer des H-Satzes hingegen ist eine fortlaufende Nummer, die den Gefahrenhinweis spezifiziert.

Infografik: Aufbau der H-Sätze im GHS
Infografik: Aufbau der H-Sätze im GHS

Beispiele für Gefahrenhinweise und die Bedeutung der H-Codes

Beispiele für Gefahrenhinweise zeigt die folgende Tabelle

Beispiele für H-Codes Bedeutung der H-Sätze
H205bei Feuer droht Massenexplosion
H226entzündbare Flüssigkeit und entzündbarer Dampf
H290kann Metalle korrodieren
H302Gesundheitsgefahr bei Verschlucken
H314schwere Hautverätzungen und schwerwiegende Augenschäden
H319schwere Augenreizung
H410hochgiftig für Wasserorganismen (mit langfristiger Auswirkung)
H411giftig für Wasserorganismen (mit langfristiger Auswirkung)
H412schädlich für Wasserorganismen (mit langfristiger Auswirkung)
Tabelle: Beispiele und Bedeutung von H-Codes

Wichtig: Je nach Ausmaß der Gefahr gibt es auch Kombinationen von H-Codes – zum Beispiel:

  • H300 + H310: Lebensgefahr bei Verschlucken oder Kontakt zur Haut
  • H310 + H330: Lebensgefahr bei Hautkontakt oder Einatmung
  • H302 + H332: Gesundheitsschädlich bei Verschlucken oder Einatmung
  • H301 + H311 + H331: Giftig bei Verschlucken, Kontakt zur Haut oder Einatmung

H-Codes mit weiteren Buchstaben: Was bedeutet das?

Bei bestimmten Gefahren werden die Codes durch angehängte Buchstaben noch weiter differenziert. Damit wird auf
spezielle oder auch auf mögliche Gefahren hingewiesen, z. B.:

  • H360F – Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
  • H360D – Kann das Kind im Mutterleib schädigen.
  • H360FD – Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Kann das Kind im Mutterleib schädigen.
  • H360fd – Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Könnte das Kind im Mutterleib schädigen.
  • H360Fd – Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.
  • H 360Df – Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Kann das Kind im Mutterleib schädigen.

Sicherheitshinweise: Wie lauten die P-Sätze?

Genau wie in den H-Sätzen sind auch in den P-Sätzen alle wichtigen Informationen über eine Substanz als Kurzform enthalten. P-Sätze (Precautionary Statements) sind nichts anderes als Sicherheitshinweise.

Aufbau: Was bedeuten die Ziffern der P-Sätze?

P-Sätze sind genau wie H-Sätze aufgebaut und enthalten stets ein P und eine dreistellige Ziffern-Folge. Das P steht dabei für Precautionary Statement und verweist folglich auf einen Sicherheitshinweis. Die erste Ziffer bei den P-Codes spiegelt die Gruppierung an:

  1. Allgemein
  2. Vorsorgemaßnahmen
  3. Empfehlungen
  4. Lagerhinweise
  5. Entsorgung

Die zweite und dritte Ziffer des P-Codes wiederum ist eine laufende Nummer, die den Sicherheitshinweise konkretisiert.

Infografik: Aufbau der P-Sätze im GHS
Infografik: Aufbau der P-Sätze im GHS

Beispiele für Sicherheitshinweise und die Bedeutung der P-Codes

Beispiele für Sicherheitshinweise lauten:

Beispiele für P-SätzeBedeutung hinter den P-Codes
P101ärztlicher Rat notwendig, Bereithaltung der Verpackung bzw. des Etiketts
P102darf nicht in die Hände von Kindern kommen
P235kühl halten
P280Schutzkleidung tragen
P301Bei Verschlucken: …
P338Kontaktlinsen, falls getragen, entfernen, weiter spülen
P402Aufbewahrung an einem trockenen Ort
P420Getrennte Aufbewahrung
P501Inhalt … zuführen
P502Infos zur Wiederverwendung/-verwertung anfragen (beim Hersteller oder beim Lieferanten)
Tabelle: Beispiele und Bedeutung von P-Codes

Auch bei P-Sätzen gibt es zahlreiche Kombinationen, die erst in ihrer Gesamtheit konkrete Sicherheitshinweise liefern. Dazu gehören beispielsweise:

