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Bringt die Smartwatch neuen Schwung in den Uhrenmarkt?

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Der weltweiten Uhren-Branche geht es gut. Doch die Zukunftsaussichten dürften alles andere als rosig sein. Der Grund: Armbanduhren werden künftig durch alle Altersklassen hinweg immer häufiger infrage gestellt. Die bunten Swatch-Uhren der 1980er Jahre waren die letzte Revolution, die damals sogar Uhrenverweigerer vom Kauf überzeugte. Nun steht der Branche die Smartwatch bevor. Langt das für ein Comeback der Armbanduhr?

Exportweltmeister gerät ins Straucheln

Nimmt man die Schweiz, die mit Abstand weltweit führende Nation beim Export von (wertvollen) Uhren, als Gradmesser für die künftige Entwicklung, dann scheint es der Branche auf den ersten Blick blendend zu gehen. 2012 legten die Eidgenossen bei den Exporten in Länder wie Großbritannien (+26,4 %), Russland (+14,8 %), Indien (+24,9 %) und Thailand (+22,6 %) deutlich zu.

Doch das Wachstum des Exportgeschäfts der Eidgenossen mit Uhren hat sich in den vergangenen Jahren verlangsamt. 2012 betrug der Anstieg rund 10 % im Vergleich zu 2011. Im Jahr davor lag er noch bei rund 20 %. Vor allem auf den 30 wichtigsten Exportmärkten der Schweiz nahm der Absatz nur noch um 2,4 % zu. Besonders deutliche Rückgänge gab es bei den Top-Abnehmern China und Hongkong. Auch die Nachfrage der traditionellen europäischen Märkte geht weiter zurück.


Hierzulande laufen die Zeitmesser wieder besser

Die Zeiten für Armbanduhren in Deutschland hingegen sind wieder besser. Wie die GfK herausfand, verzeichnete der hiesige Uhren-Markt 2011 seit Jahren erstmals wieder einen Absatzanstieg. 2012 setzte sich dieser Trend fort: Knapp 7 % mehr Uhren wurden verkauft, was der Branche ein Umsatzplus von 9 % bescherte und Deutschland europaweit zum Umsatzspitzenreiter machte. Für den Uhrenkauf beim Juwelier geben die Deutschen im Durchschnitt 291 Euro aus, im Nicht-Fachhandel werden im Schnitt 74 Euro für einen Zeitmesser am Handgelenk ausgegeben. Am stärksten zugegriffen wurde bei den Armbanduhren in der Preisklasse von 75 bis 150 Euro. Der Verkaufshit 2012: bunte Uhren aus Kunststoff.

Der Uhrenmarkt im digitalen Wandel

Nicht zuletzt wegen der Smartwatch-Offensive muss sich die Branche in den kommenden Jahren neu aufstellen. Von drei der größten Hersteller auf dem traditionellen Uhrenmarkt, Swatch, Fossil und Casio, sind noch keine Smartwatch-Pläne bekannt – obwohl die Aussichten mehr als gut sind. Die Marktexperten von Strategy Analytics gehen für das Jahr 2013 von weltweit etwa 1 Million verkauften Smartwatches aus. 2014 sollen es schon 7 Millionen sein. Die Experten von Business Insider rechnen bis 2018 mit einem Anstieg auf 91,6 Millionen verkaufter Smartwatches.

Der Markt gerät langsam in Bewegung:

Samsung hat im September 2012 in Berlin seine Smartwatch Galaxy Gear präsentiert. Damit bekommen die User ihre E-Mails nun am Handgelenk angezeigt, können fotografieren, Videos aufnehmen – und telefonieren. Gerade erst hat Sony seine Smartwatch 2 präsentiert, Gerüchte um Apples iWatch halten sich schon länger. Die Marktexperten von Sanford C. Bernstein rechnen damit, dass Apple im Jahr des Launches seiner iWatch bereits zwischen 2,3 und 5,7 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielen könnte.

Weitere wichtige Player auf dem Smartwatch-Markt

  • Hot Watch, als Kickstarter-Projekt gestartet, ist nach eigenen Angaben die schlaueste Uhr auf dem Smartwatch-Markt. Die Besonderheit: Mit der Funktion »Private Call« wird die Hand zum Headset gemacht, indem ein Lautsprecher in die Innenfläche der Hand schallt, die man sich dann nur noch ans Ohr halten muss. Auch die Menüführung über den Touchscreen ist intuitiv: Zeichnet man eine »U«-Form, wird die Hot Watch beispielsweise unlocked, ein »C« zeigt die Uhrzeit an. Ein Gespräch ablehnen kann man, wenn man das Handgelenk schüttelt ( www.hotsmartwatch.com ).

