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Geld für positive Bewertungen? Finger weg!

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Gern wollen Unternehmen Kunden belohnen, die positive Bewertungen schreiben.

Weisen sie allerdings vorher darauf hin, handelt es sich nicht mehr um authentische Meinungsäußerungen, sondern um „bezahlte Empfehlungen“. Und die sind wettbewerbswidrig!

Immer wieder erreichen mich E-Mails von Onlineshops, die nach der Warenlieferung versandt werden und um positive Bewertungen bitten.

Nicht selten werden darin Belohnungen angeboten. Beispiel: „Bewerten Sie uns und gewinnen Sie mit etwas Glück ein iPad oder einen anderen attraktiven Preis.“

Doch bereits im Jahre 2010 urteilte dazu das Oberlandesgericht (OLG) Hamm, dass Händler wettbewerbswidrig handeln, wenn sie Kunden mit Rabattversprechungen zu positiven Kundenbewertungen motivieren wollen (Az. I-4 U 136/10).

Dieser Text wurde beanstandet

„Sie sind von uns begeistert oder wollen einfach Ihre Meinung über uns mit anderen teilen? Wenn Sie innerhalb von 90 Tagen nach Erhalt unserer Waren eine Bewertung auf dem folgenden Meinungsportal ,XY‘ abgeben und uns eine Kopie der Bewertung per E-Mail an ,XY‘ senden, erhalten Sie von uns nachträglich einmalig einen Preisrabatt von 10 % auf den Warenwert Ihrer letzten Bestellung (Überweisung auf Ihr Konto).“

Laut Urteil des OLG Hamm gilt

„Die Verwendung bezahlter Zuschriften ist unzulässig, wenn auf die Bezahlung – wie hier – nicht ausdrücklich hingewiesen wird (Köhler/Bornkamm UWG, 28. Aufl., § 5 Rn 2.164).

Die Kunden der Klägerin, die ihre Bewertungen auf die dargestellte Weise auf dem Meinungsportal XY abgaben, sind bei der Abgabe ihres Urteils über die Qualität der Produkte nicht frei und unbeeinflusst gewesen.

Das erwartet der Verkehr jedoch, wenn ihm derartige Äußerungen anderer Verbraucher in der Werbung entgegentreten.

Ist die lobende Äußerung über das Produkt dagegen „erkauft“, ohne dass auf die versprochene Gegenleistung hingewiesen wurde, wird der Verkehr irregeführt (OLG Hamburg GRUR 1979, 246).“

Wie Sie Ihre treuesten Fans belohnen – ohne Geld

Möchten Sie dennoch einen Rabatt als Dankeschön gewähren, so gibt es dafür eine einfache Möglichkeit: Tun Sie dies ohne vorherige Ankündigung.

Versenden Sie den Rabattgutschein einfach als Überraschung. Der positive Effekt beim Empfänger des Gutscheins ist weitaus größer!

Bitte beachten: Alle E-Mails, die Sie mit der Aufforderung zur Bewertung versenden, sind nur möglich, wenn Ihnen das Einverständnis des Empfängers zum Erhalt von Werbesendungen vorliegt.

Tipp: Verzichten Sie auf das wettbewerbswidrige Erkaufen von Bewertungen und die daraus resultierende Irreführung des Verbrauchers.

Bedanken Sie sich bei positiven Bewertungen auf andere Weise. Anregungen dafür erhalten Sie in dieser Ausgabe.

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