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Wie Sie bei Google jetzt auch mit fremden Markennamen werben dürfen

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Stellen Sie sich vor, Sie haben eine wunderschöne Verkaufsseite im Internet und Sie vertreiben Whirlpool-Waschmaschinen. Um Ihre Seite bei den Kunden bekannter zu machen, schalten Sie auch AdWords bei Google.

Google wiederum lässt Ihre Werbung bei den Suchergebnissen nur aufblinken, wenn das von Ihnen hinterlegte Keyword mit der Suchanfrage des Google-Nutzers übereinstimmt. Hier gab es bislang einen Haken: Das Keyword Miele durften Sie nicht verwenden - denn Sie verkaufen ja Whirlpool-Waschmaschinen...

Vorbereitung
Schade, denn dadurch konnten Sie Kunden nicht erreichen, die zwar eine Waschmaschine suchen, aber Miele als Suchbegriff eingeben. Und dieses Verbot, fremde Markennamen zu nutzen, bezog sich auf alle fremden Markenbezeichnungen.

Das aber ist seit dem 14. September 2010 grundlegend anders! Das ist Chance und Risiko zugleich für Sie, denn:

Erlaubt ist dann auch, dass Ihr schärfster Konkurrent Ihren Firmennamen als "Keyword", als Suchbegriff für seine Seiten hinterlegt. Folge: Sucht jemand nach Ihrer Firma, wird ihm eine Werbung der Konkurrenzfirma gezeigt. Hintergrund ist ein Urteil des europäischen Gerichtshofs in Straßburg.

Danach dürfen Unternehmen in Suchmaschinen mit Keywords werben, die den Markennamen ihrer Wettbewerber entsprechen.

Darüber hinaus hat das Gericht bestätigt, dass es legitim ist, wenn ein Inserent den Markennamen eines anderen Unternehmens als Keyword verwendet, um auf seine eigenen Anzeigen zu verweisen.

Konsequenz: Selbst wenn Sie möglicherweise gar keine Werbung über Google AdWords schalten, Ihre Wettbewerber es aber tun, landen (Ihre) Kunden, die im Internet nach Ihnen suchen, zumindest bei der Werbung Ihrer Wettbewerber. Das bedeutet für Sie jetzt:


3 Schritte

1. Beobachten Sie - das ist das Mindeste!
Beobachten Sie auf jeden Fall in den kommenden Wochen und Monaten, was passiert, wenn Sie auf der Google-Seite den Namen Ihres Unternehmens oder der von Ihnen hergestellten Maschinen/angebotenen Dienstleistungen eingeben.

2. Gegenangriff heißt die Devise
Wenn Ihre Wettbewerber aktiv werden, ist es - vor allem in hart umkämpften Märkten - dringend geboten, in die Offensive zu gehen. Die Fragen hierbei lauten:

  • Kann uns der Wettbewerb durch diese Form der Werbung Kunden wegschnappen? (vermutliche Antwort: ja!)
  • Können wir mit unserer Webseite dagegenhalten und diese ebenfalls über Google AdWords bewerben?
  • Ist unsere eigene Webseite verkaufsstark genug?

Beispiel:
Sie vertreiben Bohrmaschinen verschiedenster Art, Ihre Homepage ist aber nur eine Wir über uns-Seite ohne Verkaufsinformationen. Bei Ihren Recherchen stellen Sie fest, dass immer dann, wenn Sie Typennamen Ihrer Bohrmaschinen eingeben, die Werbung der Konkurrenz aufpoppt: "Die preiswertere Alternative zu Modell XY - hier klicken!“

In diesem Fall sollten Sie dringend gegenhalten - den Kunden aber nicht auf die "Wir über uns"-Seite schicken, die ihm keine konkreten Informationen liefert (er sucht ja gezielt Modell XY!) - sondern auf eine Seite, die im Idealfall Maschine XY vorstellt und Bezugsquellen/Kontaktmöglichkeiten nennt, im zweitbesten Fall Ihr Gesamtsortiment an Bohrmaschinen vorstellt - und ebenfalls wieder Kontaktmöglichkeiten und/oder Bestellmöglichkeiten bietet.

3. Sichern Sie Ihre Marken und Angebote ab!
Das Beispiel zeigt: Die Gefahr, dass sich andere Unternehmen demnächst im Glanze Ihrer Marke sonnen können, ist nicht von der Hand zu weisen. Beobachten Sie deshalb Ihre Wettbewerber genau - und reagieren Sie, falls Sie von dieser Seite in die Zange genommen werden.

Zum einen, indem Sie Ihre eigene Marken bewerben und/oder laufende Kampagnen verändern - zum anderen, indem Sie klar und deutlich Stopp sagen, falls der Wettbewerber es übertreibt. Denn:

Das Urteil des EuGH ist kein Freifahrschein für grenzenlosen Gebrauch fremder Marken: Google schreibt in seinen Richtlinien: "Ist ein Markeninhaber der Auffassung, dass ein anderes Unternehmen mit einer geschalteten Anzeige die Nutzer verwirrt, kann er bei Google eine Beschwerde einreichen."

Und das sollten Sie in diesem Fall mindestens tun! Verunsichert werden Nutzer, so Ihre Argumentation gegenüber Google, zum Beispiel dadurch, dass die Anzeige des Wettbewerbs auf eine Webseite führt, die fälschlicherweise den Eindruck erweckt, Ihnen als Markeninhaber zu gehören.

Ebenso ein Argument: Auf der beworbenen Seite werden geschützte Markenprodukte oder -dienstleistungen verkauft.

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