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9 Trends, die Sie 2012 unbedingt im Auge behalten sollten

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Wo geht es 2012 lang? Auf welche Trends in Wirtschaft und Gesellschaft sollten wir uns einstellen, wo entstehen die kommenden Wachstumsmärkte? Wir haben unsere Experten auf den unterschiedlichen Gebieten von Automobilität bis Marketing um ihre Einschätzungen gebeten. Hier das Ergebnis: Unser Forecast 2012.

1. Automobilität: Ende eines Statussymbols

2012 wird ohne Frage das Jahr des Durchbruchs der E-Mobilität s ein. Wir werden im k ommenden Jahr jedoch auch erleben, dass kleinere Anbieter auf Nischenmärkten (E-Mobilität in Städten, Zweitwagenmobilität, Zweiradmobilität) ins Geschäft kommen werden. Im Jahr 2005 wurden 75 % der weltweiten Autoproduktion von 6 Marken bewerkstelligt; 2020 wird dieser Anteil nur noch bei um die 60 % liegen.

Das Auto büßt damit (besonders deutlich bei den jungen Menschen in Westeuropa, Nordamerika und Japan) seine Rolle als Statussymbol immer mehr ein. Junge Menschen planen, in ihre Mobilität nur noch 10 % ihres Einkommens investieren zu wollen. Bei der amerikanischen Durchschnittsfamilie sind es zurzeit noch 25 %. Autofahren als „Mobilitätsdienstleistung unter anderen“ wird zugleich zu einem florierenden Markt.

Carsharing kommt endlich aus der Nische der Ökofundamentalisten und wird laut einer Prognose von Frost & Sullivan in Europa und Nordamerika bis 2016 exponentiell wachsen. Davon werden nicht nur die klassischen Carsharing- Anbieter profitieren, sondern auch pfiffige Autoverleiher, Fahrzeughersteller (vgl. „Zukunftsletter“ Februar 2011) und nachbarschaftlich organisierte Dienstleister wie www.getaround.com.

2. Handwerk/Fertigung: Aus Do-it-yourself wird Do-it-for-me

IKEA ist ein Welterfolg, Do-it-yourself erfreut nicht nur Baumärkte, sondern hat einen ganz neuen Markt der konsumkritischen Bastler hervorgebracht: Dawanda.com, fem.com, heimwerker.org u. a. … Bedingt durch Megatrends wie Alterung und Individualisierung wird sich der Trend in nächster Zeit jedoch umkehren.

Denn je mehr wir uns klar machen, dass demografischer Wandel eine Erweiterung von Zielgruppen, Bedürfnissen und Produktnischen bedeutet, umso mehr werden wir personalisierte Produkte für ganz bestimmte Lebenslagen, für Menschen im hohen Alter etc. entwickeln: die Einbauküche für 80-Jährige, das E-Auto für den Einkauf in der Innenstadt usw.

3. Gesundheit: Dezentralisierung der Gesundheitsanbieter

Auf keinem Markt wird weltweit mehr Geld verdient als auf dem Gesundheitsmarkt. Und auf kaum einem Markt wird staatlicherseits mehr um Effizienz gekämpft. Hier wird die Alterung der Gesellschaft besonders dramatische Konsequenzen haben. In den USA, wo Gesundheitsausgaben insgesamt 15 % des BIP ausmachen, werden sich die Ausgaben bis 2020 sogar auf 20 % erhöhen.

In Großbritannien machen die Menschen über 65 Jahre momentan nur 16 % der Gesamtbevölkerung aus – sie nehmen jedoch mehr als ein Drittel des Gesundheitsbudgets in Anspruch. Daneben werden die Rollen im Gesundheitssektor zunehmend diffus: Versicherer werden immer stärker selbst Gesundheits-Checks anbieten. Pharmakonzerne werden, wo es vom Gesetzgeber erlaubt ist (wie schon in den USA und Neuseeland), Kunden mit ihren Produkten direkt ansprechen.

4. Pharmazie: Ende der Blockbuster-Medizin

In den kommenden 10 Jahren verfallen in der Pharmaindustrie Patentrechte in Höhe von 50 Milliarden Euro. Die Zeit der Pharma-Riesen mit 4 oder 5 Blockbuster- Medikamenten in der Pipeline geht dann zu Ende. In der Forschung wird in den nächsten Jahren die Biotechnologie eindeutig die Vorherrschaft gegenüber der Molekularmedizin übernehmen.

Kleinere Biotech-Firmen werden stärker als bislang die Chance bekommen, mit einem Präparat oder einem Durchbruch in der Forschung in Konkurrenz zu den Pillen-Dickschiffen zu treten. Der 2. Zukunftsweg werden intensive Kooperationen sein, was Elefanten-Zusammenschlüsse bei bestimmten Präparaten nicht ausschließt. Alles wird sich darum drehen, die immer höheren Genehmigungshürden mit allen zur Verfügung stehenden Ressourcen zu überwinden.

5. Telekommunikation: Ära der mobilen Inhalte und der Nahvernetzung beginnt

Der Telekommunikationsmarkt befindet sich in einem dramatischen Wandel. 2012 wird das Jahr, in dem sich Near Field Communication (NFC) durchsetzt. Was Android Beam jetzt schon kann, wird auch das iPhone 5 endlich liefern: Datenaustausch zwischen den Geräten auf Knopfdruck. Marketing wird mobil und hat in den USA 2010 bereits die 1-Milliarden-Grenze überschritten. Und der erbitterte Kampf um die Inhalte wird im kommenden Jahr ausbrechen.