 

  • Pine vom Start-up Neptune Computer Inc. aus Kanada ist im Vergleich zu anderen Anbietern nicht bloß ein Smartphone-Anhängsel, sondern kann auch Anrufe empfangen, wenn das Smartphone gerade mal nicht in Bluetooth-Reichweite ist. 32 GB Speicher, Kamera, GPSTracker mit Pulskontrolle, Voice Control, Kalender u. v. a. m. gehören ebenfalls zur Grundausstattung von Neptunes Pine ( www.neptunepine.com ).

 

  • Auch die Omate TrueSmart des New Yorker Startup Omate funktioniert unabhängig vom Smartphone. Weitere Besonderheiten: Der ultrasensitive Touchscreen lässt sich mit Handschuhen nutzen, und die Smartwatch ist wasserdicht. Auf der Website heißt es ganz selbstbewusst: »More than a watch, more than just a Bluetooth accessory« ( www.omate.com ).

 

  • Die Gerüchteküche brodelt, was die Smartwatch- Pläne des Internet-Giganten Google angeht. Unter dem Namen »Google Gem« werden im Wochentakt neue Spekulationen angeheizt. Unter anderem soll bei dem Smartphone auch »Now«, Googles intelligenter Sprachassistent, eine zentrale Rolle spielen.

 

  • Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch neue Gerüchte um eine Smartwatch von Microsoft die Runde machen. Zunächst soll ein Projekt unter dem Namen »Joule« vorangetrieben worden sein – mit dem Ziel, einen Pulsmesser als Spielkonsolen-Zubehör zu entwickeln. Doch Microsoft soll mittlerweile nachgelegt haben und an einer mit LTE-Funktechnik ausgestatteten Smartwatch arbeiten, auf der Windows 8 völlig unabhängig von einer Smartphone- oder Tablet-Basis läuft. Das Gehäusematerial soll aus keramischem Werkstoff sein, der härter als Glas ist und im militärischen Bereich verwendet wird.

 

  • Auch Kreyos schoss mit seiner Smartwatch Meteor auf Kickstarter weit über das Ziel hinaus. Statt der angepeilten 100.000 kamen bei der Sammelaktion rund 1,5 Millionen US-Dollar zusammen. Meteor lässt sich per Voice und gestenbasiert steuern ( www.kreyos.com ).

 

  • Pebble ist schon länger auf dem Smartwatch-Markt aktiv. 2012 rief der Uhrenhändler auf Kickstarter zum Crowdfunding auf. 100.000 US-Dollar wurden benötigt, satte 10,16 Millionen US-Dollar kamen zusammen. In der ersten Hälfte 2013 wurde Pebble 93.000-mal verkauft, hinzu kommen über 275.000 Vorbestellungen. Pebble verfügt unter anderem über ein E-Paper-Display und lässt sich via Bluetooth mit einem Smartphone verbinden. Eine Schnittstelle ermöglicht Entwicklern die Programmierung neuer Apps ( www.getpebble.com ).


Trendeinschätzung


Vorbei die Zeiten, in denen Uhren bloß bunte Zeitmesser waren. Gerade im Preissegment der Smartwatches (200 bis 500 Euro) wird der traditionelle Uhrenmarkt sich in den kommenden Jahren neuer Konkurrenz stellen müssen. Es könnte eng werden am Handgelenk. Aber ob wir in 20 bis 30 Jahren überhaupt noch Uhren tragen werden, hängt auch davon ab, wie smart die »alte« mit der »neuen« (Uhren-)Welt zusammenkommt. Mit anderen Worten: Die Zukunft der Uhr entscheidet sich an der Schnittstelle zur Online-Welt.

Bei den jüngeren Zielgruppen hat das Smartphone (Internet) die Uhr bereits aus dem Alltag verdrängt. Laut einer Forsa-Umfrage waren bereits 2010 20 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nicht im Besitz einer Uhr (Spitzenwert in allen Altersklassen).

Aber trotz steiler Prognosen: Auch die Alltagsrelevanz der Smartwatch ist noch nicht final geklärt. Im April 2013 fand IDC in einer Umfrage heraus, dass sich der Großteil der US-Konsumenten keine Uhr mit digitalen Extrafunktionen wünscht. Gerade mal 14 Prozent könnten sich mit einer Uhr anfreunden, die anzeigt, wer gerade auf dem Smartphone anruft. Auch in Deutschland wurden Uhren bislang nicht wegen ihrer Multifunktionalität gekauft.

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