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Die Null-Margen-Ökonomie kommt: So werden sich unsere Märkte in den nächsten Jahren verändern

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Wir haben das Internet, wir haben die Apps. Seit Jahren schon merken wir, dass Carsharing und dezentrale Energieversorgung unsere Märkte umkrempeln: Es werden immer weniger Autos gebraucht, und aus Energiekonsumenten werden immer häufiger Energieproduzenten.

Womit lässt sich dann überhaupt noch Geld verdienen

Jetzt kommt auch noch eine aktuelle Studie aus den USA, die behauptet: Das Zeitalter der (großen) Margen ist endgültig vorbei.

Die These kommt aus berufenem Munde. Kein Geringerer als der amerikanische Soziologe und Ökonom Jeremy Rifkin sagt uns das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen, voraus.

Rifkin ist vor Jahrzehnten bereits mit der Prognose hervorgetreten, dass wir künftig mehr Zugang ("Access") und weniger Besitz einfordern werden.

Der Zukunftsletter hat sein höchst spannendes Pamphlet auf Zukunftsmärkte und Wachstumschancen abgeklopft.

Fazit: Der Kapitalismus geht in eine neue Phase. Das Wichtigste daran: Wir werden unser Geld nicht mehr in überwiegendem Maße über die Produktion und den Tausch von Waren verdienen, sondern über moderne Ermöglichungsdienstleistungen.

Was für eine Ungerechtigkeit: Ohne Tageszeitungen und Magazine wäre das Internet ein ziemlich langweiliges digitales Sammelsurium.

Doch den Verlagen und Autoren, die täglich das Netz zu DEM Ort der Weltverständigung machen, hat das Internet nichts außer einer schmerzhaften Strukturkrise gebracht.

Als die "alten" Medien zu Beginn des neuen Jahrtausends das Netz mit Qualitätsjournalismus zu bestücken begannen, war überhaupt noch nicht absehbar, in welche Richtung sich die Web-Ökonomie bewegen würde (eine Netzwirtschaft existierte schlicht noch gar nicht).

Automobil

Die Automobilindustrie ist der Schlüsselmarkt für unsere Marktordnung im 20. Jahrhundert – im 21. Jahrhundert gelten, so Rifkin, andere Gesetze und komplett andere Kundenbedürfnisse.

Die Automobilwirtschaft, wie wir sie kennen, wird deshalb bis 2050 zu den Auslaufmodellen gehören.

Am ehemaligen Statussymbol Auto manifestiert sich für Rifkin der epochale Wandel von einer Besitzkultur zu einer modernen Kultur des Zugangs (zu Dienstleistungen).

Natürlich sind Autos schön und sexy, weil sie ein Maximum an Freiheit und Mobilität versprechen.

Doch die Konsumenten der Zukunft möchten mit einem nachhaltigen Lebensstil den Planeten retten.

Weltweit, rechnet Rifkin vor, ist es so, dass 80 % der Carsharing-Nutzer, die vorher ein Auto besaßen, dieses verkauft haben.

Konsequenz: Wir werden im Jahr 2020 deutlich weniger Autos brauchen. Und wir reden seit den 1990er Jahren schon von Überproduktionskrisen in der Fahrzeugherstellung.

Aktuelle Zahlen aus den USA belegen ganz deutlich, dass aus dem Automarkt ein – schreckliches Wort – Markt der Mobilitätsdienstleistungen wird: Im Jahr 2008 verfügten gerade noch 46,3 % der Amerikaner, die 19 Jahre und jünger sind, über einen Führerschein.

1998 waren es dagegen noch 64,4 %.

Neo-Urbanität

In den immens wachsenden Großstädten der Zukunft wird über das Schicksal unserer Welt entschieden.

Immer mehr Menschen auf immer engerem Raum, das macht Angst – weckt aber auch Hoffnungen.

Energienetze lassen sich in Millionenstädten mit großer Effizienz knüpfen.

Und auch Mobilitätskonzepte lassen sich hier über Vernetzung effektiver nutzen.

In Kanada und den USA werden es nicht die Unternehmen sein, die unter anderem mit Bike-Sharing das große Geld machen werden.

58 % der internetbasierten Fahrradverleiher sind schon jetzt Non-Profit-Organisationen; Privatunternehmen: 21 %, öffentliche Unternehmen: 16 %.

In Europa geht der Trend in eine ähnliche Richtung. Auch hier: Wir bewegen uns allmählich weg von der Automobilität – doch der Zukunftsmarkt, da liegt Rifkin definitiv richtig, wird kein Produkte- und Besitzmarkt, sondern ein Dienstleistungsmarkt sein.

Digitale Bildung

Schon seit den 1990er Jahren erwarten wir die Digitalisierung der Bildung. Seit dieser Zeit sprechen wir von E-Learning.

Ein schillernder Begriff, der die Enträumlichung des Lernens ankündigt – bis vor Kurzem jedoch bei Weitem nicht hielt, was er versprach.

Seit knapp drei Jahren sprechen wir von MOOCs: Massive Open Online Courses.Das sind Online-Studienangebote die praktisch jedermann zugänglich sind.

Ein Unternehmen wie Coursera (Februar 2012: 2,7 Millionen Studenten aus 196 Ländern) bringt mittlerweile mehr als 60 Hochschulen mit ihrem digitalen Lehrangebot ins Netz. edX, ein Zusammenschluss der Eliteuniversitäten Harvard und Stanford mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT), meldeten schon Ende 2012 mehr als 1 Million eingetragene Nutzer.

Rifkin liegt völlig richtig, wenn er davon ausgeht, dass Lernen und Studieren in Zukunft nicht ausschließlich, aber immer selbstverständlicher auch im Internet stattfinden werden.

Mittlerweile werden bereits offizielle Zertifizierungen zu den Online-Programmen angeboten.

Und, besonders brisant: Sie liegen deutlich unter den Preisen, die Studenten in den USA zurzeit für einen "analogen" Studienabschluss ausgeben müssen.

Es ist keine Seltenheit, dass Studenten in den USA an einer angesehenen Hochschule pro Jahr 50.000 US-Dollar für das Studium zahlen müssen, das mindestens vier Jahre dauern wird.

Da türmt sich ein Berg von Schulden auf, den viele Akademiker bis in die Lebensmitte hinein abtragen müssen.

Die MOOCs liefern dazu nicht nur die zeitgemäße, sondern auch eine Low-Budget-Alternative.

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