Netzanbieter in aller Welt, von der Telekom über NTT DoCoMo in Japan bis TeliaSonera in Finnland und Schweden, wissen, dass mit Telefonnetzen allein kein Geld mehr zu verdienen ist. Die Konsequenz: Aus Netzanbietern werden Konkurrenten auf dem Inhalte- Markt: Fußballrechte, Online-Games, IP-TV, mobiles TV.

Die Verservicung des Netzes passiert jetzt

USA: Vergleich Nutzung mobiler Apps und Internet (in Minuten pro Tag)

USA: Vergleich Nutzung mobiler Apps und Internet (in Minuten pro Tag)

6. IT/Online: Apps machen das Internet zum Service-Netz

Das größte Verdienst des verstorbenen Steve Jobs war es, Computer und Internet popularisiert zu haben. Die Apps sind lange Zeit in ihrem Umsatzpotenzial überschätzt worden. Wir werden jedoch erleben, wie die Mini-Softwareprogramme zunächst weite Teile des Internets in eine nutzerfreundliche Service-Infrastruktur und dann in ein digitales Kaufhaus der Welt verwandeln. Es ist sogar nicht ausgeschlossen, dass Apps zumindest mittelfristig auch die Suchmaschinen ablösen könnten, da sie schnellere, lokalere und zielführendere Informationen für Käufe bieten.

In den USA hat die App-Nutzung den normalen Internet-Aufenthalt im Juli 2011 überflügelt. Laut com Score verbrachten die Amerikaner im Juni 2011 insgesamt 81 Minuten pro Tag mit Apps und nur 74 Minuten im Internet. Ein Jahr zuvor tummelten sie sich noch durchschnittlich 64 Minuten im klassischen Internet und nutzten 43 Minuten pro Tag die praktischen Mini-Programme.

7. Lebensstile: Die Rückkehr der Mehrgenerationen- Familie

2012 werden wir in den Medien mehr über „Emerging Adults“ hören, junge Menschen zwischen 20 und 29 Jahren, die zuhause wohnen bleiben oder dorthin zurückkehren. 2008 lebten fast 2/3 (63 %) der 18- bis 26-jährigen deutschen Männer noch im „Hotel Mama“. Wichtiger aber noch: Wir werden den Durchbruch des Modells der Mehrgenerationen-Familie erleben. War die klassische Großfamilie im Verlauf des 20. Jahrhunderts ein Auslaufmodell, kehrt sie jetzt – beschleunigt durch Rezession und Unsicherheit – in Form der modernen Mehrgenerationen-Familie zurück.

Laut einer Untersuchung der EUKommission lebten 2008 in Europa jeder 3. Mann sowie jede 5. Frau zwischen 25 und 34 Jahren mit den Eltern zusammen. In den USA ist die Zahl der Mehrgenerationen- Haushalte zwischen 2000 und 2009 von 15,1 auf 16,7 % angestiegen, zwischen 2007 und 2009 betrug der Anstieg 10,5 %. Mit dieser Renaissance wird sich im Familienkonsum vieles verschieben. Noch stärker gefragt sein werden (Reise-)Angebote für Opa und Enkel etc.

8. Energie: Das Internet der Energie startet durch

Von den Monopolen zu den Marken: Es wird sich der Gedanke der dezentralen, lokalen und nutzerzentrierten Energieversorgung auf breiter Basis durchsetzen. Dass eine zukunftsfähige Energieversorgung am nachhaltigsten vernetzt sowie in lokalen Strukturen und mit klaren Anreizen für die Nutzer organisiert werden muss, wird viele neue Geschäftsmodelle entstehen lassen.

Technologische Innovationen machen erste Ansätze eines Strom-Internets erkennbar. Kleinkraftwerke wie die CHP-Anlagen von Buderus-Bosch (CHP = Combined Heat and Power) machen ernst mit der dezentralen Energieversorgung und stehen dabei ebenso im Vordergrund wie Kompaktanbieter, etwa Schüco (moderne Fenster und Fassaden sowie Solaranlagen). Der Übergang vom Nullenergie-Haus über das Passivhaus zum Energie- Plus-Haus erreicht 2012 und 2013 den Massenmarkt.

9. Finanzdienstleistungen: Individualisierung der Geldgeschäfte

80 % der weltweiten Ersparnisse liegen laut dem „Economist“ bei den Menschen jenseits der 50 Jahre. Dieser Anteil wird bis 2020 noch einmal leicht steigen. Auch hier wird sich dann die Verlagerung von institutioneller zur individuellen Versorgung mit Finanzprodukten Bahn brechen. Finanzdienstleistungen wie die Altersversorgung werden zu hochindividuellen Dienstleistungen.

Hinzu kommt, dass das Anbieten von Fremdprodukten in den Geldhäusern zur Normalität wird, was in den nächsten 10 Jahren auch das Anforderungsprofil der Banken verändern wird. Banker werden noch stärker zu Lebensberatern und spezialisierten Verkäufern einer Vielzahl von personalisierten Produkten. Der Verkauf von Finanzdienstleistungen wird damit zu einer Tätigkeit, bei der viele Spezialisten gleichrangig nebeneinander unterschiedliche Zielgruppen bedienen werden. Die Konsequenz daraus: Auch bei den Finanzdienstleistungen treten horizontal organisierte Teams an die Stelle von stark hierarchisierten, vertikalen Organisationen.

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