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Die „United States of Europe“ kommen

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Das prognostiziert der bekannte Historiker Niall Ferguson. Er rechnet laut einem Report des „TrendScanner” bis 2021 mit folgenden Entwicklungen:

Er hat dann an diesem Platz eingecheckt, wie es im Netzjargon heißt. So lassen sich leichter Treffen mit Freunden und Bekannten arrangieren. Foursquare hat elf Millionen Nutzer.
Solche Lokalisierungsdienste ermöglichen völlig neue Werbeaktionen. Beispiel: Tanger Outlets, eine amerikanische Kette von Einkaufszentren. Das Unternehmen hat ein Loyalitätsprogramm für Nutzer von Facebook oder Foursquare aufgelegt.
Das Versprechen: Wer dreimal in einer Filiale mit seinem Handy eincheckt, erhält per E-Mail sofort einen Geschenkgutschein im Wert von zehn US-Dollar zugeschickt. Beim fünften Besuch nimmt der Kunde zusätzlich an der Verlosung einer Reise nach Paris teil. 5.000 Kunden haben sich mittlerweile registriert.
Besertung des „TrendScanner”: Marketing, das den Standort des Kunden berücksichtigt (Fachwort: Location Based Marketing), hat ein riesiges Potenzial. Die Vorteile:

1. Sie erhalten einen direkten Kanal zum Kunden.

Denn: Wer sich für ein Loyalitätsprogramm wie das von Tanger registriert, muss seine E-Mail- Adresse angeben. Dadurch wird eine ganz neue, persönliche Ansprache möglich. Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Der Kunde steigt aus dem Flugzeug und meldet seinen neuen Standort bei Foursquare. Sofort erhält er von seinem Lieblingsrestaurant eine E-Mail aufs Handy: „Willkommen in Köln! Dürfen wir für Sie heute Abend einen Tisch buchen?“

2. Standortbasiertes Marketing kurbelt die Umsätze an.

Statistiken zeigen: Bekommt der Kunde den Geschenkgutschein zugemailt, sobald er den Laden betritt, werden im Schnitt 20 Prozent der Coupons eingelöst – bei gedruckten Coupons, etwa in der Zeitung, sind 2 bis 3 Prozent üblich.

3. Werbung lässt sich noch stärker an das Verhalten des Kunden anpassen.

Beispiel: Tanger hat analysiert, welche Kunden sich zwar für das Loyalitätsprogramm registrieren, aber nie in einem Laden eingecheckt haben. Sie werden mit speziellen Werbe-Mails angesprochen.

Standortbezogenes Marketing: So vermeiden Sie Abwehrreaktionen

Location Based Marketing darf nicht übernutzt werden, sonst fühlt sich der Kunde bespitzelt. Beachten Sie auf jeden Fall diese Punkte:

1. Überfordern Sie den Kunden nicht.

Wer täglich in einem Geschäft eincheckt, will nicht jedes Mal eine Werbe-Mail bekommen. Begrenzen Sie die Zahl der Aussendungen auf maximal drei pro Woche.

2. Machen Sie es den Kunden leicht, sich aus dem standortbezogenen Loyalitätsprogramm wieder abzumelden.

Bieten Sie in jeder Werbe-Mail ein sog. Opt-out.

3. Erklären Sie dem Kunden klar, warum er eine Mail erhält.

Beispiel: Weisen Sie im Betreff auf sein Foursquare-Check-in hin.

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