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Online-Reiseportale: Vom Reisemittler zum kreativen Veranstalter

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Von coupling-media,

Reiseportale im Internet profitieren von der steigenden Akzeptanz des Web und wandeln sich vom Reisemittler zum Travel-Spezialisten mit eigenen Angeboten. Bis Expedia, Opodo oder Travelchannel Geschäfte im stationären Handel eröffnen, wird es nur eine Frage der Zeit sein, berichtet der Zukunftsletter in seiner Sonderausgabe "Zukunft des Tourismus":

Der Gang ins Reisebüro wird von vielen an Fernweh Leidenden immer öfter durch eine Tour mit Maus und Internet-PC ersetzt. Die Reisebranche verbucht im Gegensatz zu vielen anderen steigende Abwicklungsraten via Web. Im Sog des großen Erfolgs von Low-Cost-Airlines setzen nun auch etablierte Fluggesellschaften und Touristikunternehmen zunehmend auf den Vertriebsweg Internet.

Die zentralen Thesen zum touristischen Web-Trend:

  1. Online-Reiseportale haben ihren USP ausgeweitet und treten heute verstärkt als Veranstalter auf.
  2. Die vollzogene Verankerung der Marke beim Kunden führt mittelfristig zu einer Verlängerung der Brands in den stationären Handel.
  3. Die Web-Portale adressieren die Kunden längst nicht mehr über Niedrigpreise, sondern über Angebot und Qualität.
  4. Steigende Akzeptanz der Kaufabwicklung im Netz dank Safer-Shopping-Siegeln beflügelt die Online-Reisebranche.

Die aktuelle Entwicklung geht allerdings zu Lasten der ohnehin mit geringen Margen operierenden Reisebüros. Dem aufsteigenden Gesamttrend tut dies indes keinen Abbruch. "Rund 80 % der touristischen Internetseiten in Deutschland bieten inzwischen Buchungsfunktionen, was im vergangenen Jahr für deutlich steigende Internet-Umsätze in der Tourismusindustrie sorgte", sagt Dominik Rossmann, Geschäftsführer der auf Webtourismus spezialisierten Marktforschungs- und Beratungsagentur Ulysses in München.

Die Hemmschwelle Internet-Kauf ist im Reisegeschäft frühzeitig gesunken

Nach einer aktuellen Erhebung des US-amerikanischen Pew Internet & American Life Project informieren sich schon rund 45 % der amerikanischen Erwachsenen mit Internetanschluss im Netz über Reiseziele und haben auch schon virtuelle Touren durchs Terrain unternommen. Die wachsende Anzahl der schnellen Breitbandanschlüsse macht das Web-Surfen zu favorisierten Destinationen dort immer beliebter. Vor allem die Altersgruppe zwischen 28 und 49 Jahren nutzt das Online-Massenmedium dazu.

e-Tourismus boomt bei den teuren Reisen

Blieb es früher zumeist nur bei der Recherche im Web, nach der anschließend doch im stationären Reisebüro gebucht wurde, drücken die reisewilligen Surfer heute immer öfter den virtuellen Kauf-Button. Rund 13 % der deutschen Urlauber mit Netzzugang buchen ihre Reise nach einer Untersuchung des Bonner Marktforschungsunternehmens Sta-Consult bereits komplett online, weitere 13 % immerhin Teile davon im Internet - darunter fallen Mietwagen, Veranstaltungstickets und einzelne Flüge.

Besonders für Vergleiche und Informationen ist das Netz nicht mehr wegzudenken: 56 % der Surfer prüfen vor dem Buchen die Offerten der verschiedenen Anbieter und fast alle (94 %) informieren sich auch via Internet über ihr Reiseziel. Der Anteil der Online-Bucher steigt mit dem Reisepreis: Sind es bei Reisen in der Preisklasse von 200 bis 500 Euro 21 %, die zumindest teilweise online buchen, steigt die Zahl bei Reisen über 2.000 Euro auf 41 %. Auch Reiseprofis werden dem Internet gegenüber aufgeschlossener: Unter den nur einmal im Jahr Urlaubenden sind es nur 18 %, die übers Internet buchen, unter den fünfmal oder mehr Verreisenden 44 %.

Einer der Gründe für die stetig steigende Akzeptanz beim Kunden ist die Fülle der Informationen auf den Seiten der Spezialanbieter - oft mehr und besser aufbereitet als in den Printkatalogen der Reiseveranstalter. Aufwändige, Usability-getestete Benutzeroberflächen sollen eine störungsfreie Reise mit der Maus garantieren. Ein Pfund, mit dem travelchannel.de, expedia.de, avigo.de oder opodo.de gerne wuchern. Während Rundum-Services vom Mietwagen bis zur Ferienhausbuchung längst Standard sind, entwickeln sich die Web-Spezialisten neuerdings vom reinen Reisemittler zum Veranstalter: "Wir legen immer mehr eigene Produkte auf, die man so im Reisebüro nicht findet", erläutert Martin Meister, Geschäftsführer von Travelchannel. Damit versuchen die Portale den User vom Gang ins Reisebüro abzuhalten. Voll im Trend: individuell zusammenstellbare Bausteinreisen, die dennoch den Schutz einer Pauschalreise mit Preisersparnis gegenüber der Buchung von Einzelleistungen garantieren.

e-Tourismus wird sesshaft

Der Trend e-Tourismus wird auf mittlere Sicht auch die Geiz-ist-geil-Ära beenden. Bei den Buchungen auf den Online-Plattformen verschieben sich die Kundenwünsche immer öfter von der reinen Preisorientierung hin zum Qualitätsanspruch. Das hat bei den Anbietern zu der Erkenntnis geführt, dass man sich nicht mehr über Tiefpreisangebote profilieren kann, sondern vorrangig über Angebot und Qualität. Eine Tendenz, die die Online-Reisebranche vielen anderen Spielarten des e-Commerce schon voraus hat: Der User akzeptiert die Angebote und sieht dank TÜV-Prüfungen und Safer-Shopping-Siegeln kaum noch Grund zum Misstrauen bei der Kaufabwicklung. Die Marken etablieren sich, was die Web-Portale verstärkt über deren Verlängerung ins Stationärgeschäft nachdenken lässt. Dass die traditionellen Reisebüros in der Einkaufsmeile bald Gesellschaft eines stationären Travelchannel-Shops oder Expedia-Ladens bekommen, ist sicherlich nur noch eine Frage der Zeit.

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