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Websites: Formulare clever nutzen

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Die meisten Menschen hassen Formulare. Aber sie sind unvermeidlich. Möchte man etwas kaufen, einen Newsletter bestellen oder eine Auswahl unter mehreren Optionen treffen, dann kommt man um Formulare nicht herum.Wichtig ist aber ihre Gestaltung. Sie soll dafür sorgen, dass der Nutzer möglichst ohne Frust und so schnell wie möglich die lästige Formulararbeit hinter sich bringen kann.

Dieser Artikel zur Nutzerfreundlichkeit von Formularen basiert auf der Studie "Formulare für den Nutzer leicht machen" vom User-Experience-Dienstleister m-pathy. Das in Dresden ansässige Unternehmen testet und optimiert die Usability (Benutzerfreundlichkeit) von Websites vor allem mit der Methode des Mousetrackings.

Frage 1 zur Formulargestaltung: Wie lang darf ein Formular sein?

Antwort: Machen Sie Online-Formulare so kurz wie möglich. Fragen Sie nur die Informationen ab, die Sie wirklich für den aktuellen Zweck benötigen. Beispiel Bestellformular: Hier genügen Vor- und Nachname, Adresse, E-Mail-Adresse und gegebenenfalls Bankverbindung. Eine Abfrage des Geburtsdatums ist zum Beispiel nur dann erforderlich, wenn gesetzliche Bestimmungen dies für den Verkauf Ihrer Artikel (Alkohol, Erotikartikel) erforderlich machen.
ACHTUNG: Benutzen Sie insbesondere Formulare, die zum Kaufabschluss führen sollen, niemals dazu, auch Marktforschungsdaten abzufragen.
Beispiel: Formular zur Newsletter-Anmeldung. Häufig werden hier neben der E-Mail Adresse weitere Informationen, z. B. Vor- und Zuname, abgefragt. Dies führt zu niedrigeren Bestellzahlen. Es verstößt außerdem gegen das Gebot der Datensparsamkeit. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass es außer der Abfrage der E-Mail- Adresse keine weiteren Pflichtfelder geben darf, damit die anonyme Nutzung Ihres Newsletters möglich ist (§ 3 BDSG, § 4 TDDSG).

Frage 2 zur Formulargestaltung: Kann ich überhaupt zusätzliche Informationen erfragen?

Antwort: Ja. Trennen Sie dann zwischen Pflicht- und Optionsfeldern. Lassen Sie den Benutzern die Chance, so schnell wie möglich ans Ziel zu gelangen. Heben Sie alle Pflichtfelder mit Stern-Markierungen oder durch andersfarbige Gestaltung von etwaigen Optionsfeldern ab. So kann der Nutzer selbst entscheiden, ob er sich die Zeit nimmt, optionale Fragen zu beantworten.

Frage 3 zur Formulargestaltung: Wo werden die Bezeichnungen für Formularfelder am besten untergebracht?

Antwort: Am besten platzieren Sie die Formularfeldbezeichnungen über den auszufüllenden Feldern. List-Boxen sind in jedem Programm enthalten. Sie dienen zur Auswahl einer Option aus einer vorgegebenen Liste.
Studien, bei denen der Blickverlauf der Nutzer aufgezeichnet wurde, haben ergeben, dass Formulare mit den Feldbezeichnungen direkt über den Feldern am schnellsten ausgefüllt werden. Die zweitbeste Methode ist es, die Feldbezeichnungen links vom Formularfeld rechtsbündig zu setzen.

Frage 4 zur Formulargestaltung: Wie gestalte ich Auswahlboxen am sinnvollsten?

Antwort: Es kommt darauf an. Wenn Nutzer innerhalb eines Formulars eine Auswahl unter mehreren Optionen treffen sollen, stehen Ihnen dafür mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

  • List-Boxen. Eine List-Box ermöglicht es dem Nutzer, von mehreren Möglichkeiten eine oder mehrere auszuwählen. Ideal ist sie aber für die Auswahl nur einer Option, etwa für die Auswahl des Landes aus der Liste der Länder oder die Angabe der Währung.
  • Check-Boxen. Hier kann der Nutzer aktiv eine oder mehrere Möglichkeiten ankreuzen. Das ist die schnellste Methode, wenn die Auswahlliste nicht zu lang ist und mehrere Optionen möglich sind.
  • Radio-Buttons. Sie sind ideal für die Auswahl einer einzigen Option aus einer kurzen Liste (maximal 4 Auswahlmöglichkeiten). Ihr Name leitet sich von den Stationstasten des Radios ab. Hat man eine gedrückt, ist der Sender eingestellt.

Frage 5: Wie frage ich am besten das Datum ab?

Antwort: Am besten durch die drei Eingabefelder Tag, Monat, Jahr. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten für das Eingeben von Kalenderdaten: Am schnellsten geht tatsächlich die Variante mit drei einfachen Formularfeldern für Tag, Monat, Jahr.
Die häufigsten Fehler passieren bei der Auswahl eines Tages aus einem eingeblendeten Kalender – für Flug- und Hotelbuchungen wird sie dennoch oft eingesetzt.
Die meiste Zeit erfordert es, aus Dropdown-Boxen Datumseingaben auszuwählen. Nutzer brauchten in Tests hierbei doppelt so lang wie bei anderen Methoden der Datumsangabe.

Frage 6 zur Formulargestaltung: Wann weise ich den Nutzer auf Eingabefehler hin?

Antwort: Erst nach Eingabe aller Daten. Auch wenn diese Antwort verblüffend ist: Studien haben ergeben, dass es besser ist, Nutzer erst nach Absenden eines Formulars auf Eingabefehler hinzuweisen, anstatt dies unmittelbar nach der fehlerhaften Eingabe zu tun.
Offenbar neigen Menschen dazu, lieber erst das ganze Formular auszufüllen, um es dann am Ende zu überprüfen. Um am wenigsten Frust beim Nutzer zu erzeugen und damit die Abbruchquote so gering wie möglich zu halten, bietet sich es also an, den Hinweis auf Fehleingaben erst dann vorzunehmen, wenn alle Eingaben gemacht wurden.

Frage 7 zur Formulargestaltung: Wo platziere ich am besten die Aktions-Buttons?

Antwort: In der Regel rechts. Alle Buttons, die zu weiterführenden Aktionen führen, werden am besten rechts platziert. Diese Platzierung entspricht unserem gewohnten Schreib- und Lesefluss. Deshalb ist eine Platzierung rechts auch die beste Stelle für den Weiter-Button, während der Zurück-Button links platziert sein sollte.
Untersuchungen haben aber auch gezeigt, dass es sinnvoll ist, das Ziel der Weiter- oder Zurück-Buttons nochmals erklärend zu beschriften, also zum Beispiel: "Weiter (zur Kasse)", "Zurück (zur Produktauswahl)". So kann der Nutzer genau abschätzen, welche Folgen ein Klick mit sich bringt.
ACHTUNG: Bitte beachten Sie, dass alle Empfehlungen für Anbieter und Nutzer deutschsprachiger Websites gelten. In anderen Ländern und Kulturkreisen können andere Empfehlungen sinnvoller sein.
Die gesamte Studie ist kostenfrei zu beziehen unter: www.m-pathy.com/formulare

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