  • P301 + P310: Bei Verschlucken: Sofort Arzt/Giftinformationszentrum anrufen
  • P301 + P330 + P331: Bei Verschlucken: Mund spülen. Kein Erbrechen verursachen.
  • P402 + P404: Aufbewahrung an einem trockenen Ort und in einem geschlossenen Behälter

Größe der Kennzeichnung: Abmessungen des Etiketts und der GHS-Piktogramme

Die Etikettengröße und die Größe der GHS-Symbole werden im Artikel 17 der CLP-Verordnung geregelt. Da der Verordnungstext dieses Paragraphen teilweise viel zu freizügig interpretiert wurde, wurde der Verordnungstext durch die EU aktualisiert, um Unklarheiten auszuschließen (2. ATP).

jedes Gefahrenpiktogramm muss mindestens ein Fünfzehntel der Mindestfläche des Kennzeichnungsetiketts einnehmen, auf dem die nach Artikel 17 vorgeschriebenen Informationen stehen. Die Mindestfläche darf bei keinem Gefahrenpiktogramm weniger als 1 cm2 betragen

CLP-Verordnung; Anhang I. Abschnitt 1.2.1.3

Die Abmessungen des Kennzeichnungsetiketts und des Gefahrenpiktogramms sind vom Fassungsvermögen der Verpackung abhängig. Mit steigendem Fassungsvermögen (in Liter), wächst auch die vorgeschriebene Abmessung (in mm).

Fassungsvermögen der Verpackung (Liter)Abmessungen des Etiketts (mm)Abmessungen des Piktogramms (mm)
bis 3 Literfalls möglich; mindestens 52 x 74falls möglich; mindestens 16 x 16,
jedoch nicht kleiner als 10 x 10
über 3 Liter bis einschließlich 50 Litermindestens 74 x 105mindestens 23 x 23
über 50 Liter bis einschließlich 500 Litermindestens 105 x 148mindestens 32 x 32
über 500 Litermindestens 148 x 210mindestens 46 x 46
Tabelle: Abmessungen des Etiketts und der Piktogramme je nach Fassungsvermögen der Verpackung

Die Mindestgrößen von GHS-Symbolen und Etiketten sind nicht unabhängig voneinander zu betrachten. Gemäß der CLP-Verordnung muss jedes Piktogramm mindestens ein Fünfzehntel (1/15) der Mindestfläche des Kennzeichnungsetiketts einnehmen.

Das bedeutet für die Praxis: Wird ein Etikett über das vorgeschriebene Maß hinaus vergrößert, müssen auch die Gefahrenpiktogramme proportional mitwachsen. Eine Vergrößerung des Etiketts hat somit direkten Einfluss auf die erforderliche Größe des GHS-Symbols. Die zusätzliche Fläche sollte zudem genutzt werden, um die nach Artikel 17 vorgeschriebenen Informationen – wie Signalwörter, H- und P-Sätze – lückenlos und gut lesbar darzustellen.“

GHS-Compliance als Schutzschild für Ihren Betrieb

Die korrekte GHS-Kennzeichnung nach der CLP-Verordnung ist weit mehr als eine rein grafische Pflichtübung. Für Sie als Unternehmer oder Logistikentscheider bildet sie das Rückgrat der betrieblichen Sicherheit und ist die Voraussetzung für eine rechtssichere Lagerung und Beförderung.

Wer die Systematik aus Piktogrammen, Signalwörtern sowie H- und P-Sätzen präzise umsetzt, profitiert dreifach:

  1. Haftungsminimierung: Sie vermeiden aktiv das Risiko eines Organisationsverschuldens und schützen sich vor Bußgeldern durch Marktüberwachungsbehörden.
  2. Prozesssicherheit: Klare Kennzeichnungen verhindern Fehlbedienungen im Lager und beschleunigen die Identifikation von Stoffen im Notfall.
  3. Mitarbeiterschutz: Eine fehlerfreie Kennzeichnung ist die Basis für jede Gefährdungsbeurteilung und sorgt dafür, dass Ihre Belegschaft stets mit der korrekten Schutzausrüstung (PSA) arbeitet.

Prüfen Sie regelmäßig, ob Ihre Sicherheitsdatenblätter auf dem aktuellen Stand sind und ob die Piktogramme auf Ihren Gebinden der 1/15-Flächenregel entsprechen. Investieren Sie in die Unterweisung Ihrer Mitarbeiter. Denn nur eine Kennzeichnung, die verstanden wird, bietet echten Schutz für Ihr Unternehmen.