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Generation Brigitte: Wie die Mitvierzigerinnen von heute ticken

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Brigitte-Frauen sind zwischen 35 und 50 Jahre alt und haben auf stille und unorthodoxe Weise die Frauenbewegung der 1970er-Jahre abgelöst.

Zeichnete sich der Feminismus nicht nur durch klar markierte ideologische Positionen und die Festlegung auf Selbstverwirklichung im Beruf (»Eroberung von männlichen Domänen«) aus, setzen die Brigitte-Frauen auf gelassenere Lebensmodelle.

Alles ist möglich (zum Beispiel die freie Mitarbeit bei einer Nichtregierungsorganisation), aber frau muss zu Beginn des 21. Jahrhunderts nicht mehr alles auf die Karte der beruflichen Selbstbehauptung setzen, um glücklich zu werden.

Die Zeitschrift Brigitte ist für diese Frauen ein gutes Stück eigener Geschichte und ein Imaginationsraum, der dabei geholfen hat, die eigene prekäre Identität durch die 1980er- und 1990er-Jahre hindurch zu entwickeln.

Das Durchschnittsalter der Brigitte-Leserin in Deutschland liegt bei 47,8 Jahren, das der zweimonatlich erscheinenden Brigitte Woman bei 45,8 Jahren. Die Frauen, die dem Lebensstil der Generation Brigitte zuzuordnen sind, sind mit dieser Zeitschrift aufgewachsen, haben ihr sozialliberales Timbre zu ihrer Blütezeit in den 1980er-Jahren eingeatmet.

In dieser Zeit wuchsen die Brigitte-Frauen heran, erlangten politisches Bewusstsein und ordneten sich in der Arbeitswelt ein. Brigitte, deren Auflage zwischen 2002 und 2011 von 880.000 Exemplaren auf 660.000 Exemplare fiel, war in den 1980er-Jahren das Zentralorgan (mit bis zu 1,4 Millionen verkauften Exemplaren pro Ausgabe) für weibliches Selbstbewusstsein und einen gemäßigt-gelassenen Feminismus in der Wohlstandsgesellschaft.

Die Zeitschrift hat mehr als Schulen und Hochschulen die Ankunft einer modernen Weiblichkeit in der Mitte der Gesellschaft gefördert.

Die Generation-Brigitte-Frau ist häufig eine Doppellastfrau in den Vierzigern, sie hat Kinder und einen Job, meistens auch einen Mann. Manchmal ist sie »alleinerziehend-verheiratet« und manchmal auch ganz alleinerziehend (16 Prozent aller Mütter). Was ihr immer fehlt, ist Zeit – und das möchte sie ändern.

Sie versucht tendenziell, es allen recht zu machen, und scheitert dabei an ihrem eigenen Perfektionismus. Konsum und Freizeit dienen der Kompensation ihres hohen Stresspegels. Sie ist diejenige in der Familie, die am ehesten zurücksteckt. Sie hängt dem Modell der gleichberechtigten Partnerschaft an, glaubt nach wie vor an die Richtigkeit der Theorie – und hadert mit der richtigen Umsetzung.

Im Alltag zeigt sich, dass die Brigitte-Frau die Hauptlast des Familien-Business trägt: Sie kümmert sich um Haushalt und Nachwuchs. Sie ist die Sozialstation und Ansprechpartner für Freunde, Familie, Haushaltshilfen, Erzieher und Lehrer. Ihr Netzwerk ist engmaschig: 6,2 Verwandte, vier Freunde sowie 3,4 andere Personen stehen ihr im Durchschnitt zur Seite, seitdem sie Mutter geworden ist.

Sie kennt sich in sozialen Online-Netzwerken perfekt aus und holt sich Rat in Communitys und Foren gerne als stiller Zuhörer, seltener als aktiver Diskutant.

Trotzdem fühlt sie sich häufig alleingelassen und beschreibt die Doppelaufgabe (Familie und Job) in der Regel als Doppelbelastung und einen verzweifelten Versuch, alle Bedürfnisse unter einen Hut zu kriegen.

Erst wenn es die Brigitte-Frau schafft, die Doppellast zur Doppellust umzudefinieren, verbessert sich ihre Lebensqualität nachhaltig. Neue Produkte und Dienstleistungen werden ihr dabei in den nächsten Jahren helfen.
Derzeit leben den Lebensstil der Generation Brigitte etwa 1,2 Millionen Frauen. Prognose für 2030: 1,5 Millionen.

Steckbrief Generation Brigitte
Alter:
30-50 Jahre
Status:
Ehe, eheähnliches Verhältnis
Haushaltsnettoeinkommen:
2500€ - 5000€
Kinder:
Ja
Rollenverteilung:
bewusst posttraditionell
Bildung:
Abitur, Hochschule
Politik:
stark politisch, bürgerschaftlich engagiert, hohe Skepsis gegenüber Parteinpolitik
Wohnort: Großstädte, Suburbs von Großstädten, bessere und beste Lagen
Werte:
Nachhaltigkeit, Authenzität, konservative Werte (Familie, Autorität) auf VHB
Konsummermerkmale:
verantwortungsbewusste Marken, Bio; deutliche Markenskepsis

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